Fußball

Teurer Ausflug nach Ungarn Uefa lässt RB für Corona-Regeln heftig büßen

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Jürgen Klopp und Julian Nagelsmann treffen sich bald wieder in Budapest.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wäre RB Leipzig zum Champions-League-Spiel nach Liverpool gereist, hätte sich der komplette Tross nach der Rückkehr in eine zweiwöchige Quarantäne begeben müssen. Um das zu verhindern, wird das Geisterspiel nach Ungarn verlegt. Und das wird für die schuldlosen Leipziger mächtig teuer.

RB Leipzig muss für die Verlegung seines Achtelfinal-Rückspiels in der Champions League gegen den FC Liverpool eine Strafe in Millionenhöhe zahlen. Weil Liverpool sein Heimspiel am Mittwoch (21 Uhr/Sky) aufgrund von deutschen Reisebeschränkungen in Budapest austragen muss, erhalten die Briten von Leipzig eine Entschädigung von zehn Prozent des Startgeldes. Das geht aus dem Anhang K der Regularien der Europäischen Fußball-Union (UEFA) hervor. Zuerst hatte die "Bild" darüber berichtet.

Das genaue Startgeld ist von der UEFA noch nicht kommuniziert worden. Da es in der vergangenen Saison 15,25 Millionen Euro waren, ist davon auszugehen, dass RB mindestens 1,525 Millionen zahlen muss. Das Geld wird bei der Überweisung der Gesamtprämien einbehalten und an Liverpool gezahlt. Zudem müssen sich die Sachsen zur Hälfte an den Kosten zur Austragung des Spiels in der ungarischen Hauptstadt beteiligen. Bereits im Hinspiel hatte RB laut "Bild" Mehrkosten in Höhe von 300.000 Euro stemmen müssen.

Weil Großbritannien zu den besonders von einer Coronavirus-Mutation gefährdeten Gebieten gehört, müsste die Leipziger Mannschaft bei ihrer Rückkehr aus Liverpool in Quarantäne. Um dies zu verhindern, hatte die UEFA den englischen Meister bereits frühzeitig um eine Verlegung gebeten.

Schon das Hinspiel am 16. Februar musste in Budapest ausgetragen werden. Wegen der Corona-Beschränkungen hatte die Bundespolizei einen Antrag auf eine Sondergenehmigung für die Einreise des englischen Fußball-Meisters abgelehnt. Eine Ausnahme für Profisportler, die in einer Blase mit strengen Hygieneregeln agieren, hatten die deutschen Behörden abgelehnt.

Jürgen Klopp hatte bekundet, die Entscheidung akzeptieren zu wollen, wies jedoch auf die Sicherheitsstandards bei Liverpool hin, die seiner Ansicht nach eine Ausnahme rechtfertigen würden. "Vielleicht ist es gut für Deutsche, die nicht im Thema sind: Wir sind nicht infiziert, wir haben die gleichen Probleme wie ihr", sagte der Trainer des FC Liverpool: "Ja, es gibt eine neue Art des Virus, aber wir sind in einer Blase und könnten in Leipzig spielen, ohne das Virus zu verbreiten." Es nutzte nichts.

Quelle: ntv.de, ter/dpa

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