Fußball

Mancini setzt Hoffungen auf Stürmer Podolski sitzt bei Inter wieder auf Bank

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Die Freude über den Umzug nach Italien ist groß bei Lukas Podolski.

(Foto: dpa)

Vom Regen in die Traufe: Fußball-Nationalspieler Lukas Podolski hat sich gerade erst von seinem Reservistendasein bei Arsenal London verabschiedet, da darf er bei Inter Mailand ebenfalls die Ersatzbank drücken. Doch der Klub setzt große Erwartungen in den Stürmer.

Nach langem Warten kommt für Lukas Podolski doch noch die ersehnte erste Erlaubnis. Der Nationalstürmer darf seine Trainingspremiere bei Inter Mailand geben, morgen könnte der deutsche Fußball-Weltmeister gegen Meister Juventus Turin schon für seinen neuen Klub auflaufen.

"Wenn der Transfer bis dahin perfekt ist, wird er auf der Bank sitzen", sagte Trainer Roberto Mancini vor dem Vertragsabschluss. Der 29-Jährige wechsele bis zum Ende der laufenden Saison auf Leihbasis nach Italien, teilte Podolskis bisheriger Verein FC Arsenal. Zuvor waren die meisten Hürden für die Leihe des 29-Jährigen vom FC Arsenal nach Italien aus dem Weg geräumt worden. Italienischen Medien zufolge soll er einen Vertrag über sechs Monate unterschrieben haben.

Zu Beginn war für Podolski alles ganz schnell gegangen: Begeisterter Empfang durch die Fans in Mailand, Medizincheck, das erste Treffen mit Mancini. Doch dann bremste die Bürokratie den 121-maligen Nationalspieler aus, wegen einer fehlenden Bescheinigung konnte er am Wochenende noch nicht mit der Mannschaft trainieren. Mancini setzt trotzdem große Hoffnungen in seinen Neuzugang: "Podolski ist 29 Jahre alt und hat viel Erfahrung, er ist ein Spieler, der uns sehr weiterhelfen kann", lobte er.

"Hat genau das Richtige gemacht"

Für sechs Monate bis zum Saisonende soll der deutsche Weltmeister nach Italien ausgeliehen werden. Der frühere deutsche Bundestrainer Jürgen Klinsmann traut Podolski bei seinem neuen Klub eine wichtige Rolle zu. "Er macht aus wenigen Chancen seine Tore, ist abgebrüht, liest das Spiel voraus und kann sich dort schnell akklimatisieren", sagte der heutige US-Nationalcoach der "Bild"-Zeitung. Der 50-jährige Klinsmann hatte selbst von 1989 bis 1992 bei Inter Mailand gespielt.

Auch der ehemalige Inter-Profi Andreas Brehme, gemeinsam mit Klinsmann 1990 Weltmeister in Italien, hält den Wechsel für die richtige Entscheidung. "Meiner Meinung nach hat er genau das Richtige gemacht, diese Entscheidung zu treffen und etwas zu riskieren. Die Meisterschaft und das Land zu wechseln wird ihm gut tun", sagte der Fußball-Weltmeister von 1990 dem "Corriere dello Sport".

Inter setzt auf Podolski

Nach dem öffentlichen Zwist um eine vermeintlich zu geringe Fokussierung auf den Fußball schlug auch Lothar Matthäus versöhnliche Töne an. Für Podolski sei der Wechsel "eine große Möglichkeit bei einem namhaften Klub wieder regelmäßig zu spielen", sagte der Rekord-Nationalspieler. "Dies war bei Arsenal leider nicht der Fall. Somit ein wesentlicher Schritt für Lukas wieder auf die Einsatzzeiten zu kommen, die er braucht - ich wünsche ihm das notwendige Glück und viel Erfolg in Mailand."

Der italienische Traditionsklub, nach einer bislang enttäuschenden Saison nur Tabellenelfter in der Serie A, hofft mit Podolski noch einmal in den Kampf um die internationalen Plätze eingreifen zu können. Schon gegen Rekordmeister Juve will der Klub Punkte dafür einfahren. "Es wird eine harte und schwere Partie", sagte Mancini. "Um zu gewinnen, müssen wir ein wirklich perfektes Spiel zeigen." Neben Podolski will sich der Klub im Winter weiter verstärken und ist laut Medienberichten auch an Xherdan Shaqiri vom FC Bayern München interessiert. "Er ist ein junger Spieler, der sicherlich zu uns passen würde", lobte Mancini den Schweizer Nationalspieler.

Quelle: ntv.de, Miriam Schmidt, dpa