Fußball

Regensburg schiebt sich vor VfB siegt und sieht Rot nach Brutalo-Foul

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Der VfB Stuttgart und Pascal Stenzel gewannen das brisante Derby gegen den Karlsruher SC am Ende deutlich.

(Foto: imago images/Jan Huebner)

Der VfB Stuttgart hält in der 2. Fußball-Bundesliga Anschluss an das Spitzenduo Hamburger SV und Arminia Bielefeld. Gegen den Karlsruher SC hat der Absteiger zunächst Glück, spielt dann souverän und sieht am Ende Rot. Nürnberg verpasst derweil einen Befreiungsschlag.

VfB Stuttgart - Karlsruher SC 3:0 (0:0)

Tim Walter hat seinen Worten Taten folgen lassen. Nachdem der Trainer des VfB Stuttgart im Vorfeld des brisanten Derbys gegen Aufsteiger Karlsruher SC einen Sieg ohne Gegentor versprochen hatte, gewann er mit dem Bundesligaabsteiger 3:0 (0:0) gegen seinen ehemaligen Klub. Durch seinen achten Saisonsieg verdrängte der VfB am 14. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga Erzgebirge Aue wieder von Relegationsplatz drei. Der KSC ging nach zuvor neun Pflichtspielen in Folge ohne Niederlage erstmals wieder leer aus. Vor 57.483 Zuschauern in der ausverkaufen Mercedes-Benz Arena merkte man dem VfB nach den letzten Rückschlägen die Verunsicherung an. Bis auf einen Pfostenschuss von Nicolas Gonzalez (36.) sprang aus den Angriffsbemühungen vor der Pause nicht viel heraus. Für den KSC traf Manuel Stiefler (48.), nach schwerem Patzer von Marc Oliver Kempf kurz nach der Pause nur den Innenpfosten. Zwölf Minuten später gelang Philipp Förster die erlösende Führung für den Aufstiegsaspiranten, der durch Orel Mangala (75.) nachlegte. In der Schlussphase (87.) sah Kapitän Kempf wegen groben Foulspiels Rot. Er sprang mit beiden Beinen voran in seinen Gegenspielern. In Unterzahl sorgte Hamadi Al Ghaddioui (90.3) für den Endstand.

SpVgg Greuther Fürth - 1. FC Nürnberg 0:0

Jens Keller hat im 265. Franken-Derby ein durchwachsenes Debüt als Trainer des 1. FC Nürnberg erlebt. Der "Club" kam im Derby bei der SpVgg Greuther Fürth nicht über ein 0:0  hinaus. Die Nürnberger haben damit von ihren vergangenen elf Pflichtspielen nur eines gewonnen und bleiben im unteren Drittel. Die Fürther Hausherren sind nach einem erst in der Schlussphase hitzigen Spiel weiter unter den Top sieben. Vor 15.000 Zuschauern im ausverkauften Fürther Stadion waren beide Mannschaften in der Offensive über weite Strecken extrem harmlos. Der eingewechselte Iuri Medeiros (90.) vergab kurz vor Schluss die große Chance zum Auswärtssieg der Nürnberger.

SSV Jahn Regensburg - 1. FC Heidenheim 3:1 (1:0)

Der SSV Jahn Regensburg hat den Vormarsch des 1. FC Heidenheim gestoppt. Die Oberpfälzer gewannen zu Hause mit 3:1 (1:0) und zogen in der Tabelle an den Heidenheimern vorbei. Vor 11.762 Zuschauern sorgten Tim Knipping an seinem 27. Geburtstag (45.+1), Andreas Albers (74.) und Jann George (85.) für die Regensburger Tore. Maurice Multhaup (62.) glückte der zwischenzeitliche Ausgleich. Das Spiel mit einer ausgeglichenen erste Hälfte nahm kurz vor der Pause richtig Fahrt auf. Einen scharfen Eckball von Max Besuschkow verlängerte Knipping mit dem Hinterkopf ins lange Ecke. Im vierten Zweitliga-Spiel für die Oberpfälzer war es Knippings erster Treffer. Ein katastrophaler Fehlpass von Albers brachte die Gäste dann zurück in die Partie. Der Stürmer spielte dem Heidenheimer Tim Kleindienst den Ball in den Lauf, der legte quer auf Multhaup. Nach Vorarbeit von Benedikt Saller traf Albers per Seitfallzieher zum 2:1. Beim Torjubel wischte er sich den Schweiß von der Stirn - als Zeichen der Erleichterung. Joker George machte dann schließlich alles klar.

Quelle: ntv.de, tno/dpa/sid