Fußball

Beim Letzten wirds spät deutlich Werder arbeitet sich ganz nah an den Aufstieg

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Mehr Erleichterung als Freude: Marco Friedl traf entscheidend.

(Foto: IMAGO/Jan Huebner)

Der SV Werder Bremen benötigt am 33. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga eine Halbzeit Anlauf, dann gelingt, worauf sie gehofft haben: Die Bremer holen sich den Matchball zur sofortigen Rückkehr ins Oberhaus. Im Keller zeigt Dynamo Dresden vor den anstehenden Relegationsspielen Moral.

Erzgebirge Aue - SV Werder Bremen 0:3 (0:0)

Werder Bremen trennt nur noch ein Punkt von der umgehenden Rückkehr in die Fußball-Bundesliga. Das Team von Trainer Ole Werner tat sich bei Absteiger Erzgebirge Aue lange schwer, siegte am Ende dennoch 3:0 (0:0). Vor 12.273 Fans erlöste Marco Friedl (49. Minute) die zahlreich mitgereisten Werder-Fans mit der Führung, Niclas Füllkrug (90.+2) und Niklas Schmidt (90.+6) sorgten für den Endstand. Am kommenden Sonntag kann die Rückkehr in die Bundesliga nach einer Saison gegen Jahn Regensburg perfekt gemacht werden.

Werder agierte eine Halbzeit lang enorm nervös, nutzte große Chancen durch Marvin Duksch (25.) und Romano Schmid (38.) nicht. Nach 36 Minuten musste Bremen zudem seinen verletzten Abwehrchef Ömer Toprak auswechseln. Das bereits abgestiegene Aue hielt dagegen und verunsicherte Werder immer wieder durch Konter.

Kurz nach dem Wechsel half dann ein Standard. Aue bekam eine Ecke nicht gut geklärt. Leonardo Bittencourt drang über die rechte Seite in den Strafraum ein und bediente den vorn gebliebenen Verteidiger Friedl, der den Ball unbedrängt über die Linie schob. Bremen verwaltete den Vorsprung, hatte durch Füllkrug (72.) eine gute Chance. In der Nachspielzeit gelang dem Stürmer dann doch noch sein Tor mit einem sehenswerten Schuss, schließlich räumte Schmidt letzte Zweifel aus.

Holstein Kiel - 1. FC Nürnberg 3:0 (2:0)

Holstein Kiel hat auch die letzte theoretische Chance des 1. FC Nürnberg auf die Rückkehr in die Bundesliga zunichte gemacht. Die Franken mussten sich bei den Norddeutschen verdient mit 0:3 (0:2) geschlagen geben und weisen vor dem letzten Spieltag sechs Punkte Rückstand auf Rang drei auf. Vor 12.455 Zuschauern im Holstein-Stadion erzielten Steven Skrzybski (14. Minute), Julian Korb (41.) und Lewis Holtby (63.) die Tore für die KSV Holstein, die zum fünften Mal in Serie unbesiegt blieb und den Klassenverbleib schon in der vergangenen Woche gesichert hatte. Der FCN blieb dagegen zum vierten Mal nacheinander sieglos.

Beide Mannschaften spielten vom Anpfiff weg munter drauflos. Die Gäste hatten zunächst mehr Ballbesitz, die Hausherren agierten hingegen überaus effektiv. Skrzybski nutzte nach Zuspiel des starken Holtby gleich die erste Gelegenheit zur Führung, die Korb nach Fabian Reeses Top-Vorlage per Abstauber noch kurz vor der Pause ausbaute.

Nach dem Wechsel versuchte der "Club", mit zwei frischen Kräften mehr Durchschlagskraft zu bekommen. Doch erneut waren es die Kieler, die durch Holtby zuschlugen. Dadurch war der Nürnberger Widerstand dann endgültig gebrochen. Die Schleswig-Holsteiner schafften damit wie angestrebt den versöhnlichen Heimabschluss einer schwierigen Saison.

Karlsruher SC - Dynamo Dresden 2:2 (0:1)

Der Karlsruher SC hat einen Sieg im letzten Heimspiel der Saison verpasst, die Sieglos-Serie von Dynamo Dresden aber auf nunmehr 16 Partien verlängert. Die Badener trennten sich von den Sachsen 2:2 (0:1). Patrick Weihrauch brachte die Gäste in der 26. Minute in Führung. Kapitän Jerôme Gondorf (65.) und Torjäger Philipp Hofmann (74.), der im Sommer zum Erstligisten VfL Bochum wechseln wird, drehten die Partie vor 18.649 Zuschauern zu Gunsten der Karlsruher. In der Nachspielzeit traf Dresdens Michael Akoto (90.+4) aber noch zum 2:2.

Sportlich stand im Wildpark nicht viel auf dem Spiel. Der KSC hat den Ligaverbleib längst sicher. Auch dass Dynamo in die Abstiegsrelegation muss, stand schon vorab fest. Die Gäste erwischten den besseren Start und gingen durch einen Schuss von Weihrauch ins linke obere Eck nicht unverdient in Führung. Der KSC, dessen Verteidiger Christoph Kobald sich am Sprunggelenk verletzte und nach einer halben Stunde ausgewechselt werden musste, kam erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit zu Chancen. Diese konnten Kyoung-Rok Choi (34.) und Hofmann (41.) aber nicht nutzen.

Mitte der zweiten Hälfte drehten die Gastgeber dann auf. Gondorf traf nach einer Ecke per Direktabnahme zum Ausgleich, Stürmer Fabian Schleusener (70.) nur die Latte. Nur wenige Minuten später erzielte Hofmann nach einem Freistoß per Kopf sein 19. Saisontor. Mit der letzten Szene schlug Akoto per Distanzschuss aber noch einmal zurück.

Quelle: ntv.de, ter/dpa

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