Fußball

RB-Star über Wechselgerüchte Werner kontert Salihamidzics Bayern-Abfuhr

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Timo Werner von RB Leipzig hat Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic Paroli geboten.

(Foto: imago images/Picture Point LE)

Das Spielsystem des FC Bayern passe nicht zu Timo Werner. Oder auch andersherum. Münchens Sportdirektor Hasan Salihamidzic glaubt jedenfalls, den Grund für den geplatzten Königstransfer in der Fußball-Bundesliga zu kennen. Der Leipziger Offensivstar sieht das etwas anders.

Fußball-Nationalspieler Timo Werner hat einigermaßen trotzig auf die Aussagen von Bayern Münchens Sportdirektor Hasan Salihamidzic reagiert, wonach er nicht zum System der Münchener passe. "Ich bin 23 und kann noch viele Sachen lernen. In Leipzig habe ich ja schon oft gezeigt, dass ich gegen tiefstehende Mannschaften treffen und mich gut in engen Räumen bewegen kann", sagte Werner der "Bild"-Zeitung. Zudem verwies der Top-Stürmer von Bundesliga-Spitzenreiter RB Leipzig darauf, dass er sich "diese Saison schon weiterentwickelt" habe.

Am Vortag hatte Salihamidzic mit Blick auf Wechselgerüchte erklärt, dass Werners Spielweise nicht mit dem System des FC Bayern kompatibel sei. "Er braucht mit seiner Schnelligkeit mehr Räume, die hatte er in dem System, das Leipzig gespielt hat. Das System bei RB hat sich nun zwar geändert, aber dennoch ist es vorne nicht so eng wie bei uns", hatte Salihamidzic der "Sport Bild" gesagt.

Werner entgegnete nun, dass auch der Münchener Torjäger Robert Lewandowski einst mit einer anderen Spielweise zum FC Bayern gekommen war. Zu Dortmunder Zeiten sei der Pole ähnlich wie er heute ein Spielertyp gewesen, "der tief geht und schnell umschaltet", sagte Werner. "Aber er hat sich auch an das Bayern-System anpassen und sich weiterentwickeln müssen, weil sie viel auf Ballbesitz ausgelegt sind."

Lob für die Premier League

Dennoch stellte Werner klar: "Einen Wechsel-Wunsch gibt es Stand jetzt nicht." Zwar habe es im Sommer "viele Überlegungen" gegeben, die auch den FC Bayern betroffen hätten. Er habe sich aber auch für Vertragsverlängerung in Leipzig entschieden, "weil ich mich hier sehr wohl fühle und weil ich mit Julian (Nagelsmann, Anm.d.Red.) einen Trainer habe, der mich weiterbringen kann".

Einen Abschied aus Leipzig nach der Saison schloss er allerdings nicht aus. Im Moment mache er sich zwar keine Gedanken, allerdings bekundete er seine Sympathien für die englische Premier League. "Irgendwann wäre das Ausland sicher einmal reizvoll. Ich spiele ja gerne bei Fritz-Walter-Wetter, deshalb wäre generell England auch nicht schlecht", sagte Werner. "Die Premier League ist einfach die interessanteste Liga, das muss man ehrlich sagen. Da laufen jedes Wochenende viele Bayern Münchens und Real Madrids auf."

Quelle: ntv.de, cri