Fußball

Karlsruhe feiert Derby-Coup VfB Stuttgart leidet im Aufstiegskampf

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Änis Ben-Hatira (r.) und seine Karlsruher entnervten den VfB Stuttgart und Gonzalo Castro im Derby.

(Foto: imago images/Sportfoto Rudel)

Ob der Sieg verdient ist, diese Frage stellt sich der Karlsruher SC nicht. Der Erfolg im Derby gegen den VfB Stuttgart ist lebenswichtig im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga. Die Schwaben müssen derweil weiter um die Rückkehr in Liga eins zittern. Einen großen Schritt zum Klassenerhalt macht der FC St. Pauli.

Karlsruher SC - VfB Stuttgart 2:1 (1:1)

Der VfB Stuttgart hat im engen Rennen um den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga erneut einen harten Rückschlag hinnehmen müssen. Der VfB verlor das brisante Derby beim abstiegsbedrohten Karlsruher SC trotz deutlicher Überlegenheit mit 1:2 (1:1) und fiel auf den Relegationsplatz zurück. Der Vorsprung auf den Tabellenvierten Heidenheim beträgt nur noch ein mageres Pünktchen. Marvin Wanitzek brachte den KSC in der 6. Minute in Führung. Nicolas Gonzalez glich für das Team von Pellegrino Matarazzo per Foulelfmeter aus (35.). Lukas Fröde (72.) sicherte für den KSC den ersten Derby-Sieg seit knapp 13 Jahren. Gegen Sandhausen am Mittwoch steht der VfB nun noch mehr unter Druck.

Der VfB, der schon letzte Woche beim 0:0 gegen Osnabrück enttäuscht hatte, unterstrich einmal mehr seine Auswärtsschwäche (16 Spiele nur vier Siege). Der KSC, der am Mittwoch gegen Regensburg spielt, verließ erstmals seit Ende Januar die Abstiegsplätze. Der VfB hatte den besseren Start, doch Hamadi Al Ghaddioui scheiterte an KSC-Keeper Benjamin Uphoff (5.). Ein Fehlpass von Marcin Kaminski leitete den Rückstand durch Wanitzek, der vier Jahre beim VfB gespielt hat, ein. Der VfB hatte in der Folge deutlich mehr Ballbesitz, konnte gegen die robusten Karlsruher aber kaum Chancen herausspielen. Erst ein Strafstoß - Manuel Stiefler foulte Silas Wamangituka - brachte den verdienten Ausgleich. Auch nach dem Wechsel blieben die Stuttgarter überlegen, es fehlte aber die Durchschlagskraft.

FC St. Pauli - Erzgebirge Aue 2:1 (2:0)

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Henk Veerman, ein glücklicher Torschütze.

(Foto: xim.gs)

Der FC St. Pauli hat im Kampf um den Klassenerhalt einen großen Schritt nach vorne gemacht. Nach vier sieglosen Spielen setzten sich die Hamburger gegen Erzgebirge Aue mit 2:1 (2:0) durch und festigten den 13. Tabellenplatz. Die Gäste bleiben nach dieser Niederlage das auswärtsschwächste Team der Liga. Dimitrios Diamantakos brachte die Hanseaten in der 22. Minute nach Vorarbeit von Sebastian Ohlsson zu diesem Zeitpunkt überraschend in Führung. Durch einen Treffer von Henk Veerman (41.) konnten die Norddeutschen ihre Führung ausbauen. Eine Vorentscheidung verpasste Diamantakos (45.+2), als er mit einem schwach geschossenen Foulelfmeter an Aues Torhüter Martin Männel scheiterte. Für die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster reichte es nach dem Seitenwechsel nur noch zum Anschlusstreffer, den der ehemalige St.-Paulianer Sören Gonther in der 74. Minute per Kopfball erzielte.

SV Darmstadt 98 - Hannover 96 3:2 (1:0)

Darmstadt 98 hat seine Mini-Minimalchance auf die Rückkehr in die Bundesliga gewahrt. Die Lilien gewannen am 31. Spieltag der 2. Liga glücklich mit 3:2 (1:0) gegen Hannover 96. Serdar Dursun (24.), Fabian Schnellhardt (62.) und Marcel Franke per Eigentor (90.) waren für Darmstadt erfolgreich. Edgar Prib (47.) und Marvin Ducksch (58.) trafen für die über weite Strecken besseren Gäste, die zuletzt vor 28 Jahren gegen die Hessen gewonnen haben. Der bislang letzte Sieg der Niedersachsen in Darmstadt liegt sogar bereits 36 Jahre zurück. Unter der Woche hatte es bei den Niedersachsen Ärger wegen des Verstoßes von fünf Profis gegen die Corona-Verordnungen gegeben. Felipe, Josip Elez, Miiko Albornoz, Sebastian Soto und Simon Stehle wurden deshalb mit einer Geldstrafe belegt, alle fünf flogen zudem aus dem Kader.

Beim Geisterspiel am Böllenfalltor gab es zunächst kaum Höhepunkte zu sehen. Das änderte sich durch das 14. Saisontor von Dursun, der gegen seinen Ex-Klub traf. Nach dem Treffer drängte Hannover auf den Ausgleich. Wie schon vor der Führung agierte Darmstadt zu passiv. Die Mannschaft des scheidenden Trainers Dimitrios Grammozis, der zur kommenden Saison durch Markus Anfang ersetzt wird, ging dennoch mit einem Vorsprung in die Pause. Nach dem Seitenwechsel hielt die Führung nicht lang. Prib erzielte sein fünftes Saisontor für das Team von Coach Kenan Kocak. Ducksch traf kurz darauf zum elften Mal in dieser Spielzeit. Postwendend sorgte Schnellhardt mit seinem zweiten Saisontor wieder für ein offenes Spiel.

Quelle: ntv.de