Fußball

FC Bayern bestätigt "Vorfall" Hat Ribéry einen TV-Experten geohrfeigt?

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Hat Franck Ribéry nach dem BVB-Spiel wirklich einen TV-Experten geschlagen?

(Foto: imago/mika)

Franck Ribéry soll nach der Pleite im Topspiel der Fußball-Bundesliga bei Borussia Dortmund angeblich einen französischen Fernseh-Experten geohrfeigt haben. Der FC Bayern bestätigt lediglich einen "Vorfall". Es gibt aber Zweifel.

Als Franck Ribéry am Samstag gegen 21.15 Uhr aus dem Kabinenaufgang des Dortmunder Westfalenstadions kommt und zum Teambus geht, ist er sichtlich wütend. Womöglich über die spektakuläre 2:3-Niederlage im Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga seines FC Bayern beim BVB, der die Tabelle nach dem elften Spieltag mit sieben Punkten Vorsprung anführt. Womöglich hat ihn aber auch das Urteil eines TV-Experten rasend gemacht. Ribéry ist kaum zu beruhigen, immer wieder hebt er seinen Zeigefinger zu einer drohenden Geste.

"Franck Ribéry hat uns informiert, dass er mit seinem Landsmann Patrick Guillou, den er seit vielen Jahren gut kennt, eine Auseinandersetzung hatte. Wir haben mit Patrick Guillou noch am Samstag vereinbart, dass wir zeitnah bei einem persönlichen Treffen darüber sprechen, wie wir die Angelegenheit aus der Welt schaffen", sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic der "Bild"-Zeitung. Die hatte unter Verweis auf Augenzeugen berichtet, dass der 35 Jahre alte Bayern-Spieler den für den katarischen Sender beIN Sports arbeitenden Ex-Fußballer dreimal geohrfeigt und einmal gestoßen haben soll.

Die Szene spielte sich schräg hinter der Fahrerseite des Busses ab. Wer nicht unmittelbar daneben stand, kann kaum beurteilen, ob Ribéry tatsächlich handgreiflich wurde. Fakt ist: Er war so wütend, dass ihn mehrere Personen festhalten mussten. Als er in den Bus des FC Bayern eingestiegen war, drehte er sich noch zweimal um, stand auf den Stufen und fuchtelte erneut aufgebracht mit dem Zeigefinger. Wie die "Bild" schreibt, könnte Guillous Urteil über die Leistung des Spielers der Grund für die Wut gewesen sein.

Der 48-Jährige, der in Deutschland für den Freiburger FC und den VfL Bochum gespielt und kurz als Co-Trainer in Wolfsburg gearbeitet hat, soll Ribéry für zwei Tore des BVB verantwortlich gemacht haben. Tatsächlich verlor der vor allem in der ersten Halbzeit starke Linksaußen vor dem 2:3 den Ball gegen Jadon Sancho. Mit seiner Einschätzung brachte Guillou auch die Ehefrau des Spielers gegen sich auf. Bei Instagram schrieb Wahiba Ribéry: "Herr Sabattier, denk daran, deinen Kollegen zu wechseln. Er ist langweilig und nutzlos." Der Sport-Journalist Jean-Charles Sabatier (er schreibt sich übrigens nur mit einem "t") arbeitet seit 2015 für beIN Sports und ist Kommentatoren-Kollege von Guillou.

Quelle: ntv.de