Fußball

Nicht "fair, offen und ehrlich" Özils Berater attackiert Arsenals Trainer

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Mesut Özil und Mikel Arteta werden sich bis mindestens Januar nicht mehr an der Seitenlinie begegnen.

(Foto: imago images/PA Images)

Für Mesut Özil ist zumindest im Augenblick kein Platz mehr im Kader von Arsenal London, ein Zurück gibt es vorerst nicht - und das sorgt im Özil-Lager für Ärger. Der ehemalige Nationalspieler selbst verfolgt die Spiele seines Teams jetzt in der Rolle des Edelfans.

Nach der Ausbootung von Ex-Weltmeister Mesut Özil hat dessen Berater den Arsenal-Trainer Mikel Arteta scharf kritisiert. "Die Fans verdienen eine ehrliche Erklärung und nicht, dass Arteta sagt, er habe Özil enttäuscht. Das hat er nicht. Er hat es versäumt, fair, offen und ehrlich zu sein und jemanden, der unter Vertrag steht, mit Respekt zu behandeln", sagte Erkut Sogut dem US-Sender ESPN. "Jeder weiß, dass er ihn nicht fair behandelt hat. Er hat ihm keine Chance gegeben, sich zu zeigen."

Özil war nicht für den Premier-League-Kader des FC Arsenal nominiert worden und kann damit bis Jahresende nur für die U23 des Klubs oder in Pokalwettbewerben zum Einsatz kommen. Arteta hatte dies als "eine fußballerische Entscheidung" begründet. Daher habe er "ein völlig reines Gewissen. Ich war sehr fair zu ihm, ich habe wirklich viel mit ihm kommuniziert." Arteta betonte, Özil habe dieselben Möglichkeiten wie alle anderen gehabt. "Ich wollte den bestmöglichen Mesut. In einigen Momenten war ich nah dran." Das Fazit des Trainers, der seit Dezember 2019 bei Arsenal und mit Özil arbeitet, ist bitter: "Bei ihm habe ich heute das Gefühl, dass ich gescheitert bin."

Der 32-Jährige war zuletzt am 7. März für die Gunners aufgelaufen. Özil selbst hatte bei Instagram seine Enttäuschung geäußert. "Ich habe immer versucht, positiv zu bleiben von Woche zu Woche und gehofft, dass ich vielleicht schnell wieder zum Team zurückkehren kann. Deshalb habe ich bislang geschwiegen", führte Özil aus.

Topverdiener will weiter "um meine Chance kämpfen"

Vor der Corona-Pause sei er zufrieden gewesen mit seiner Entwicklung unter Teammanager Mikel Arteta: "Aber dann haben sich die Dinge erneut geändert, und ich durfte nicht mehr für Arsenal spielen." Es mache ihn traurig, dass seine Loyalität und Treue nicht erwidert werden.

Den Auftakt in die Europa-League-Saison verfolgte Özil in der Rolle des Edelfans. Arsenal startete mit einem 2:1-Sieg bei Rapid Wien, bei dem ein schwerer Patzer des deutschen Keepers Bernd Leno zwar zum 0:1-Rückstand führte, die Londoner aber trotzdem keine Punkte kostete. Özil baute Leno nach seinem Fehler schnell wieder auf, nachdem dieser in der 51. Minute dem Wiener Torschützen Taxiarchis Fountas den Ball quasi in die Füße spielte. "Kopf hoch, Kumpel! Wir haben noch genug Zeit, die Partie zu drehen. Kommt jetzt, Gunners!", schrieb Özil wenige Momente nach dem Gegentreffer.

Der deutsche Ex-Nationalspieler steht noch bis Mitte 2021 bei Arsenal unter Vertrag und ist mit einem kolportierten Wochengehalt von rund 390.000 Euro der Top-Verdiener des Klubs. Özil hat einen vorzeitigen Abschied aus London mehrfach ausgeschlossen - und kündigte an, er werde "weiter für meine Chance kämpfen und meine achte Saison bei Arsenal nicht so zu Ende gehen lassen". Eine Rückkehr in den Kader im Januar erscheint allerdings eher unwahrscheinlich.

Quelle: ntv.de, ter/sid

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