Fußball

Hannover gibt Rote Laterne ab Mainz stoppt Frankfurt, Werder verzweifelt

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Frankfurts Luka Jovic schraubte sein Torkonto auf zwölf Saisontreffer. Zum Eintracht-Sieg in Mainz reichte das aber nicht.

(Foto: imago/Jan Huebner)

Der Bundesliga-Auswärtshorror von Hannover 96 geht zwar weiter. In Freiburg reicht es trotz Katastrophenstarts aber immerhin zum Verlassen des letzten Tabellenplatzes. Aufregend geht es zwischen Mainz und Frankfurt sowie Bremen und Hoffenheim zu. Nur Sieger gibt es nirgends.

FSV Mainz - Eintracht Frankfurt 2:2 (2:2)

Trotz eines Doppelpacks von Torjäger Luka Jovic hat Eintracht Frankfurt auch im elften Anlauf den ersten Bundesligasieg beim FSV Mainz 05 und damit eine perfekte Generalprobe für das Spiel des Jahres gegen Rekord-Champion Bayern München mit Ex-Trainer Niko Kovac verpasst. Beim 2:2 (2:2) in einem rassigen Rhein-Main-Derby egalisierte der Serbe vor 30.805 Zuschauern mit seinen Saisontoren Nummer elf und zwölf (31./45.+1) die zweimalige Mainzer Führung durch Robin Quaison (10./36.).

"Wir müssen noch einmal alles rausholen, um dementsprechend ein paar Punkte zu machen", hatte Frankfurts Trainer Adi Hütter vor dem 24. Pflichtspiel in vier Monaten gefordert. Und die Eintracht leistete ihren Beitrag zu einem fulminanten und hitzigen Derby. Beide Mannschaften sorgten insbesondere im ersten Durchgang für ein hohes Tempo und erspielten sich einige Torraumszenen. Mit 27 Punkten sind die Hessen vor dem Jahresfinale gegen die Bayern Tabellenfünfter. Mainz bleibt mit 20 Zählern im Mittelfeld der Fußball-Bundesliga.

Werder Bremen - 1899 Hoffenheim 1:1 (0:1)

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Bremen hatte Hoffenheim in den Seilen hängen, verpasste aber den Lucky Punch.

(Foto: imago/Claus Bergmann)

Max Kruse musste erst einmal tief durchatmen. "Solche Spiele musst du gewinnen, da gibt es kein Wenn und kein Aber", sagte der Werder-Kapitän im Sender Sky. Bremen hat im Duell mit 1899 Hoffenheim eine bessere Position im Kampf um die Plätze im Fußball-Europapokal verpasst. In einem flotten Bundesliga-Duell trennten sich die beiden spielfreudigen Teams mit 1:1 (0:1).  Vor 40.003 Zuschauern im Weserstadion brachte Leonardo Bittencourt die Gäste an seinem 25. Geburtstag in Führung (31.), Theodor Gebre Selassie glich für die Platzherren aus (57.). "Ich war am Ende sehr, sehr kaputt", gestand Hoffenheims Nationalspieler Nico Schulz nach einer intensiven und hochklassigen Begegnung.

Für die Gäste war es das fünfte Remis hintereinander. Die Bremer, die am Samstag noch zu RB Leipzig müssen, verpassten in einer starken zweiten Halbzeit die Chance, an den Kraichgauern vorbeizuziehen. In der Schlussphase ließ der eingewechselte Milot Rashica zwei große Chancen für die Gastgeber aus.

SC Freiburg - Hannover 96 1:1 (1:1)

Die Fußballprofis von Hannover 96 müssen weiter um ihren Weihnachtsurlaub bangen. Die abstiegsbedrohten Niedersachsen, die seit Oktober 2017 auf einen Auswärtssieg in der Fußball-Bundesliga warten, kamen trotz guter Leistung nicht über ein 1:1 (1:1) beim SC Freiburg hinaus. Nur mit einem Sieg gegen Fortuna Düsseldorf am Samstag könnte 96 noch die vier Punkte aus den letzten zwei Partien 2018 holen, die laut Trainer André Breitenreiter sicher für eine kleine Pause über die Feiertage reichen würden.

In Freiburg zeigten die Hannoveraner aber nicht nur eine ansprechende Leistung, sondern auch große Moral trotz eines Fehlstarts. Denn Luca Waldschmidt (3. Minute/Handelfmeter) hatte die Freiburger vor 23.500 Zuschauern ganz früh in Führung gebracht. Anschließend kam Hannover durch Abwehrspieler Felipe (14.) zum verdienten Ausgleich, verpasste trotz Chancenplus aber den durchaus möglichen Sieg. Kleiner Trost: Der Auswärtspunkt in Freiburg verhalf 96 immerhin zum Sprung auf den vorletzten Platz. Und immerhin dürfte Breitenreiter der engagierte Auftritt seiner Mannschaft deutlich besser gefallen haben als die Vorstellung zuletzt beim 0:4 gegen den FC Bayern.

Quelle: n-tv.de, cwo/dpa

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