Fußball

KSC mischt Aufstiegskampf auf St. Pauli gewinnt wildes Zweitliga-Spektakel

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Der Ball zappelte durchaus häufig im Netz beim Spiel zwischen Heidenheim und St. Pauli.

(Foto: imago images/Eibner)

Der Karlsruher SC darf nach sportlich äußert zähen Jahren von einer Rückkehr in die Fußball-Bundesliga träumen. Beim VfL Bochum feiert die Mannschaft einen durchaus überraschenden, aber verdienten Sieg. Richtig unangenehm wird derweil die Situation für den 1. FC Nürnberg.

VfL Bochum - Karlsruher SC 1:2 (0:1)

Der VfL Bochum hat im Rennen um den Bundesliga-Aufstieg nach erfolgreichen Wochen die nächsten Big Points verpasst und einen empfindlichen Rückschlag hinnehmen müssen. Das Team von Trainer Thomas Reis musste sich mit 1:2 (0:1) gegen den formstarken Karlsruher SC geschlagen geben. Es war die erste Pleite nach sieben Pflichtspielen hintereinander ohne Niederlage. Der Rückstand des Tabellenzweiten auf den Spitzenreiter Hamburger SV wuchs nach dem 19. Spieltag auf vier Punkte an. Anthony Losilla sorgte nach einem Abpraller für den Ausgleich der Bochumer (55.), die früh nach einer Ecke in Rückstand geraten waren. Robin Bormuth kam dabei frei zum Kopf und platzierte den Ball an VfL-Torhüter Manuel Riemann vorbei unten ins Eck (14.). Jerome Gondorf (84.) besiegelte die VfL-Pleite.

Die Gastgeber agierten im ersten Durchgang nicht zielstrebig genug. Etliche gute Angriffssituationen und acht Ecken verpufften. Schon in den Anfangsminuten hätten der zu überhastet agierende Gerrit Holtmann und Armel Bella Kotchap für die Führung sorgen können. Besser machten es die effizienten Gäste, die sich zunächst durch Philip Heise und Marvin Wanitzek (8.) annäherten und dann zuschlugen. Marc Lorenz (23.) hatte bei einem Pfostentreffer Pech. Nach dem Ausgleich von Losilla wollte Bochum mehr, tat sich aber wie die Badener lange schwer, klare Torchancen herauszuarbeiten. In der Schlussphase war es ein offenes Spiel. Bochum vergab den möglichen Siegtreffer (beim Stand von 1:1) durch Milos Pantovic.

1. FC Heidenheim - FC St. Pauli 3:4 (1:2)

Ausgerechnet Kellerkind FC St. Pauli hat die schier endlose Heimserie des 1. FC Heidenheim beendet. Das Team von Trainer Timo Schultz fügte dem FCH mit einem verdienten 4:3 (2:1) die erste Heimniederlage seit 483 Tagen und insgesamt 21 Ligaspielen zu und bestätigte damit seinen Aufwärtstrend der vergangenen Wochen. Guido Burgstaller (3.) mit seinem vierten Treffer in den letzten vier Spielen sowie Daniel-Kofi Kyereh (30.), Finn Ole Becker (72.) und Rodrigo Zalazar (87.) schossen die Hamburger auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Tim Kleindienst (15., 77.), den der FCH erst am Samstag auf Leihbasis von KAA Gent zurückholt hatte, und Christian Kühlwetter (48.) gelang dreimal der zwischenzeitliche Ausgleich. Für Heidenheim scheint nach der siebten Saisonpleite der Zug im Aufstiegsrennen schon abgefahren zu sein.

St. Pauli startete überraschend offensiv, die Führung hätte nach dominanten ersten 15 Minuten höher ausfallen können. Mit dem Kopfballtreffer von Kleindienst aus dem Nichts fingen sich die Heidenheimer, es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Kyereh besorgte mit einem frechen Freistoß unter der Mauer hindurch die erneute Gästeführung, doch Kühlwetter antwortete per Lupfer. Beide Teams spielten in der Schlussphase voll auf Sieg und mit offenem Visier.

SV Sandhausen - 1. FC Nürnberg

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Die Krise des Traditionsklubs 1. FC Nürnberg hat sich durch die vierte Niederlage in Folge massiv verschärft. Der "Club" unterlag im Kellerduell beim SV Sandhausen mit 0:2 (0:1) und steckt als Tabellen-14. mittendrin im Abstiegskampf. Der Vorsprung auf Sandhausen auf dem Relegationsrang beträgt nur noch zwei Punkte. Nils Röseler (43.) brachte die Gastgeber in Führung, Daniel Keita-Ruel (90.+1) sorgte für die Entscheidung. Nürnberg wartet mittlerweile seit sechs Partien auf einen Sieg. Sandhausen sendete nach nur einem Punkt aus den vergangenen drei Begegnungen ein Lebenszeichen im Kampf um den Klassenerhalt. Viele Nickligkeiten bestimmten die Partie, spielerische Akzente blieben wie erwartet Mangelware. Die erste Möglichkeit von Patrick Schmidt per Kopf klärte Nürnbergs Tim Handwerker auf der Linie (3.).

Kevin Behrens' Flachschuss hielt FCN-Keeper Christian Mathenia (29.). Röseler stand dann nach einer verunglückten Faustabwehr von Mathenia nach einer Ecke goldrichtig und schob kurz vor der Pause überlegt ein. Nürnberg probierte es in der zweiten Halbzeit erfolglos mit langen Bällen gegen den tief stehenden SVS. Die lange Mängelliste des FCN wurde mit weiterem Spielverlauf immer offensichtlicher. Manuel Schäffler hatte zudem mit einem Lattentreffer Pech (75.)

Quelle: ntv.de, tno/dpa/sid

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