Fußball

SGE feiert, Tristesse bei Bayer Wenn die Europaliga zur Party wird

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Neulich gegen Limassol: In Frankfurt zelebrieren sie Europa.

(Foto: imago/HMB-Media)

Die SG Eintracht Frankfurt will die nächste Europa-Party zelebrieren. Gegen Olympique Marseille strebt der Fußball-Bundesligist in der mit 47.000 Fans ausverkauften Arena den fünften Sieg im fünften Gruppenspiel an. "Wir sind hungrig", verkündet Trainer Adi Hütter. Ein Erfolg brächte dem Klub 570.000 Euro und die Eintracht dem mit einer Million Euro dotierten Gruppensieg in der Europaliga ganz nah oder sogar schon ans Ziel. Auch Bayer 04 Leverkusen steht sicher in der K.-o.-Runde. Die Begeisterung dort ist aber ungleich kleiner als in Frankfurt. Der Klub rechnet mit 15.000 Besuchern. Trainer Heiko Herrlich beteuert aber: "Egal, wie viele Zuschauer kommen: Wir wollen für jeden einzelnen die bestmögliche Leistung abliefern."

SG Eintracht Frankfurt - Olympique Marseille, 21 Uhr

Frankfurt - Marseille, 21.00 Uhr

SG Eintracht Frankfurt: Trapp - Russ, Hasebe, Falette  - da Costa, Tawatha (64. Kostic), Fernandes, Willems - Gacinovic -  Jovic (80. Nicolai Müller), Haller (72. Rebic). Trainer: Hütter
Olympique Marseille: Pele - Hubocan, Kamara, Caleta-Car, Amavi (80.  Rocchia) - Lopez (61. Rolando), Luiz Gustavo - Sarr, Radonjic -  Mitroglou, Germain (64. Chabrolle). Trainer: Garcia
Schiedsrichter: Beaton (Schottland)
Tore: 1:0 Jovic (1.), 2:0 Luiz Gustavo (17. Eigentor), 3:0 Sarr (62. Eigentor), 4:0 Jovic (67.)
Gelbe Karten: Luiz Gustavo (71.)
Zuschauer: 47.000

Ausgangslage: Zehn Spiele nacheinander ist der DFB-Pokalsieger nun schon ungeschlagen. Diese stolze Serie hat die Hessen in der Bundesliga auf Rang drei und in der Europaliga vorzeitig in die K.o.-Phase gebracht. Mit zwölf Zählern führt die Eintracht die Gruppe H vor der Società Sportiva Lazio (9) an. Sollten die Italiener zur gleichen Zeit auf Zypern gegen Apollon Limassol patzen, könnte Frankfurt schon vor dem Showdown am 13. Dezember in der italienischen Hauptstadt Rom den Gruppensieg perfekt machen.

Personal: Hütter muss auf einige verletzte oder gesperrte Spieler verzichten. Dennoch kündigte er eine Rotation in seiner Startformation an. Wahrscheinlich erhalten Filip Kostic und Luka Jovic eine Atempause, zudem könnte Ersatztorwart Frederik Rönnow eine Einsatzchance erhalten.

Der Gegner: Der Vorjahresfinalist aus Marseille ist mit einem mageren Punkt Tabellenletzter und hat keine Chance mehr auf das Weiterkommen. Dabei finden sich im Team von Trainer Rudi Garcia durchaus klangvolle Namen wie Frankreichs Weltmeister Adil Rami, Dimitri Payet, der Brasilianer Luiz Gustavo oder Griechenlands Topstürmer Kostas Mitroglou.

Bayer 04 Leverkusen - Ludogorez Rasgrad, 18.55 Uhr

Leverkusen - Rasgrad, 18.55 Uhr

Bayer 04 Leverkusen: Özcan - Weiser, Dragovic, Retsos (34. Baumgartlinger), Wendell - Aranguiz (63. Lars Bender) - Paulinho, Schreck (73. Havertz), Bailey - Kiese Thelin, Alario. Trainer: Herrlich
Ludogorez Rasgrad: Renan - Cicinho, Moti, Tersiew, Rafael Forster - Sasha  - Goralski, Djakow - Joao Paulo (63. Marcelinho), Wanderson -  Swierczok (82. Nedjalkow). Trainer: Sdrawkow
Schiedsrichter: Higler (Niederlande)
Tore: 0:1 Marcelinho (69.), 1:1 Weiser (84.)
Gelbe Karten: Weiser (72.) - Moti (90.)
Zuschauer: 15.000

Ausgangslage: Auch die Leverkusener haben bereits vor dem fünften Spieltag ihr Ticket für die Runde der letzten 32 Mannschaften sicher, auch für sie geht es noch um den Sieg in der Gruppe. Seinen Einstand gibt der neue  Sportdirektor Simon Rolfes, der nach einer Operation an der Leiste aber noch nicht auf der Bank, sondern auf der Tribüne sitzen wird. "Wie wollen unbedingt gewinnen und Gruppenerster werden. Die  Spieler werden sich zerreißen", sagt Trainer Heiko Herrlich vor der Partie gegen Bulgariens Meister.

Personal: Der Trainer hatte nach dem 2:0 in der Liga gegen  Stuttgart angekündigt, dass er rotieren wird. So ersetzt Ramazan Öczan den finnischen Stammtorhüter Lukas Hradecky. Eventuell pausiert der Kroate Tin Jedvaj, der in dieser Woche im Training geschont wurde. Auch die deutschen Nationalspieler Kai Havertz und Julian Brandt könnten auf der Bank sitzen. Kapitän Lars Bender ist nach einer Fußverletzung wieder fit.

Der Gegner: Rasgrad führt zwar als Meister die Tabelle der bulgarischen Liga mit drei Punkten vor ZSKA Sofia an und ist seit neun Spielen ungeschlagen, in der Europaliga aber haben die Bulgaren keine Chance mehr und werden auf jeden Fall ausscheiden.

Quelle: n-tv.de, sgi/dpa