Fußball

Bielefeld guckt zu und gewinnt HSV und Stuttgart verweigern Aufstiegskampf

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Hamburgs Gideon Jung flog früh in der zweiten Halbzeit mit Gelb-Rot vom Platz.

(Foto: imago images/Picture Point LE)

Will denn niemand aufsteigen? So zumindest scheint es am 24. Spieltag der zweiten Fußball-Bundesliga. Der Hamburger SV und der VfB Stuttgart verlieren im Gleichschritt, auch der Tabellenvierte FC Heidenheim reiht sich ein. Das ist die Chance für Spitzenreiter Arminia Bielefeld, mit einem Sieg davonzuziehen.

FC Erzgebirge Aue - Hamburger SV 3:0 (1:0)

Der HSV gerät auf dem Weg zurück in die Fußball-Bundesliga ins Straucheln. Nach der 0:2 gegen den FC St. Pauli verlor das Team von Trainer Dieter Hecking 0:3 (0:1) auch in Aue und ist seit drei Spielen ohne Sieg. Die Gastgeber beendeten dank der Tore von Jan Hochscheidt in der 76. und 88. Minute und Pascal Testroet (39.) eine Serie von fünf Spielen ohne Sieg und kletterte auf Platz sieben. Hamburgs Gideon Jung sah Gelb-Rot (59.).

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Aues Doppeltorschütze: Jan Hochscheidt.

(Foto: dpa)

Das überraschende Führungstor war alles andere als planvoll herausgespielt: Nach einem von der Mauer abgewehrten Freistoß von Philipp Riese drosch Tom Baumgart den Ball aus 35 Metern in den Strafraum, wo Testroet völlig unbedrängt, aber nicht im Abseits, zum Schuss kam und Daniel Heuer-Fernandes überwand. Die größte Chance zum Ausgleich hatte Jordan Beyer, dessen Kopfball aus zwei Metern Aue-Torwart Martin Männel parierte (45.+2). Mit hart geführten Zweikämpfen verhinderten die Gastgeber aber weiterhin, dass der HSV seinen Rhythmus fand. Testroet verpasste nur knapp das 2:0: Der Stürmer fälschte einen Schuss von Jan Hochscheidt ab, der nur um Zentimeter das Hamburger Tor verfehlte (57.). Zwei Minuten später versuchte Jung, mit einer Schwalbe einen Elfmeter für den HSV herauszuholen, fing sich damit aber die zweite Gelbe Karte ein. Hochscheidt zerstörte die letzten Hamburger Hoffnungen, durfte aber erst nach Videobeweis jubeln und legte kurz vor Ende noch einen Treffer nach.

SpVgg Greuther Fürth - VfB Stuttgart 2:0 (0:0)

Stuttgarts Serie in der zweiten Fußball-Bundesliga ist gestoppt: Der VfB unterlag bei der SpVgg Greuther Fürth mit 0:2 (0:0) und kassierte nach acht Partien wieder eine Pleite. Kapitän Marco Caligiuri (48.) und Sebastian Ernst (76.) schossen die Gastgeber zum Sieg. Der VfB bleibt zwar Zweiter hinter Arminia Bielefeld. Allerdings kann der Tabellenführer am Sonntag (ab 13.30 Uhr beim Bezahlsender Sky und im Liveticker bei ntv.de) gegen den SV Wehen Wiesbaden den Vorsprung auf sechs Zähler ausbauen.

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Fürther Jubel: Sebastian Ernst.

(Foto: imago images/Zink)

Die Stuttgarter erwischten den besseren Start und setzten die Hausherren mit starkem Pressing unter Druck. Die beste Chance hatte Silas Wamangituka (16.). Nach Zuspiel von Daniel Didavi scheiterte der VfB-Profi aber an Torwart Sascha Burchert, der den Ball mit einem Reflex zur Ecke abwehrte. Dann aber stellten sich die Franken besser auf den Gegner ein. So musste VfB-Schlussmann Gregor Kobel nach einem Pressschlag eine Bogenlampe entschärfen und den Ball über die Latte lenken (35.). Die Kleeblätter legten nun alle Hemmungen ab und gewannen den offenen Schlagabtausch am Ende verdient.

SV Darmstadt 98 - 1. FC Heidenheim 2:0 (2:0)

Die Aufstiegshoffnungen des 1. FC Heidenheim haben einen Dämpfer erhalten. Bei Darmstadt 98 unterlag der FCH mit 0:2 (0:2). Serdar Dursun (11.) und Mathias Honsak (16.) trafen. Heidenheims Oliver Hüsing (90.) sah nach einer Tätlichkeit die Rote Karte. Die Heidenheimer belegen den vierten Tabellenplatz mit 38 Punkte, die Lilien rückten bis auf drei Zähler heran und sind Sechster. Die Ankündigung von Trainer Dimitrios Grammozis, am Saisonende das Böllenfalltor zu verlassen, hatte keine Auswirkungen. Der Grieche hatte ein Angebot zur Vertragsverlängerung wegen "unterschiedlicher Vorstellungen" bei der Laufzeit abgelehnt. Nach der schnellen Führung hatten die Darmstädter das Spiel im Griff. Heidenheim fand kaum ein Mittel, um selbst gefährliche Angriff zu initiieren. Das Spiel der Gäste war ohne Überraschungseffekte und sehr statisch angelegt. In der 62. Minute hatten allerdings Sebastian Griesbeck, Marc Schnatterer und Tobias Mohr gleich drei gute Szenen innerhalb weniger Sekunden für Heidenheim.

Bereits am Freitagabend hatte sich die SG Dynamo Dresden im Kampf gegen den Abstieg zurückgemeldet. Mit dem 2:1 (0:0) beim SSV Jahn Regensburg schloss der Tabellenletzte vorübergehend zum SV Wehen Wiesbaden auf. Die Hessen spielen am Sonntag bei Spitzenreiter Arminia Bielefeld. Durch die Niederlagen der Verfolger können die Ostwestfalen ihren Vorsprung auf Relegationsplatz drei auf neun Punkte ausbauen. Im zweiten Freitagsspiel siegte der 1. FC Nürnberg bei Aufsteiger Karlsruher SC mit 1:0 (0:0).

Quelle: ntv.de, tsi