Fußball

Auch München auf dem Prüfstand Uefa will ihre große EM-Lösung absichern

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Ob München 2021 die deutsche Nationalmannschaft zur EM empfängt, steht derzeit auf dem Prüfstand.

(Foto: imago/Moritz Müller)

Ihre Europameisterschaft hat die Uefa zwar verlegt, an der großen paneuropäischen Idee des Turniers will der Verband aber festhalten. Dafür müssen aber auch alle Ausrichterstädte mitziehen. Es gibt offenbar schon Alternativszenarien.

Nach der Verschiebung der Fußball-EM wegen der Coronavirus-Pandemie prüft die Uefa, ob das Turnier auch 2021 wie geplant in einem Dutzend Ländern stattfinden wird. "Die Uefa steht in dieser Angelegenheit mit allen zwölf Austragungsorten in Kontakt und weitere Ankündigungen werden zu gegebener Zeit erfolgen", hieß es vom Kontinentalverband auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. "Die Uefa Euro 2020 soll zwischen dem 11. Juni und dem 11. Juli 2021 stattfinden, mit der Absicht, den gleichen Spielplan und die gleichen Austragungsorte zu haben", teilte der Verband mit. Zuletzt hatte der deutsche EM-Botschafter Philipp Lahm bestätigt, dass auch der Spielort München auf dem Prüfstand stünde.

Von allen zwölf Städten der paneuropäischen EM "muss jetzt erst mal die erneute Zusage kommen, dass sie weiter Spielort sein wollen", meinte Lahm. "Falls eine Stadt nicht mehr dabei sein kann oder will, müsste sie das zeitnah mitteilen." Die Uefa spiele gerade "viele Szenarien" durch, sagte der deutsche Ehrenspielführer der "Welt am Sonntag". "Der Plan ist, die gleichen Veranstaltungsorte, die gleichen Städte, die gleichen Stadien zu haben", hatte Uefa-Präsident Aleksander Ceferin nach der Verschiebung des Turniers der Nachrichtenagentur AP gesagt. "Wenn etwas kompliziert wird, dann können wir es auch mit elf, neun oder weniger Stadien machen. Aber der Plan ist, dass alles gleich bleibt."

Die Uefa hatte auch auf Wunsch der nationalen Ligen die EM um ein Jahr verlegt. Zur Feier des 60. Jahrestags der ersten Turnierauflage 1960 sollte das Turnier als Pan-Europa-Event in zwölf Ländern stattfinden. Neben München sind Rom, Baku, St. Petersburg, Kopenhagen, London, Glasgow, Amsterdam, Bukarest, Bilbao, Dublin und Budapest als Gastgeber vorgesehen.

Möglicherweise können manche Spielorte durch die Corona-Folgen ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. In der Allianz Arena in München soll neben den deutschen Gruppenspielen gegen Frankreich, Portugal und einen Playoff-Sieger noch ein Viertelfinale stattfinden. Nochmals verschoben wurden von der Uefa die noch ausstehenden Playoff-Runden um die vier noch vakanten Startplätze. Diese ursprünglich für März geplanten Partien werden nun frühestens im September gespielt werden.

Quelle: ntv.de, ter/dpa