Fußball

Neue Spielfreude beim FCB Scholl stichelt gegen Guardiola

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Mehmet Scholl glaubt, dass die Bayern unter Ancelotti wieder befreiter aufspielen können.

(Foto: imago/Ulmer)

Die Bayern legen gegen Werder einen Traumstart hin. TV-Experte Mehmet Scholl erklärt den Unterschied zwischen dem neuen Trainer Carlo Ancelotti und Vorgänger Pep Guardiola - und leistet sich dabei eine kleine Spitze gegen den Spanier.

Der Auftakt der 54. Saison der Fußball-Bundesliga hat Lust auf mehr gemacht - zumindest beim FC Bayern. Der deutsche Meister brannte beim 6:0 gegen Werder Bremen ein regelrechtes Offensiv-Feuerwerk ab.  

Für Ex-Bayern-Star Mehmet Scholl ist der Grund für die Spielfreude der Münchner der neue Trainer Carlo Ancelotti. Dieser habe dem Team mehr Freiräume gelassen – im Gegensatz zu Ex-Coach Pep Guardiola, der die Spieler in ein starres, taktisches Konzept presste. "Die Bayern haben Spaß, Ancelotti hat sie freigelassen. Sie haben die Pep-Ketten abgestreift", stichelte der ARD-Experte in Richtung Guardiola.

Auch Kommentator Steffen Simon ließ sich zu einem Kommentar in Richtung Guardiola hinreißen. "Ein Feuerwerk, wie wir es unter Guardiola nie gesehen haben", sagte Simon im Laufe der ersten Halbzeit. Dieses Guardiola-Bashing kam im Netz allerdings weniger gut an. "Simon hält die Ancelotti-Bayern nach knapp einer Hälfte für besser als alles in drei Jahren Guardiola. Kannste dir nicht ausdenken", schreibt ein Twitter-User.

"Lieber Herr Simon, mit dem pausenlosen Guardiola Bashing disqualifizieren sie sich gerade selber", ergänzt ein anderer. Ein Dritter schreibt: "Pep Guardiola hat den FC Bayern richtig nach vorne gebracht. Das schafft auch ein Steffen Simon nicht klein zu reden".

Neuer: Ancelotti gibt uns Vertrauen

Nie zuvor gab es einen höheren Sieg am 1. Spieltag. "Das war ein guter Start. Ich bin glücklich", sagte Ancelotti nach seiner gelungenen Bundesligapremiere.

Mit einem schon erkennbar modifizierten Spielstil traten die Bayern gleich wieder so dominant auf, wie sie das in den vergangenen vier Meisterjahren unter Pep Guardiola und davor auch Jupp Heynckes getan hatten. Ancelotti ließ seine Weltklassespieler los, gewährte ihnen individuelle Freiheiten auf dem Platz, beschleunigte das Offensivspiel mit Vertikalpässen.

Den Stilwandel von Guardiola zu Ancelotti beschrieb am besten Towart Manuel Neuer: "Pep war ein Trainer, der immer versucht hat einzuwirken, der immer an der Seitenlinie stand und versucht hat zu helfen. Unser neuer Trainer versucht, mit einer ruhigen Art uns einfach sein Vertrauen zu geben, Entscheidungen selbst auf dem Platz zu treffen."

Quelle: n-tv.de, dsi

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