Fußball

Mauertaktik im CL-Halbfinale? Schürrle schwört auf den FC Chelsea

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"Wer sagt, wir könnten nicht Fußball spielen, obwohl wir gewinnen, ist einfach neidisch": André Schürrle.

(Foto: imago/BPI)

Der deutsche Nationalspieler André Schürrle ist überzeugt, dass sein FC Chelsea gegen Atlético Madrid ins Champions-League-Finale einzieht. Ob Trainer Mourinho erneut auf seine Mauertaktik setzt, ist Schürrle egal. "Gewinnen ist das Wichtigste", sagt er.

Chelsea - Atlético, 20.45 Uhr

FC Chelsea: Schwarzer - Ivanovic, Cahill, Terry, Azpilicueta - Ramires, David Luiz - Schürrle, Oscar, Hazard - Eto'o. - Trainer: Mourinho
Atlético Madrid: Courtois - Juanfran, Miranda, Godin, Filipe - Diego, Tiago, Mario Suarez, Koke - Raul Garcia, Diego Costa. - Trainer: Simeone
Schiedsrichter: Rizzoli (Italien)

Der Zweck heiligt die Fußballmittel beim FC Chelsea - erst recht, wenn es um Titel geht, sagt André Schürrle. Nach dem Ausscheiden des FC Bayern gegen Real Madrid ist er, sehen wir mal von Madrids Sami Khedira ab, der letzte deutsche Nationalspieler in der Champions League. Kühl verteidigt er vor dem Halbfinal-Rückspiel in der gegen Atlético Madrid die Defensivtaktik seines Trainer José Mourinho. "Wer sagt, wir könnten nicht Fußball spielen, obwohl wir gewinnen, ist einfach neidisch."

Ob Mourinho heute an der Stamford Bridge (ab 20.45 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) wie beim 0:0 in Madrid oder dem 2:0 bei Premier-League-Spitzenreiter FC Liverpool erneut mit allen Mann hinten dicht macht oder nicht, ist Schürrle völlig egal. "Gewinnen ist das Wichtigste. Du kannst perfekten Fußball spielen, viele Pässe - und verlierst trotzdem. Aber das will keiner." Der 23 Jahre alte Offensivspieler hat sogar Spaß daran gefunden, zu verteidigen. Dass heute unbedingt ein Tor her muss, um den Finaleinzug vor einem Elfmeterschießen zu schaffen, bereitet dem Profi keine Kopfschmerzen. "In einem Spiel gibt es immer Gelegenheit für die Offensive. Wir beherrschen beide Arten und können auch das Spiel machen und Tore erzielen. Wir hoffen, dass wir auch Atlético vor Probleme stellen können, wenn sie nur verteidigen wollen."

"Jeder von uns glaubt daran"

Der Sieg in Liverpool hat nicht nur den Titelkampf in der Premier League wieder spannend gemacht, sondern den Blues auch viel Selbstvertrauen für die Aufgabe gegen Madrid geliefert. Während Chelsea in der Liga auf einen Ausrutscher von Liverpool oder Manchester City hoffen muss, hat der Club in der Königsklasse alles selbst in der Hand. "Wir brauchen eine gute Balance. Kompakt in der Defensive, aber sehr gut, wenn wir den Ball bekommen", sagt Schürrle und rechnet fest mit dem Weiterkommen. Möglicherweise kann Mourinho wieder auf John Terry zurückgreifen. Der Trainer stellte in Aussicht, dass der Kapitän nach seiner Knöchelverletzung aus dem Hinspiel zurückkehren könnte. Terry trainierte am Dienstag mit - und überraschend auch Torhüter Petr Cech, der sich in Madrid die Schulter ausgekugelt hatte. Bei Atlético wird nur der gesperrte Gabi fehlen. "Ich bin sicher, dass wir ins Endspiel einziehen werden. Wir wissen, dass es schwer werden wird, aber wir sind für große Aufgaben gerüstet", sagte der Kapitän dennoch.

Der angeblich von Chelsea umworbene Stürmerstar Diego Costa erwartet in London eine andere Partie. "Ich glaube, Chelsea wird vor eigenem Publikum mehr aus der Defensive herauskommen müssen. Wenn sie das nicht tun, werden wir einen Weg suchen, die Festung zu knacken." Zu den Gerüchten über einen angeblichen Wechsel sagte der Torjäger: "Das verstehe ich überhaupt nicht. Ich bin sehr glücklich und zufrieden bei Atlético." Der Tabellenführer der spanischen Liga machte am Sonntag mit dem 1:0 beim FC Valencia einen großen Schritt in Richtung Meisterschaft. Die Rot-Weißen müssen nur noch zwei der ausstehenden drei Spiele gewinnen, um den ersten Meistertitel seit 1996 zu feiern. Zuvor jedoch geht es für das Team von Coach Diego Simeone um den Final-Trip der Champions League am 24. Mai nach Lissabon. Dorthin will Schürrle mit Chelsea natürlich auch: "Jeder von uns glaubt daran, dass wir die Champions League gewinnen können."

Quelle: ntv.de, Marc Schäfer, dpa

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