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Auf zu neuen Ufern: Thilo Kehrer.
Auf zu neuen Ufern: Thilo Kehrer.(Foto: imago/DeFodi)
Sonntag, 12. August 2018

Was wird aus Boateng?: Tuchel lotst Schalkes Kehrer nach Paris

Für überlieferte 37 Millionen Euro wechselt der junge Fußballprofi Thilo Kehrer den Arbeitgeber. Er verlässt den FC Schalke 04 und kickt demnächst für Paris St. Germain. Bleibt die Frage, was nun aus Innenverteidiger Jérôme Boateng vom FC Bayern wird.

Der deutsche U21-Europameister Thilo Kehrer wechselt vom Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 zum Paris St. Germain mit Trainer Thomas Tuchel. Das gab Sportvorstand Christian Heidel bekannt. Laut "Bild"-Zeitung zahlt der französische Meister 37 Millionen Euro. Kehrer, 21 Jahre alt, spielte seit 2012 für die Gelsenkirchener. In der vergangenen Saison kam er in 33 Partien zum Einsatz. Sein Vertrag lief ursprünglich bis 2019.

"Die wirtschaftliche Dimension, sprich die Ablösesumme für einen Spieler, dessen Vertrag bei uns im nächsten Jahr ausgelaufen wäre, haben uns dazu bewegt, diesen Wechsel zu befürworten", sagte Heidel. "Thilo Kehrer hat sich in dieser Zeit absolut korrekt und überaus loyal gegenüber dem Verein verhalten." Man habe "bereits seit einigen Wochen grundsätzliche Einigkeit mit Thilo über eine Verlängerung seines Vertrags erzielt". Ohne ein Angebot dieser Dimension, "hätte Thilo ganz sicher verlängert. Ebenso hätte er verlängert, wenn wir dieses Angebot abgelehnt hätten - oder würde es tun, wenn jetzt wider Erwarten noch etwas dazwischen kommen würde", sagte der S04-Sportvorstand.

Kehrer wird wie Ex-Schalke-Profi Max Meyer von Roger Wittmann beraten. Meyer, ebenfalls U21-Europameister, hatte am Ende der vergangenen Saison keinen neuen Vertrag mehr erhalten. Er spielt jetzt für Crystal Palace in der englischen Premier League. Zwischen dem Spieler und der Schalker Führung war es zu Dissonanzen gekommen, Meyer warf S04 "Mobbing" vor. Paris fahndete seit geraumer Zeit nach einem Innenverteidiger. Zuletzt wurde Weltmeister Jérôme Boateng vom FC Bayern mit einem Wechsel an die Seine in Verbindung gebracht. Ob dieser Transfer durch den Kehrers Wechsel damit nun vom Tisch ist, ist unklar.

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Quelle: n-tv.de