Fußball

Nach Freispruch für Man City Rummenigge attackiert die Uefa

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Rummenigge wirft der Uefa vor, nicht sorgfältig genug gearbeitet zu haben.

(Foto: Kevin Voigt/Jan Huebner/Pool)

Die Uefa sperrt Manchester City für zwei Jahre aus dem Europapokal aus, der internationale Sportgerichtshof kassiert das Urteil aber wieder: Dass der europäische Fußball-Verband zurückgepfiffen wird, kritisiert Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge. Er sieht aber auch den Grund der Sperre kritisch.

Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bewertet den Europapokal-Freispruch für Manchester City mit Trainer Pep Guardiola kritisch. Der für die Champions League zuständige Ausschuss des Europäischen Fußball-Verbandes Uefa habe "keine tolle Arbeit geleistet, so sieht es zumindest aus", befand er. "Alles, was ich aus verschiedenen Quellen gehört habe, war es vorab nicht gut organisiert." Allerdings freue er sich für City-Trainer und seinen "Freund Pep Guardiola, weil ich weiß, was es für ihn bedeutet, an der Champions League teilzunehmen", sagte Rummenigge.

Der Internationale Sportgerichtshof Cas hatte vor zwei Wochen eine Europapokal-Sperre von zwei Jahren für Man City durch die Uefa aufgehoben. Die Beweise seien unzureichend oder die Taten verjährt, begründete der Cas sein Urteil. Der Kontinentalverband hatte dem Topklub aus der englischen Premier League vorgeworfen, die Regeln des Financial Fair Plays gebrochen zu haben. City wies die Vorwürfe zurück.

Bayern könnte beim angepeilten Finalturnier der Champions League ab dem 12. August im Halbfinale auf die Engländer treffen. Vorher steht für die Münchner das Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea an, nach dem 3:0 im Hinspiel vor der Corona-Pause scheint das Weiterkommen aber so gut wie sicher. Im Viertelfinale treffen die Bayern auf den Sieger des Duells SSC Neapel/FC Barcelona.

Zugleich sprach sich Rummenigge für eine Nachjustierung der Finanzregeln aus. "Als wir das Financial Fairplay vor zehn Jahren eingeführt haben, hieß es, dass man nicht mehr Geld ausgeben darf, als man einnimmt. Das sollte man wieder mehr in den Mittelpunkt rücken. Deswegen müssen wir das Financial Fairplay etwas modifizieren", sagte er. "Wir müssen eine veränderte Regel finden, die von allen akzeptiert wird. Das betrifft die Spieler, Agenten und auch die Vereine. Denn das Financial Fairplay wird am Ende allen nutzen."

Quelle: ntv.de, tsi/dpa