Fußball

Trainer verlässt Absteiger Fürth Leitl freut sich jetzt auf "großen Klub"

Der Fürther Trainer Stefan Leitl gibt ein Interview.

Stefan Leitl wird das Kleeblatt in Kürze ablegen.

(Foto: Daniel Löb/dpa/Archivbild)

Stefan Leitl führt Greuther Fürth in die Bundesliga und steigt mit den Franken sang- und klanglos direkt wieder ab. Der Trainer kündigt früh seinen Abschied an, nun ist auch offiziell klar: Leitl begleitet Greuther Fürth in die 2. Liga, wird aber künftig für Hannover 96 tätig sein.

Hannover 96 hat Stefan Leitl vom Erstliga-Absteiger SpVgg Greuther Fürth wie erwartet als neuen Cheftrainer verpflichtet. Das gab der Tabellen-14. der 2. Fußball-Bundesliga bekannt. Der 44-Jährige unterschrieb bei den Niedersachsen einen Dreijahresvertrag und bringt auch seinen langjährigen Co-Trainer Andre Mijatovic mit. Möglich wird dieser Wechsel durch eine Ausstiegsklausel in Leitls noch bis 2023 gültigem Vertrag mit den Fürthern. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge muss Hannover für seinen neuen Trainer eine Ablösesumme von 500.000 Euro zahlen.

"Ich freue mich sehr auf einen großen, traditionsreichen Klub und auf die neue Aufgabe", sagte der neue Coach. Sportdirektor Marcus Mann meinte: "Stefan Leitl hat bei der SpVgg Greuther Fürth gezeigt, dass er eine Mannschaft und ein Spielsystem Schritt für Schritt entwickeln kann. Unter seiner Regie war in Fürth eine klare Handschrift erkennbar. Wir freuen uns sehr, dass wir ihn für Hannover 96 und unseren Weg gewinnen konnten."

Die 96er haben in dieser Saison zum dritten Mal nacheinander den Wiederaufstieg in die Bundesliga verpasst. Im Sommer will Mehrheitsgesellschafter Martin Kind mit einem für Zweitliga-Verhältnisse sehr üppigen Gesamtetat von rund 40 Millionen Euro einen neuen Versuch starten. Nach Leitl sollen dafür auch neue Spieler wie Phil Neumann (Holstein Kiel), Fabian Kunze (Arminia Bielefeld) oder Max Besuschkow (Jahn Regensburg) kommen.

"Zentraler Baustein"

"Die Verpflichtung von Stefan Leitl als Trainer ist ein zentraler Baustein in unseren Planungen", sagte Kind. "Gemeinsam mit ihm wollen wir eine stabile, nachhaltige und mittelfristig erfolgreiche Entwicklung einleiten. Wir sind davon überzeugt, dass er vor dem Hintergrund dieser Zielsetzung genau der richtige Trainer für Hannover 96 ist."

Leitl spielte mit Sportdirektor Mann einst bei Darmstadt 98 zusammen. Weitere Spielerstationen waren Bayern München, der 1. FC Nürnberg, SpVgg Unterhaching und der FC Ingolstadt. Im Nachwuchsbereich der "Schanzer" begann 2013 auch die Trainerkarriere des früheren U21-Nationalspielers. 2019 wechselte er nach Fürth und führte den Klub mit attraktivem Offensivfußball zum zweiten Mal in seiner Geschichte in die Bundesliga. Aufgrund der begrenzten finanziellen Möglichkeiten konnten sich die Franken dort nur eine Saison halten.

In Hannover wird Leitl den erst im Dezember zum Chefcoach beförderten Christoph Dabrowski ablösen. Mit dem früheren Bundesliga-Profi holten die 96er zwar in 18 Zweitliga-Spielen 25 Punkte. Der auslaufende Vertrag des 43-Jährigen wird jedoch nicht verlängert.

Quelle: ntv.de, ter/dpa

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