Fußball

Flick bleibt arg genervt Nübel darf hoffen und sorgt weiter für Ärger

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Alexander Nübel darf auf einen Einsatz gegen Lazio Rom hoffen. Vor allem, weil Manuel Neuer möglicherweise da nicht kann.

(Foto: imago images/Fotostand)

Alexander Nübel sorgt beim FC Bayern weiter für Stress, kann dafür aber gar nichts. Der Torhüter will nur spielen und darf das wohl auch mal wieder in der Champions League tun. Aber nicht aufgrund eventueller Klauseln, versichert sein Trainer mal wieder arg genervt.

Nein, man kann Alexander Nübel eigentlich nicht viel vorwerfen, außer vielleicht, eine nicht so gute Entscheidung für seine Karriere getroffen zu haben: Als der junge Torhüter zur laufenden Saison beim FC Bayern unterschrieb, war ihm klar, dass es dauern würde, bis er eine größere Rolle beim Rekordmeister und Alles-Gewinner spielen würde. Das hatte jüngst sein Trainer Hansi Flick gesagt und damit genervt alle Unmutsbekundungen aus dem Lager des designierten Nachfolger von Welttorhüter Manuel Neuer vom Tisch gefegt. Nübel will mehr spielen, das ist sein gutes Recht, als ehrgeiziger Sportler ist es sogar seine Pflicht.

Dass er bisher nur zweimal zum Einsatz kam, sorgt beim FC Bayern aber für Stress. Denn die hartnäckigen Gerüchte, dass Nübel bei Vertragsunterzeichnung Einsätze zugesichert worden waren, kann Flick nicht so einfach wegwischen. Und das nervt den Trainer, auch vor dem Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Lazio Rom.

Es entscheidet "exklusiv der Trainer"

Die Aufstellung sei alleine Sache des Trainers, machte Flick mal wieder deutlich. "Ich kenne keine Klauseln, die Spieler in ihren Verträgen haben, ich kenne die Verträge der Spieler nicht. Es ist auch so, dass ich dafür da bin, um Entscheidungen zu treffen, wer spielt, wer nicht spielt", sagte Flick in München. "Das ist meine Aufgabe, und da lasse ich mir auch nicht reinreden." Der "Kicker" berichtete jüngst, was seit Monaten schwelt: dass es beim FC Bayern München intern Unstimmigkeiten gibt, namentlich zwischen Flick und Sportvorstand Hasan Salihamidzic. Die Auseinandersetzung über die Situation Nübels sei zwischen beiden längst ein "brisantes Thema" sein.

Immer wieder gab es Spekulationen, dass der im Sommer ablösefrei vom FC Schalke verpflichtete Nübel eine Zusicherung für eine gewisse Zahl von Einsätzen habe. "Über die Mannschaftsaufstellung entscheidet beim FC Bayern grundsätzlich exklusiv der Trainer", hatte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in der Vergangenheit schon betont. "Wer letztendlich spielt, ist immer Sache des Trainers. Und diese Entscheidung spreche ich immer mit meinem Trainerteam ab", hatte Flick schon 2020 Nachfragen energisch abgebügelt, die externe Einflüsse auf seinen Personalplan unterstellt hatten. Das Thema verfolgt ihn immer weiter.

Bislang durfte der 24-jährige Nübel im DFB-Pokal gegen den 1. FC Düren (3:0) und in der Champions League gegen Atlético Madrid (1:1) ran. Am Mittwoch (21 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de) könnte er Lazio Rom nun zu seinem dritten Einsatz kommen. Das liegt dann aber nicht an der inneren Überzeugung Flicks oder eventuellen Klauseln: Kapitän Manuel Neuer ist erkältet und droht auszufallen. Nübels Berater hatte zuletzt von der Option einer Ausleihe gesprochen, wenn sein Klient nicht mehr zum Spielen komme. "Alexander Nübel bleibt unsere Nummer 2", sagte Bayern-Vorstand Oliver Kahn dazu. "Wir sind von diesem Torwart total überzeugt."

Quelle: ntv.de, ter/dpa

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