Fußball

Nach Häme über Inter-Wechsel Podolski verspottet "Greenkeeper" Matthäus

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Immer dabei: Das Smartphone von Fußball- und Twitter-Weltmeister Lukas Podolski.

(Foto: dpa)

Emotionale Verabschiedung aus London, triumphaler Empfang in Mailand und Weltmeister-Zoff mit Matthäus: Das Jahr 2015 beginnt aufregend für Fußball-Weltmeister Lukas Podolski. Offiziell ist sein Wechsel noch nicht, aber es gibt schon reichlich Trubel.

Lukas Podolski ohne Smartphone? Undenkbar! Selbst im dichtesten Gedränge seines triumphalen Empfangs in Mailand klammerte sich der Weltmeister an sein Handy. Bloß nichts verpassen, nicht das nächste Selfie, nicht die nächste Nachricht. Die Mitteilung, die Podolski nach seinem erfolgreichen Medizincheck bei Inter am Samstag bekam, gefiel ihm allerdings so gar nicht.

Via Twitter - wo sonst? - entfachte Podolski noch vor der offiziellen Bekanntgabe des Transfers einen öffentlichen ausgetragenen Zoff mit dem früheren Mailand-Star Lothar Matthäus. "Ich finde es schon sehr amüsant, dass ausgerechnet Matthäus mir Tipps gibt, wie ich mich verhalten soll", schrieb Podolski und garnierte seine Nachricht mit den hämischen Hashtags "Erfolgscoach" und "Greenkeeper".

Rekord-Nationalspieler Matthäus hatte Podolski am Samstag via Sky attackiert. "Er twittert mehr, als er spielt", sagte der ehemalige Weltfußballer: "Er sollte sich mehr auf Fußball konzentrieren." Im Express legte Matthäus am "Sonntag" nach. "Ich finde: Twitter ist sexy, aber er sollte mehr Fußball spielen als twittern. Durch seine Reaktion hat er das jetzt ja wieder bestätigt", sagte Matthäus: "Er ist nicht fokussiert. Dabei hat er jetzt eine große Aufgabe vor sich, für die ich ihm alles Gute wünsche."

Mit Inter in die Champions League

Die "große Aufgabe" heißt Inter Mailand, das in einer der größten sportlichen Krisen der vergangenen Jahre steckt. Tabellenplatz elf, 15 Punkte Rückstand auf die Champions-League-Plätze. In einer Liga, die durch "viele Skandale an Glanz verloren hat" (Matthäus), sind die ruhmreichen Lombarden nur noch Mittelmaß.

Podolski ist das offensichtlich egal, nach seiner Zeit zwischen Bank und Tribüne beim FC Arsenal will er einfach wieder spielen. "Ich bin glücklich, forza Inter", sagte Podolski am späten Freitagabend, ausgestattet mit einem Vereins-Schal, bei Sky Italia: "Mit so einem Empfang hätte ich nicht gerechnet. Ich habe schon mit Roberto Mancini (Inter-Trainer, d. Red.) gesprochen, er ist ein großartiger Trainer. Ich will dem Team helfen, ich hoffe auf eine gute Saison und die Qualifikation für die Champions League."

Quelle: ntv.de, cwo/sid