Fußball

Schalke beendet Torflaute Werkself macht Druck auf Top-Teams

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Remember the name: Paulinho markierte gegen Frankfurt zwei Treffer.

(Foto: dpa)

Bei der Werkself sorgt der Brasilianer Paulinho für einen Kantersieg gegen Frankfurt. Leverkusen setzt sich damit in den Top-5 der Bundesliga fest. Bayern-Jäger Leipzig lässt gegen Wolfsburg Punkte liegen. Im Abstiegskampf treten Hertha BSC und Werder Bremen auf der Stelle.

Bayer Leverkusen - Eintracht Frankfurt 4:0 (2:0)
Bayer Leverkusen greift in der Fußball-Bundesliga weiter nach der höchsten europäischen Bühne. Das Team von Trainer Peter Bosz bezwang im Duell der Pokal-Halbfinalisten Eintracht Frankfurt nach einer herausragenden Vorstellung verdient mit 4:0 (2:0) und untermauerte nachhaltig seine Champions-League-Ambitionen.

Dank des elften Siegs in den letzten 13 Pflichtspielen rückte die Werkself im Meisterrennen zumindest vorübergehend wieder auf fünf Punkte an Bayern München heran. Der 19-jährige Brasilianer Paulinho (49./55.), Nationalspieler Kai Havertz (4.) und Karim Bellarabi (14.) trafen zum wettbewerbsübergreifend siebten Heimsieg in Serie.

Während Bayer damit weiteres Selbstvertrauen für das Europa-League-Achtelfinale am Donnerstag bei den Glasgow Rangers sammelte, kam Frankfurt vier Tage vor dem Hinspiel gegen den FC Basel wie beim 1:6 im Vorjahr erneut unter die Räder. Die erschreckend schwachen Hessen verlieren durch die dritte Niederlage in Serie endgültig den Anschluss an die Europacupplätze und müssen stattdessen immer mehr den Blick in Richtung Abstiegszone richten. Frankfurt-Trainer Adi Hütter hatte Leverkusen aufgrund deren derzeitigen Höhenflugs vor der Partie als "Titel-Mitfavorit" bezeichnet.

Diesen Status untermauerte Bayer vor 30.210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena von Beginn an eindrucksvoll. Gleich beim ersten Angriff ging es über die linke Seite blitzschnell, Havertz konnte nach perfekter Hereingabe von Moussa Diaby im Alter von 20 Jahren und 270 Tagen mühelos als jüngster Spieler der Geschichte zu seinem 30. Bundesliga-Tor einschieben. Die ohne echten Stürmer angetretenen Rheinländer hielten das Tempo weiter hoch und drängten die Gäste tief in die eigene Hälfte.

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Wirbelwind im Sturmzentrum: Paulinho

(Foto: dpa)

Edmond Tapsoba (13.) scheiterte im Anschluss an einen Freistoß noch kläglich, ehe Bellarabi eine mustergültige Flanke von Startelfdebütant Paulinho aus kurzer Distanz über die Linie drückte. In der Folge schalteten die Gastgeber einen Gang zurück, ohne dabei die Spielkontrolle zu verlieren.

Die Eintracht, schlechtestes Auswärtsteam der Liga, stand mit sieben defensiv ausgerichteten Spielern in der Startformation über weite Strecken sehr tief und lauerte auf Konter. Über schnelle Umschaltaktionen entstanden auch die beiden einzigen gefährlichen Aktionen vor der Pause. Daichi Kamada (2.) und Filip Kostic (17.) scheiterten jeweils am glänzend reagierenden ehemaligen Frankfurter Lukas Hradecky im Bayer-Tor.

Nach dem Seitenwechsel presste die Hütter-Elf höher, wurde aber von der Hochgeschwindigkeitsoffensive der Leverkusener direkt bestraft. Ein Havertz-Tor (48.) zählte wegen Abseits nicht, ehe Paulinho Sekunden später nach tollem Hackentrick von Bellarabi ins lange Eck vollendete. Martin Hinteregger (54.) verpasste bei einer Doppelchance den Anschlusstreffer kläglich, ehe Paulinho nach perfektem Zuspiel des erneut starken Havertz zum zweiten Mal traf. In der letzten halben Stunde sparte Bayer Kräfte, ohne die Adler dabei wirklich zur Entfaltung kommen zu lassen.

FC Schalke 04 - TSG 1899 Hoffenheim 1:1 (1:0)

Schalke 04 findet keinen Weg aus der Krise. Trotz einer 1:0-Führung kamen die Königsblauen nicht über ein 1:1 (1:0) gegen die TSG Hoffenheim hinaus und mussten im Kampf um Europa einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Damit misslang auch die Generalprobe für das 178. Revierderby am nächsten Samstag (15.30 Uhr/Sky und im Liveticker bei ntv.de) bei Borussia Dortmund.

Weston McKennie beendete die Schalker Torlosserie in der Bundesliga nach 406 Minuten. Mit einer Einzelaktion brachte der Amerikaner die Gastgeber in der 20. Minute in Führung. Doch zum ersten Dreier nach 50 Tagen reichte es nicht, weil der eingewechselte Christoph Baumgartner ausglich (69.). Die Königsblauen sind seit sieben Bundesligapartien ohne Sieg, die Kraichgauer seit sechs Pflichtspielen.

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Kreative Schalker: Die Fans der Königsblauen machen ihrem Unmut per Banner Luft.

(Foto: imago images/Revierfoto)

Ohne Fadenkreuz und direkte Schmähungen gegen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp reagierten die Schalker Fans auf die Vorkommnisse vor einer Woche. Kurz nach dem Anpfiff entrollten sie in der Nordkurve Transparente mit der Aufschrift: "Wir entschuldigen uns bei allen Huren, sie mit Herrn Hopp in Verbindung gebracht zu haben." Wegen "Hurensohn"-Beschimpfungen gegen den Milliardär waren am vergangenen Wochenende mehrere Spiele unterbrochen worden. Zudem skandierten die Fans "Fußball-Mafia DFB" und "Ihr macht unseren Sport kaputt". Schiedsrichter Sven Jablonski sah keinen Anlass für eine Unterbrechung. Auch auf ein Banner auf der Gegengeraden, das den rassistischen Ausspruch des Schalker Aufsichtsratschef Clemens Tönnies zitierte ("Dann werden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn's dunkel wird, Kinder zu produzieren"), reagierte der Unparteiische nicht. Tönnies hatte wegen des Skandals sein Amt für drei Monate ruhen lassen, war vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) aber nicht sanktioniert worden.

Gegenüber dem 0:1 im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Bayern München hatte Schalke-Trainer David Wagner sein Team nur auf einer Position verändert: Benito Raman rückte als zusätzlicher Stürmer in die Startformation. An der Fünfer-Abwehrkette hielt er fest - vor allem um angesichts von sechs verletzten Stammspielern für Sicherheit zu sorgen. Drei Wechsel nahm Hoffenheims Coach Alfred Schreuder nach dem 0:6 gegen den FC Bayern vor, zudem beorderte er die Schalker Leihgabe Sebastian Rudy von rechten Außenbahn ins offensive Mittelfeld.

Schalke stand nicht so tief wie gegen Bayern und hatte deutlich mehr Ballbesitz. Jonjoe Kenny scheiterte noch bei der ersten Torchance frei vor Keeper Oliver Baumann (14.), dann erlöste McKennie Königsblau mit dem ersten Bundesligator der Gelsenkirchener seit dem 8. Februar. Hoffenheim kam vor der Pause nicht einmal gefährlich in den Schalker Strafraum, an Rudy lief das Spiel weitgehend vorbei. Der vermeintliche Ausgleich durch Benjamin Hübner wurde nach Videobeweis wegen Abseits zurückgenommen (66.), drei Minuten später zählte das 1:1, als Baumgartner traf.

Hertha BSC - SV Werder Bremen 2:2 (1:2)

Hertha BSC hat nach einer erneut nur mäßigen Leistung im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga wichtige Punkte liegen gelassen. Die Hauptstädter erkämpften zu Hause gegen Werder Bremen nach einem frühen 0:2-Rückstand zwar noch ein 2:2 (1:2), stehen mit 28 Punkten aber weiter in der Gefahrenzone. Vor 58.028 Zuschauern im Olympiastadion erzielten Josh Sargent (3.) und Davy Klaassen (7.) die frühen Tore für Bremen. Nationalspieler Niklas Stark (41.) und Winter-Einkauf Matheus Cunha (61.) waren für Berlin erfolgreich.

Werder landete zumindest einen Teilerfolg und stoppte nach zuvor neun Niederlagen aus zehn Ligaspielen den Abwärtstrend. Bei Hertha dürfte die Diskussion um die Weiterbeschäftigung von Interimstrainer Alexander Nouri nicht vom Tisch sein. Die Bremer konnten mit dem Punktgewinn im Olympiastadion nicht wirklich etwas anfangen. "Das tut weh. Ein Unentschieden ist nicht genug", sagte Werder-Spieler Davy Klaassen. Mitspieler Kevin Vogt trauerte nach dem verspielten 2:0-Vorsprung am Sky-Mikrofon ebenfalls "zwei verlorenen Punkten" hinterher.

Werder begann trotz der jüngsten Rückschläge erstaunlich forsch und schaltete sofort den Vorwärtsgang ein. Für den ehemaligen Herthaner Davie Selke, der laut Vertragsklausel gegen seinen Ex-Klub nicht auflaufen durfte, stand Sargent im Sturm. Der US-Amerikaner zog gleich bei der ersten Gelegenheit ab und brachte die Gäste mit einem Schuss aus 20 Metern in Front.

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Kapinos unglückliche Parade brachte Hertha den Ausgleich.

(Foto: REUTERS)

Hertha wirkte konsterniert, die Zuordnung stimmte überhaupt nicht, die Abwehrspieler waren viel zu weit von ihren Gegenspielern entfernt. Vor dem 2:0 konnte Milot Rashica auf dem linken Flügel in Ruhe Maß nehmen, ehe Klaassen unbedrängt einköpfte. Herthas Kapitän Stark hatte sich komplett verschätzt. Nun war die Situation für Hertha ähnlich wie in der Vorwoche, als man bei Fortuna Düsseldorf mit 0:3 hinten lag. Trainer Nouri wirkte am Spielfeldrand wieder nicht sonderlich engagiert, eher schon etwas teilnahmslos. Die Fans pfiffen, ließen ihre Wut aber zunächst an einem altbekannten Feindbild aus: "Scheiß DFB" hallte es durch das Olympiastadion.

Hertha musste nun kommen, und im Spiel nach vorne zeigten sich erschreckende Mängel. Die Innenverteidiger Stark und Jordan Torunarigha wussten oft nicht, wohin mit dem Ball, hoben ratlos die Arme und passten ins Leere. Bis zum gegnerischen Strafraum gelangten die Gastgeber nur selten, so dass die zuletzt so schwache Bremer Abwehrkette kaum in Bedrängnis geriet. Immerhin zeigten die Berliner Moral, rannten verlorenen Bällen hinter und kamen vor der Pause zum Anschluss. Nach einem Freistoß von Marvin Plattenhardt beförderte Stark den Ball mit dem Kopf irgendwie über die Linie, plötzlich war wieder Hoffnung da. Nach dem Wechsel blieb Hertha die aktivere Mannschaft, ohne zu glänzen. Für den Ausgleichstreffer zum 2:2 benötigten die Hausherren allerdings die Mithilfe von Bremens Keeper Stefanos Kapino, der den Ball nach einem Schuss von Maximilian Mittelstädt in die Mitte faustete. Der Brasilianer Cunha bedankte sich und traf zum Ausgleich.

Hertha blieb engagiert, Nouri brachte Stürmer Vedad Ibisevic. Einen vermeintlichen Handelfmeter für die Berliner nahm Schiedsrichter Guido Winkmann in der Schlussphase nach Ansicht der Videobilder zurück.

SC Freiburg - 1. FC Union Berlin 3:1 (1:0)

Aufsteiger Union Berlin muss wieder verstärkt um seine zweite Saison in der Fußball-Bundesliga bangen. Nachdem die Köpenicker zuletzt fleißig Punkte im Kampf gegen den Abstieg gesammelt hatten, unterlag Union am 25. Spieltag 1:3 (0:1) beim SC Freiburg.

Mit 30 Punkten auf dem Konto haben die Berliner dennoch eine gute Ausgangslage vor den ausstehenden neun Begegnungen. Der Ungar Roland Sallai (33.), Kapitän Christian Günter (55.) und Robin Koch (82.) trafen für die Freiburger, die zuvor bereits zweimal in der laufenden Saison (Liga und Pokal) gegen Union verloren hatten. Der SCF (36 Zähler) hat sich nach zwei Niederlagen in Folge wieder gefangen. Das Tor für Berlin durch den Schweden Sebastian Andersson (61.) brachte den Eisernen nichts. Kurz vor dem Ende musste Berlins Marvin Friedrich mit Gelb-Rot (90.+2) vom Platz. Die Fanproteste der vergangenen Tage gegen Kollektivstrafen vonseiten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) setzten sich auch in Freiburg fort. Dabei wurde der Verband fortlaufend mit Sprechchören sowie Transparenten kritisiert und verunglimpft - allerdings ging die Schelte nicht über ein hinnehmbares Maß hinaus. Erstaunlich war die heftige Kritik der SC-Anhänger an ihrem frühen Klubchef und jetzigem DFB-Präsidenten Fritz Keller.

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Daumen rauf von Christian Streich: Seine Freiburger gewinnen zuletzt zwei Niederlagen in Folge.

(Foto: imago images/Beautiful Sports)

Die 24.000 Zuschauer im ausverkauften Schwarzwaldstadion wurden in der Anfangsphase nicht sonderlich gut unterhalten. Beide Mannschaften brachten kaum Offensivaktionen zustande. Das Geschehen spielte sich zwischen den Strafräumen ab und war von Zweikämpfen geprägt. Lediglich ein Freistoß des Berliners Christopher Lenz sorgte für einen Hauch von Gefahr (13.).

Die Freiburger, die ohne Amir Abrashi, Janik Haberer, Lukas Kübler und Chang-Hoon Kwon auskommen mussten, zeigten zum wiederholten Mal in der Rückrunde große Schwächen beim Herausspielen von Chancen. Es fehlten Ideen und Kreativität. Die Defensive der Gäste, bei denen Laurenz Dehl, Akaki Gogia, Joshua Mees und Manuel Schmiedebach fehlten, kam in der ersten halben Stunde kaum in Bedrängnis. Die größte Möglichkeit in dieser Phase vergab Christian Gentner bei einem Konter der Berliner (29.). Der erste Saisontreffer Sallais per Kopf fiel mehr oder weniger aus dem Nichts. Die Vorarbeit per Ecke lieferte Vincenzo Grifo in seinem 100. Bundesligaspiel. Günter hätte die Führung fast ausgebaut (45.).

Kurz nach Beginn des zweiten Durchgangs machte es der Außenverteidiger besser und versenkte den Ball nach einem gewonnen Zweikampf von der Strafraumgrenze wuchtig im Netz. Obwohl der SC danach dem dritten Treffer nahe war, fiel das Tor auf der Gegenseite. Andersson wurde bei dem Eckball von Kapitän Christopher Trimmel sträflich alleine gelassen und erzielte per Kopf sein elftes Saisontor. In der Schlussphase stellte Nationalspieler Koch den alten Abstand wieder her.

Trotz der Niederlage herrschte beim tapferen Aufsteiger keine schlechte Stimmung. "Wir hatten eine richtig gute Möglichkeit, Punkte zu sammeln. Daher ist die Enttäuschung schon groß", sagte Union-Verteidiger Neven Subotic zwar - doch zu viele negative Gedanken wollte der Serbe vor dem Spiel gegen Rekordmeister Bayern München am kommenden Wochenende nicht aufkommen lassen.

"Gegen die Bayern müssen wir wieder an die Leistungen aus den Wochen davor anknüpfen", sagte Subotic und forderte angesichts der zwei Niederlagen in dieser Woche (Pokal und Liga): "Wir müssen diesen Trend stoppen."

VfL Wolfsburg - RB Leipzig 0:0

RB Leipzig hat im Kampf um die deutsche Fußball-Meisterschaft zwei Punkte liegen gelassen: Die Sachsen kamen beim VfL Wolfsburg über ein 0:0 nicht hinaus und verpassten die Gelegenheit, zumindest für 24 Stunden nach Punkten mit Tabellenführer Bayern München gleichzuziehen. Wie erwartet nahm Nationalspieler Timo Werner in den ersten 60 Minuten nur auf der Reservebank Platz. Den Nationalspieler plagen muskuläre Probleme und Trainer Julian Nagelsmann scheute drei Tage vor dem Champions-League-Rückspiel gegen Tottenham Hotspur zunächst das letzte Risiko.

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Schongang für Timo Werner. Gegen die Wölfe saß der angeschlagene Nationalspieler eine Stunde auf der Bank.

(Foto: dpa)

Und in der ersten halben Stunde merkte man den Aktionen der Gäste die Abwesenheit des Topstürmers mit 21 Saisontoren auf dem Konto an. Leipzig fehlte im Umschaltspiel das Tempo, es fiel den Niedersachsen nicht schwer, die Partie in dieser Phase offen zu gestalten.

Im letzten Drittel der ersten Halbzeit änderte sich jedoch das Bild. Ein gefährlicher Distanzschuss von Christopher Nkunku (30.) leitete starke RB-Minuten ein. In der 37. Minute vergab Angelino freistehend, sechs Minuten später verzog Yussuf Poulsen. Erst der Halbzeitpfiff unterbrach diese Sturm- und Drangphase, die sich zu Beginn der zweiten Halbzeit aber unvermindert fortsetzte. Die Gastgeber kamen kaum noch zu Entlastungsangriffen, da half auch die Unterstützung der 27.195 Zuschauern wenig. Aber als auch nach einer Stunde immer noch nicht der überfällige Führungstreffer gelungen war, reagierte Nagelsmann und ersetzte den glücklosen Poulsen doch noch durch Werner. Zeitgleich musste der ebenfalls blasse Schwede Emil Forsberg den Platz verlassen. Für ihn kam Dani Olmo.

Aber auch mit Werner auf dem Rasen ging das mühevolle Ringen um den entscheidenden Treffer für Leipzig erst einmal erfolglos weiter. Bei Standards tauchte immer wieder Dayot Upamecano gefährlich im Strafraum der Gastgeber auf. Schon in der ersten Halbzeit hatte der Abwehrspieler die fünfte Gelbe Karte gesehen und muss am kommenden Wochenende im Spiel gegen den SC Freiburg pausieren. VfL-Torjäger Wout Weghorst machte erst in der 67. Minute erstmals auf sich aufmerksam. Der Niederländer schoss den Ball von der Strafraumgrenze nur knapp über das Leipziger Gehäuse. Kurz vor dem Ende vergab Xaver Schlager (89.) eine weitere gute Möglichkeit für Wolfsburg.

Es war nicht mehr verdient als ein Punkt", sagte Nagelsmann nach dem Schlusspfiff bei Sky: "Das war zu wenig für einen Sieg. Dieses Spiel gibt wenig Anlass zur Freude." Statt den Druck auf Tabellenführer Bayern München zu erhöhen, könnte der Rekordmeister am Ende des 25. Spieltags bis auf fünf Punkte davonziehen. "Bayer Leverkusen ist nur noch drei Punkte von uns entfernt", sagte Nagelsmann, der bei Nachfragen zur Meisterschaft direkt abblockte: "Der Blick geht wie die ganze Saison schon nur auf die Top vier."

Quelle: ntv.de, mba/sid