Fußball

Darmstadt im Topspiel ohne Glück Werder zittert trotz fast 70 Minuten Überzahl

imago1010726914h.jpg

Gjasula musste das Feld früh verlassen.

(Foto: IMAGO/Jan Huebner)

An Chancen mangelt es dem SV Werder Bremen nicht, an deren Verwertung dagegen schon. Im Zweitliga-Topspiel gegen Darmstadt bangen die Grün-Weißen bis zum Schlusspfiff um den Sieg. Dabei sind sie über weite Strecken in Überzahl, weil der Schiedsrichter sich Mitte der ersten Halbzeit korrigiert.

Bundesliga-Absteiger Werder Bremen ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zurück in die Erstklassigkeit gelungen. Begünstigt von einer inklusive Nachspielzeit fast 70-minütigen Überzahl gewann die Mannschaft von Trainer Ole Werner das Zweitliga-Topspiel gegen Darmstadt 98 mit 1:0 (0:0) und schloss damit nach Punkten zum Tabellenführer FC St. Pauli auf. Mit drei Zählern Rückstand nehmen die Hessen den dritten Platz ein.

Den siegbringenden Treffer erzielte Niclas Füllkrug in der 52. Minute. Bei seinem 14. Saisontreffer wurde der Bremer Angreifer von seinem Sturmkollegen Erin Dinkci mustergültig freigespielt. Die Gäste mussten ab der 23. Minute mit nur noch neun Feldspielern auskommen. Mittelfeldspieler Klaus Gjasula sah nach einem Tritt ans Knie von Romano Schmid die Rote Karte. Schiedsrichter Robert Schröder hatte zunächst nur eine Verwarnung ausgesprochen, änderte aber nach Studium der Videobilder seine Entscheidung.

Mehr zum Thema

Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Gäste das Spiel dank ihrer Ballsicherheit gut im Griff. Die ersatzgeschwächten Hanseaten waren von der ungewohnten Kulisse eines mit 41.000 Zuschauer fast ausverkauften Weserstadions sichtlich beeindruckt. Auch dass gleich vier Stammspieler nicht zur Verfügung standen, bremste die Aktionen der Platzherren. Erst nach dem Platzverweis fanden die Norddeutschen besser in die Partie. Füllkrug scheiterte in der 26. und 29. Minute jeweils aus kurzer Distanz an Marcel Schuhen. Der 98-Torhüter war auch bei einem Distanzschuss von Felix Agu (45.+1) auf dem Posten.

Nach dem Seitenwechsel und der Führung für die Platzherren geriet das Team von Coach Torsten Lieberknecht, das im Hinspiel noch mit 3:0 die Oberhand behalten hatte, mehr und mehr in die Defensive. Zu entlastenden Kontern kamen die Lilien kaum noch. Im Gegenteil: Mehrere Male verhinderte Schuhen eine Vorentscheidung zugunsten des SV Werder. Bremens Trainer Werner fasste sich immer wieder verzweifelt an den Kopf.

Quelle: ntv.de, tsi/sid

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen