Fußball

Streich zurück an Seitenlinie Kein Sieger beim Derby im "Ländle"

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Hart umkämpft - hin und her, das ist das Baden-Württemberg-Derby.

(Foto: imago/DeFodi)

Das Fußball-Bundesliga-Derby in Baden-Württemberg endet mit einem Remis. Am Ende können sich der SC Freiburg und der VfB Stuttgart jeweils über den ersten Punkt der Saison freuen. Wieder mit dabei ist der genesene Freiburg-Trainer Christian Streich.

Kein Sieger beim turbulenten Derby im "Ländle": Der SC Freiburg hat sich bei der Rückkehr von Christian Streich auf die Trainerbank nach einem Wechselbad der Gefühle den ersten Zähler der Saison gesichert. Im baden-württembergischen Duell am dritten Spieltag der Fußball-Bundesliga erkämpften sich die Breisgauer gegen den zuvor ebenfalls punktlosen VfB Stuttgart ein 3:3 (1:1).

Jerome Gondorf hatte die Badener, bei denen Streich nach seinem Bandscheibenvorfall erstmals in dieser Spielzeit an der Seitenlinie stand, nach 51 Sekunden in Führung gebracht, Emiliano Insua (44.) mit dem ersten Stuttgarter Treffer der noch jungen Saison ausgeglichen. Dann sorgte Mario Gomez (48.) in seinem 300. Bundesliga-Spiel für die VfB-Führung und schlug nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Gondorfs Freistoß (52.) erneut zu (56.). Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Luca Waldschmidt (81.). Der Freiburger Pascal Stenzel sah nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte (83.).

Gondorf erzielt frühe Führung

"Es fühlt sich so an, als ob wir zwei Punkte verloren haben. Wir haben schöne Tore gemacht und waren drauf und dran, das vierte zu schießen. Natürlich ärgert man sich über das Resultat. Ich gebe die Tore gerne für das Resultat her. Deshalb kann ich mich nicht wirklich freuen", sagte Torschütze Gomez und bekam ein Lob von seinem Trainer Tayfun Korkut: "Mario kommt langsam in Fahrt. Das hat sich schon in der letzten Woche angedeutet. So kann es weitergehen." Freiburgs Torschütze Luca Waldschmidt war indes zufrieden: "Sechs Tore - für die Zuschauer war es sicher spaßig. Es war ein wildes Spiel."

Streich hatte bei seinem Saisondebüt schon fast wieder wie immer gewirkt. Der 53-Jährige dirigierte, korrigierte und motivierte seine Mannschaft, als hätte es die Schmerzen, die er selbst mit "wie, wenn der Zahnarzt immer wieder am offenen Zahn bohrt", beschrieben hatte, nie gegeben. Und der Effekt, den die Rückkehr ihres Antreibers auf die Badener hatte, war gegen den "Ländle"-Rivalen sofort spürbar. Denn quasi mit der ersten Aktion gingen die Gastgeber im mit 24.000 Zuschauern ausverkauften Schwarzwald-Stadion in Führung. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld hatte Florian Niederlechner auf Rechtsaußen Mike Frantz bedient, dessen mustergültige Flanke Gondorf nur noch einzuköpfen brauchte. Auch in der Folge blieb der SCF am Drücker und kam dank aggressiven Pressings immer wieder zu gefährlichen Aktionen.

Turbulent mit Wiederanpfiff

Nils Petersen (7.) per Direktabnahme, Jannik Haberer (28.) und schließlich erneut Petersen (36.), der einen Lupfer freistehend zu tief ansetzte und so an VfB-Torwart Ron-Robert Zieler scheiterte, vergaben allerdings gute Möglichkeiten. Die Quittung gab es kurz vor der Pause. Im Anschluss an eine Ecke und eine missglückte Rettungsaktion von Kapitän Frantz, drosch Insua den Ball aus der zweiten Reihe ins Tor.

Zu Beginn der zweiten Hälfte überschlugen sich die Ereignisse. Erst traf Gomez im Nachsetzen aus kurzer Distanz, dann schlenzte Gondorf einen Freistoß aus rund 20 Metern sehenswert ins lange Eck. Doch die Freiburger Freude über den Ausgleich währte nicht lange. Dann traf Gomez auf der Gegenseite mit einem platzierten Kopfball zur erneuten Führung für den VfB.

Freiburg stemmte sich gegen die Niederlage und hatte unter anderem durch einen Lattentreffer von Frantz (70.) ebenfalls gute Chancen. Joker Waldschmidt belohnte die Bemühungen mit dem erneuten Ausgleich.

Quelle: ntv.de, Pirmin Closse, sid