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Bittersüßer De-Bruyne-Abschied? VfL Wolfsburg hat Millionen-Optionen

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Noch trägt er grün: Kevin De Bruyne im Kampf um den Ball.

(Foto: imago/Jan Huebner)

Der fast perfekte Wechsel von Kevin De Bruyne zu Manchester City spielt Wolfsburg in die Taschen. Dem ohnehin finanzstarken Bundesligisten ergeben sich dadurch neue Möglichkeiten. Ein adäquater Ersatz könnte allerdings teuer werden.

Geldsorgen beschäftigten den VfL Wolfsburg zuletzt zwar ohnehin nicht, doch nach dem so gut wie sicher feststehenden Rekordtransfer von Spielmacher Kevin de Bruyne ergeben sich selbst für den finanzkräftigen Werksklub neue Möglichkeiten. Unter anderem werden Julian Draxler von Schalke 04 oder die Bayern-Profis Mario Götze, Sebastian Rode und Dante schon mit dem Vizemeister in Verbindung gebracht. Ein Teil der Ablöse dürfte jedoch nicht angerührt werden.

Wie verschiedene Medien berichten, soll De Bruynes fast perfekter Wechsel in die Premier League zu Manchester City mindestens 80 Millionen Euro bringen. Verhandelt wird aber auch noch über zusätzliche erfolgsabhängige Nachzahlungen. Demnach könnten weitere 15 Millionen Euro zu den "Wölfen" fließen, wenn die Citizens am Saisonende in die Champions League einziehen. Beim Gewinn der Meisterschaft soll sich der Aufschlag auf insgesamt 20 Millionen Euro erhöhen.

Von dieser Wahnsinns-Summe werden aber wohl zunächst geschätzte 40 Millionen Euro nicht investiert. Grund dafür sind die Uefa-Regeln zum Financial Fairplay. Der VW-Werksklub steht unter besonderer Beobachtung, im Frühjahr hatte es bereits Ermittlungen gegeben. Einen erheblichen Teil des möglichen Erlöses wird VfL-Manager Klaus Allofs allerdings bis zum Ende der Transferperiode am Montag noch ausgeben können. Die große Frage ist nur: für wen? Namen wolle er nicht kommentieren, sagte Allofs, noch bevor der sportlich extrem schmerzliche Abgang de Bruynes überhaupt feststand.

Belgischer Landsmann als Nachfolger gehandelt

Als ein Kandidat auf die Nachfolge im zentralen Mittelfeld gilt neben Eigengewächs Maximilian Arnold auch Weltmeister Draxler. Der 21-Jährige besitzt auf Schalke noch einen Vertrag bis 2018, steht aber im Schaufenster. Vermutlich wären deutlich mehr als 30 Millionen Euro Ablöse fällig. Eine ähnliche Summe dürfte auch für Mario Götze aufgerufen werden, eine Verpflichtung des Bayern-Profis gilt aber als unwahrscheinlicher.

Deutlich günstiger zu haben ist hingegen de Bruynes belgischer Landsmann Dennis Praet. Der Mittelfeldakteur könnte den RSC Anderlecht für etwa zehn Millionen Euro verlassen, außerdem haben die Wolfsburger auch ein Auge auf Praets Teamkollegen Youri Tielemans geworfen.

Perisic kurz vor dem Absprung

Zudem ist Vizemeister Wolfsburg noch auf der Suche nach einem Innenverteidiger und einem defensiven Mittelfeldspieler. Hier könnten die Niedersachsen bei den Bayern fündig werden. Dante und Sebastian Rode gelten als Optionen. "Wenn Dante auf uns zukommt und uns bitten würde, dass er gehen kann, dann werden wir uns damit auseinandersetzen", sagte Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer. Während Dante den Rekordmeister recht problemlos verlassen könnte, dürfte ein möglicher Rode-Transfer teuer werden.

Weiteres Ungemach droht den Wolfsburgern durch einen möglichen Abgang von Ivan Perisic. Der ehemalige Dortmunder steht auf dem Wunschzettel des italienischen Spitzenklubs Inter Mailand. Genau wie de Bruyne gehörte auch der 26 Jahre alte kroatische Nationalspieler beim Heimspiel gegen Schalke 04 schon nicht mehr zum VfL-Kader.

Quelle: n-tv.de, Thomas Wolfer, sid

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