Fußball

Gladbach feiert furiosen Stindl In der 90. Minute führt Frankfurt noch 3:1 ...

In der Champions League furios, in der Liga nur solides Mittelmaß: Borussia Mönchengladbach verpasst am 12. Spieltag den Anschluss an die oberen Plätze. Gegen Eintracht Frankfurt erwischt die Mannschaft einen Top-Start, erlebt dann schlimme Minuten, rettet aber schließlich noch ein Remis.

Mit letzter Kraft aber großer Moral schleppt sich Borussia Mönchengladbach Richtung Weihnachtspause. Die Gladbacher kamen dank Kapitän Lars Stindl nach 1:3-Rückstand noch zu einem 3:3 (1:3) bei Eintracht Frankfurt. Stindl (90./Foulelfmeter und 90.+6) rettete in einer wilden Schlussphase das Remis für stark beanspruchte Gladbacher. Der angeblich von Borussia Dortmund umworbene Trainer Marco Rose hatte sieben neue Spieler in die Startelf rotiert. 

Eintracht Frankfurt - Borussia Mönchengladbach 3:3 (3:1)

Tore: 0:1 Stindl (14.), 1:1 Silva (21. Handelfmeter), 2:1 Silva  (24.), 3:1 Barkok (32.), 3:2 Stindl (90., Foulelfmeter), 3:3 Stindl (90.+5)
Frankfurt:
Trapp - Abraham, Hasebe,  Hinteregger - Rode (90.+2 Kamada) - Durm, Sow, Barkok (90.+2 da  Costa), Kostic - Silva (83. Ilsanker), Younes (71. Kohr); Trainer: Hütter.
Mönchengladbach: Sommer - Lainer, Ginter, Elvedi, Wendt (82.  Traore) - Kramer, Benes (46. Zakaria) - Wolf (46. Lazaro), Stindl,  Thuram - Plea (63. Embolo); Trainer: Rose.
Schiedsrichter: Benjamin Cortus (Röthenbach) 

Stindl (14.) hatte die Gäste auch in Führung gebracht, der starke André Silva (22./Handelfmeter und 24.) mit seinen Saisontoren acht und neun sowie Aymen Barkok (32.) drehten die Partie zunächst. Die Eintracht wartet seit Anfang Oktober auf einen Sieg. Am Samstag spielt die Borussia gegen Hoffenheim, die SGE tritt in Augsburg an - allerdings ohne David Abraham, der die Gelb-Rote Karte sah (81.). "Das ist schwer einzuordnen. Wir kommen super rein und gehen in Führung. Danach machen wir es nicht mehr klug. Am Ende war es eine absolute Willensleistung. Hätten wir noch ein paar Minuten länger gespielt, hätten wir vielleicht noch gewonnen", sagte Stindl bei Sky. "Wir sind enttäuscht und frustriert", schimpfte dagegen Barkok.

Gladbachs Sportdirektor Max Eberl hatte kurz vor dem Anpfiff mit Gelassenheit auf die Spekulationen über seinen Erfolgstrainer und die am Saisonende wieder offene Stelle bei Borussia Dortmund reagiert. Momentan sei die Wahrscheinlichkeit "sehr groß", dass Rose über den Sommer hinaus am Niederrhein bleibe, sagte Eberl bei Sky, diese liege derzeit sogar "bei 99 Prozent". Im Anschluss sah der Sportdirektor des Champions-League-Achtelfinalisten eine schwache erste Halbzeit seines Teams.

Blitz-Comeback der Eintracht

Zwar bestimmten die Gäste die Anfangsphase. Abwehrchef Matthias Ginter, einer der wenigen, die auch vor drei Tagen gegen Hertha BSC (1:1) in der Startelf gestanden hatten, vergab früh die erste Chance zur Führung (4.) und Stindl verwandelte wunderbar einen Freistoß aus 22 Metern direkt zu seinem fünften Saisontor. Die Eintracht, die mit der Hypothek von acht Bundesligaspielen ohne Sieg angetreten war, fand aber schnell zurück in die Partie.

Zunächst verursachte Stefan Lainer beim Schuss von Martin Hinteregger den Handelfmeter, den Silva souverän verwandelte. 168 Sekunden später traf der Portugiese nach einem schnell ausgeführten Freistoß der Frankfurter tief aus der eigenen Hälfte gegen die überrumpelten Gladbacher. Und Barkok tanzte vor seinem Tor zum 3:1 die Abwehr der Gäste im Strafraum mit fast beeindruckender Lässigkeit aus. Selten trat die Eintracht in dieser Saison so spielfreudig auf wie in dieser Phase.

 Der Borussia war die Belastung der erfolgreichen englischen Wochen im Europapokal anzumerken. Der nach überstandenen Adduktorenproblemen ins Gladbacher Tor zurückgekehrte Yann Sommer war stets gefordert. Silva verpasste in der 56. Minute das vierte Frankfurter Tor - ebenso wie der frühere Gladbacher Amin Younes frei im Gladbacher Strafraum (64.).

 Die Rose-Mannschaft tat sich bis weit in die zweite Halbzeit schwer, das Spiel zu machen. Die Frankfurter blieben das gefährlichere Team und lauerten auf den endgültig entscheidenden Treffer. Stindl machte die Schlussphase noch einmal spannend, den Foulelfmeter hatte Barkok verursacht - und lies dann sein Team jubeln.

Quelle: ntv.de, tno/dpa

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