Fußball

2. Liga: Osnabrück leidet weiter Jahn-Keeper schickt Club tiefer in die Krise

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Ein Kopfball von Hanno Behrens sorgte lange für den Glauben an den ersten Heimsieg beim Club seit langem.

(Foto: imago images/Zink)

In der 2. Fußball-Bundesliga verpasst der 1. FC Nürnberg den ersten Heimsieg seit zwei Monaten. Maßgeblich verantwortlich: Der gegnerische Torwart, der den Lat-Minute-Ausgleich vorbereitet. Osnabrück und St. Pauli scheitern derweil am Sprung aus dem Keller.

VfL Osnabrück - Greuther Fürth 0:0 (0:0)

Aufsteiger VfL Osnabrück ist in der 2. Fußball-Bundesliga zum sechsten Mal in Folge sieglos geblieben. Das Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth endete am Sonntag 0:0. Die Niedersachsen waren vor 13.386 Zuschauern die bessere Mannschaft, hatten in der 42. Minute aber auch Glück. Da erzielte Branimir Hrgota ein Tor für die ansonsten harmlosen Fürther, das nach Einsatz des Videobeweises nicht gegeben wurde. Der Vorbereiter Sebastian Ernst hatte zuvor einen VfL-Verteidiger gefoult. In einem zerfahrenen Kampfspiel fehlte den Osnabrückern erneut die Durchschlagskraft. Nach dem starken Saisonstart ist der VfL seit 437 Minuten ohne Torerfolg.

1. FC Nürnberg - Jahn Regensburg 1:1 (1:0)

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  In der Nachspielzeit hat Jahn Regensburg dem 1. FC Nürnberg den Derbysieg entrissen. Der eingewechselte Jan-Marc Schneider traf am Sonntag nach einem Eckball, den der mitstürmende Torwart Alexander Meyer auf ihn verlängerte, zum 1:1 (0:1). In der Tabelle rangieren die Oberpfälzer nach ihrem Happy-End mit 15 Punkten weiter vor den Franken (14), die kurz vor dem ersten Heimerfolg nach zwei Monaten standen. Kapitän Hanno Behrens hatte den "Club" in der 38. Minute in Führung geköpft.

Beide Teams wählten vor 34.365 Zuschauern den Vorwärtsgang. Auch wenn es etliche Abspielfehler gab, kam es zu Torchancen. Einen Schuss von Lukas Jäger fälschte Jahn-Verteidiger Marcel Correia zur Ecke ab (25.). Der "Club" war im Glück, als Sebastian Stolze nach einer Flanke von Chima Okoroji an die Latte köpfte (28.). In der Folge agierte der FCN zwingender und belohnte sich. Eine Freistoßhereingabe von Spielgestalter Johannes Geis köpfte Behrens freistehend ins Tor. Eine weitere Kopballchance zum 2:0 vergab anschließend Mittelstürmer Michael Frey (41.).

Die Partie blieb nach der Pause umkämpft. Geis hätte mit einem Schuss aus 55 Metern beinahe Jahn-Keeper Meyer überlistet (74.). Beim Jahn wurde Joker Schneider zum entscheidenden Mann. Erst verfehlte er das Tor knapp (84.). Danach parierte Andreas Lukse einen Schneider-Schuss klasse (88.). Beim dritten Versuch drückte er den Ball dann ins Tor. Der 1. FC Nürnberg holte damit aus den letzten vier Zweitliga-Partien nur zwei Punkte.

FC Heidenheim - FC St. Pauli 1:0 (0:0)

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Für den FC St. Pauli ist in Heidenheim einfach nichts zu holen.

(Foto: imago images/Jan Huebner)

Der FC St. Pauli ist auch am elften Spieltag auswärts sieglos geblieben. Die Mannschaft von Trainer Jos Luhukay verlor am Sonntag in einem schwachen Spiel beim 1. FC Heidenheim mit 0:1 (0:0) und steht weiter im Tabellenmittelfeld. Heidenheim rückte dank des Treffers von Norman Theuerkauf (59. Minute) auf den fünften Platz vor. Der Rückstand auf den Aufstiegsrelegationsrang beträgt noch vier Punkte. Bei Heidenheim lief in der ersten Spielhälfte vor 13 500 Zuschauern nicht viel zusammen. Gefährlich wurde das Team von Trainer Frank Schmidt nur einmal, als Niklas Dorsch am Tor vorbei schoss (45.+2). Die Gäste spielten zwar besser, waren in der Offensive jedoch zu inkonsequent. Interessanter wurde es erst nach der Pause. Die Gastgeber zogen nun das Tempo an und wurden belohnt: Theuerkauf traf nach einem Eckball von Kapitän Marc Schnatterer aus kurzer Distanz zum Sieg. Der FC St. Pauli verlor damit auch das sechste Spiel beim FC Heidenheim.

Quelle: ntv.de, ter/dpa