Fußball

"Unter Männern geregelt" Kovac lässt Bayern-Streithähne unbestraft

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Die Aufregung ist groß, doch Robert Lewandowski kommt ohne Bestrafung davon.

(Foto: REUTERS)

Robert Lewandowski und Kingsley Coman geraten im Training des FC Bayern aneinander. Das bestätigt Trainer Niko Kovac. Doch Konsequenzen gibt es nicht, weil sich beide entschuldigt haben. Der Coach des Bundesliga-Tabellenführers sieht den Disput sogar positiv.

Eine handgreifliche Auseinandersetzung zwischen Robert Lewandowski und Kingsley Coman beim Training des FC Bayern München wird für die beiden Fußball-Profis ohne disziplinarische Konsequenzen bleiben. "Es wird keine Geldstrafe geben, weil die Jungs einsichtig waren", berichtete Trainer Niko Kovac.

Die "Bild"-Zeitung hatte tags zuvor von einer "Schlägerei" zwischen Stürmerstar Lewandowski und Flügelflitzer Coman berichtet. Demzufolge sollen die beiden Profis des Bundesliga-Tabellenführers in der Vormittagseinheit unter Ausschluss der Öffentlichkeit aneinander geraten sein. Demnach habe Lewandowski beim Positionsspiel zunächst in Richtung Coman gemeckert, ehe es zu einem Wortgefecht gekommen sei. Darauf hätten sich beide Spieler ins Gesicht geschlagen. Auch den beiden hinzugeeilten Abwehrhünen Niklas Süle und Jérôme Boateng sei es nicht gelungen, die beiden Streithähne zu trennen. Dies sei erst durch die Unterstützung weiterer Mitspieler erfolgt. Nach dem Vorfall sollen beide Profis zur Überraschung der Kollegen weiter trainiert haben.

"Wir leben!"

Der Konflikt sei im Anschluss zu dritt besprochen worden. "Das ist unter Männern geregelt worden", sagte Kovac. Beide Akteure hätten sich entschuldigt, es täte ihnen leid. "Emotionen" benannte der Coach als Auslöser für den Disput der Angreifer bei der Übungseinheit unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Man könne die Angelegenheit aber auch positiv bewerten: "Wir leben!"

Diese Vitalität soll auch am Sonntag (15.30 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) im Auswärtsspiel gegen Fortuna Düsseldorf zu sehen sein. "Wir wollen gutmachen, was wir im Hinspiel verbockt haben", sagte Kovac angesichts des 3:3 im vergangenen November: "Wir sind jetzt wieder Tabellenerster - und da wollen wir nicht weg." Der Vorsprung auf Borussia Dortmund sei aber mit einem Punkt nur "hauchdünn", mahnte der Bayern-Coach. Er rechnet mit einem Ausfall des erkrankten Franck Ribéry gegen Düsseldorf.

Quelle: n-tv.de, ara/dpa/sid

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