Fußball

Vereins-Zukunft infrage gestellt Süle kassiert Rüffel vom Bayern-Boss

2c277c542b172280ba618dbac53b3eae.jpg

Fragwürdiges Abwehrverhalten.

(Foto: Jan Huebner/Pool)

Jahrelang Leistungsträger in der Innenverteidigung und nun nicht mehr erste Wahl: Für Niklas Süle stehen die Zeichen beim FC Bayern auf Abschied. Trainer Hansi Flick setzt lieber auf andere, auch Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge stellt nun eine Münchner Zukunft des 25-Jährigen öffentlich infrage.

Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat Nationalspieler Niklas Süle nach der 1:2-Niederlage des deutschen Fußball-Rekordmeisters bei Verfolger Eintracht Frankfurt kritisiert und ein klares Bekenntnis zu dessen Zukunft im Verein vermieden. "Er hat im Sommer noch ein Jahr Vertrag. Es werden Gespräche geführt und dann wird man sehen, zu welchen Ergebnissen die führen", sagte Rummenigge im ZDF-Sportstudio.

Man müsse abwarten, man werde sich das Ganze bis zum Sommer "seriös und in Ruhe anschauen", so Rummenigge, "und dann werden wir eine Entscheidung fällen müssen." Der 65-Jährige machte aber deutlich, dass sich Süle für den Fall einer Weiterverpflichtung wohl auf gekürzte Bezüge einstellen müsse. "Wir haben auch finanziell nicht mehr die Masse zur Verfügung, die wir vor Corona hatten", sagte Rummenigge, der auf die Frage, ob er sicher sei, dass Süle bleibe, antwortete: "Ich weiß nicht, wie die Gespräche laufen. Wenn wir eine Lösung finden, sind wir grundsätzlich gerne bereit, den Vertrag zu verlängern. Das wird aber nur zu gewissen Konditionen möglich sein."

Nach dem Rückschlag in Frankfurt kritisierte Rummenigge unter anderem Süles Abwehrverhalten beim zweiten Gegentreffer durch Amin Younes. "Das sind Fehler, die nicht passieren dürfen", sagte Rummenigge. Younes hatte Süle an der Strafraumgrenze versetzt und den Ball mit einem herrlichen Schuss an Manuel Neuer vorbei ins Netz gedroschen. Zumindest für den Torschützen hatte Rummenigge lobende Worte übrig: "Der hat das toll gemacht, er hat wahrscheinlich gegen Manuel den Schuss seines Lebens abgefeuert."

Der 25 Jahre alte Innenverteidiger Süle war im Sommer 2017 von der TSG 1899 Hoffenheim zu den Bayern gewechselt. In dieser Saison ist er unter Trainer Hansi Flick nicht mehr erste Wahl. Wohl auch, weil ihn zahlreiche Verletzungen zurückwarfen. Als Ersatz für den am Ende der Spielzeit scheidenden Abwehrchef David Alaba haben die Münchner bereits Dayot Upamecano von RB Leipzig verpflichtet.

Quelle: ntv.de, ara/dpa