Fußball

Historisches Wunder ist nötig Wie soll das nur klappen, Eintracht?

Klatsche im Hinspiel, Wunder im Rückspiel? Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt will beim FC Basel das Unmögliche möglich machen und doch noch das Finalturnier der Europa League erreichen. Dafür ist aber eine dieser berühmt-berüchtigten magischen Nächte notwendig.

Die Ausgangslage ist nahezu aussichtslos, der Einzug in die nächste Runde in weiter Ferne - aber Eintracht Frankfurt ist nun mal Eintracht Frankfurt, und das bedeutet: Die Hoffnung stirbt zuletzt. "Wir haben immer eine Chance", behauptet Angreifer Goncalo Paciencia, und Mittelfeldspieler Sebastian Rode versichert: "Es wird spannend."

Wirklich viel spricht allerdings nicht dafür. Mit der Hypothek der 0:3-Niederlage aus dem Hinspiel machten sich die Hessen auf den Weg zum FC Basel, wo am Donnerstag (21 Uhr bei RTL und im Liveticker bei ntv.de) im Achtelfinal-Rückspiel der Europa League ein kleines Wunder geschehen muss. Schließlich hat noch nie eine deutsche Mannschaft bei solchen Vorzeichen ein Happy End gefeiert.

FC Basel - EIntracht Frankfurt, 21 Uhr

Basel: Omlin - Widmer, Cömart, Alderete, Riveros - Xhaka, Frei - Stocker, Van der Werff, Petretta - Cabral; Trainer: Koller.
Frankfurt: Trapp - Toure, Hasebe, Hinteregger - Ilsanker - da Costa, Kohr, Rode, Kostic - Silva, Dost; Trainer: Hütter.
Schiedsrichter: Antonio Mateu Lahoz (Spanien)

"Wenn aber alles nach Plan läuft", sagte Trainer Adi Hütter, "dann können wir in der Lage sein, das noch zu drehen." Vier Tore muss der Halbfinalist der vergangenen Europa-League-Saison dafür mindestens erzielen gegen einen Gegner, der voll im Saft steht. Während Basel am Montag noch sein letztes Spiel der Schweizer Meisterschaft absolvierte, befindet sich die Eintracht nach der kurzen Sommerpause erst seit einer Woche wieder im Training.

Chancen nicht dramatisch minimiert

Vorteil? Nachteil? Die Meinungen gehen auseinander. Nur im Lager der Frankfurter sind sie der festen Überzeugung, dass dies die Chancen nicht dramatisch minimiert. "Wir wissen selbst, wie kräftezehrend das sein kann", sagte Hütter mit Blick auf die vielen Englischen Wochen nach der Corona-Pause in der Bundesliga.

Sportvorstand Fredi Bobic pflichtete dem Österreicher bei, gegenüber RTL/ntv sagte er: "An sportliche Wunder glaube ich sehr stark. Das ist in meiner DNA verankert. Und ich habe das einfach auch oft erlebt." Auch mit seiner Eintracht, die in den vergangenen Spielen auf internationaler Ebene teilweise herausragende Leistungen auf den Platz gebracht und sich auch damit viele Sympathien erspielt hatte. "Wenn es einer schafft, dann sowieso wir", so Bobic. "Uns ist bewusst: Wir müssen auf vier Tore spielen."

Die Partie in Basel ist unter der Regie von Hütter bereits die 30. in der Europa League - innerhalb von knapp zwei Jahren. Das hat nicht nur körperlich Spuren hinterlassen, sondern auch die Vorbereitung auf den Alltag in der Bundesliga erschwert.

Eine Welt würde zumindest für den 50-Jährigen nicht zusammenbrechen, wenn es ab Freitag erst mal ohne Europapokal weitergehen sollte. "Es war nicht immer einfach, die Mannschaft in der Bundesliga auf den nächsten Gegner einzustellen, wenn man drei Tage davor noch in der Europa League ran musste", sagte Hütter. Und dennoch: "Wir wollen unsere letzte Chance auf das internationale Geschäft nutzen."

Quelle: ntv.de, tno/sid