Fußball

Medien feiern den Spielmacher Mesut Özil leidet im Istanbuler Derby

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Unzufrieden.

(Foto: Pool via REUTERS)

Im Kampf um die türkische Meisterschaft erlebt Fenerbahce ausgerechnet im großen Derby gegen Galatasaray einen Rückschlag. Mesut Özil kann seiner neuen Mannschaft noch keine erfolgreichen Impulse geben, macht den Fans aber dennoch große Ankündigungen.

Nur wenige Zentimeter fehlten. Und das ärgerte Mesut Özil. Als der eingewechselte Ex-Weltmeister beim Süper-Lig-Gipfel den Freistoß in den Strafraum flankte, lag der späte Ausgleich gegen Rekordchampion Galatasaray Istanbul schon in der Luft. Doch der VAR brachte Özil um seine erste Vorlage für Fenerbahce, der vermeintliche Torschütze Ozan Tufan stand knapp im Abseits.

"Ich wünschte, mein erstes Derby mit meiner Mannschaft wäre anders zu Ende gegangen", twitterte Özil nach der 0:1-Niederlage gegen den Erzrivalen. "Das Ergebnis tut uns sehr Leid", schrieb Özil weiter: "Aber ich bin zu Fenerbahce gekommen, um mit meinen Mannschaftskameraden und Fans große Siege und Trophäen zu holen. Unser Weg ist lang, und die Meisterschaft wird hoffentlich das Ende sein."

Doch ein Özil allein, selbst wenn er irgendwann wieder in Topform sein sollte, reiche für diese Ambition nicht aus, kommentierte die türkische Tageszeitung "Milliyet", Fenerbahce habe nach der Derbypleite schwere Tage vor sich. Zumal Özil, der beim FC Arsenal aussortiert worden war, mehr Zeit braucht. Wie bei seiner Fenerbahce-Premiere bei Aufsteiger Hatayspor (2:1) blieb Özil im Derby nur die Jokerrolle.

"Nichts ist vorbei"

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Von der Bank aus verfolgte Özil die Gästeführung durch Mostafa Abdallah (54.), ehe er dann selbst ins Geschehen eingreifen durfte (63.). Lob für den Auftritt des 32 Jahre alten Spielmachers gab es von den türkischen Medien. Özil habe das "Spiel von Fenerbahce verändert" und "psychologischen Druck" auf den Gegner aufgebaut, hieß es beim TV-Sender Tivibuspor.

Auf dem früheren Nationalspieler ruhen große Hoffnungen, Ende Januar war er mit einer pompösen Inszenierung bei Fener präsentiert worden. Durch die Derbyniederlage wurde Fenerbahce jedoch vom punktgleichen Stadtrivalen Galatasaray (48) von der Tabellenspitze verdrängt. "Wir haben noch 17 Spiele vor uns, nichts ist vorbei", sagte Fener-Trainer Erol Bulut nach der Partie. "Es ist wichtig, am Ende der Saison an erster Stelle zu stehen. Ich bin sicher, dass wir das auch erreichen werden", sagte Bulut. Dabei soll Özil helfen, der die Meisterschaft fest im Blick hat: "Dafür werden wir weiter unser Bestes geben."

Quelle: ntv.de, tno/sid

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