Fußball

Spielverlegung gefordert Teams verweigern WM-Playoffs in Russland

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Bloß nicht nach Russland, das fordern Polen und Schweden.

(Foto: imago images/East News)

Der Weg zur umstrittenen Fußball-Weltmeisterschaft in Katar führt Polen über Russland. In den Playoffs müssen Robert Lewandowski und Co. beim östlichen Nachbarn antreten. Das droht auch Schweden und Tschechien. Alle drei wehren sich nun dagegen und fordern FIFA und UEFA zum Handeln auf.

Die Fußballverbände aus Polen, Schweden und Tschechien haben ihre Weigerung zur Austragung der WM-Playoffs Ende März in Russland angekündigt. "Die Unterzeichner dieses Appells ziehen es nicht in Betracht, nach Russland zu reisen und dort Fußballspiele zu spielen", steht in einem Brief an die Generalsekretärin des Weltverbands FIFA, Fatma Samoura, den der polnische Verband bei Twitter veröffentlichte.

Die "militärische Eskalation" habe schwerwiegende Auswirkungen auf die Sicherheit der Teams und Betreuer. "Aufgrund der alarmierenden Situation im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine (....) sollten die Spiele nicht auf russischem Boden ausgetragen werden."

In den europäischen Playoffs zur WM-Endrunde in Katar (21. November bis 18. Dezember) werden Ende März drei Tickets vergeben. In einem Halbfinal-Weg soll Polen mit Bundsliga-Starstürmer Robert Lewandowski am 24. März in Russland antreten. Kämen die Russen in das Finale, wären dort am 29. März Schweden oder Tschechien der Gegner. Sie hätten dann erneut Heimrecht. Die Ukraine spielt in ihrem Halbfinale am 24. März in Schottland.

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Die drei Verbände forderten die FIFA und die Europäische Fußball-Union UEFA auf, "sofort zu reagieren" und Alternativen für die Spiele auf russischem Boden vorzuschlagen. Das FIFA-Council tagt am heutigen Donnerstag, am Freitag berät das UEFA-Exekutivkomitee über die Folgen der Invasion Russlands in die Ukraine.

Bereits sicher ist, dass die UEFA der russischen Metropole St. Petersburg das Finale der Champions League entziehen wird. Offiziell teilte die UEFA mit, ihre Führung komme zu einer Sondersitzung zusammen, "um die Situation zu bewerten und alle notwendigen Entscheidungen zu treffen". Am Nachmittag erklärte die UEFA dann, sie verurteile "die Militärinvasion entschieden" und teile "die Sorge der internationalen Gemeinschaft um die Sicherheitslage in Europa".

Quelle: ntv.de, ara/dpa/sid

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