Fußball

Nürnbergs Trainer sieht Rot Würzburgs Leidenszeit wird immer schlimmer

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Viel Einsatz, wenig Zählbares.

(Foto: imago images/foto2press)

Die Würzburger Kickers kommen auch im neuen Jahr nicht zur Ruhe. Erst ein Corona-Fall kurz vor Anpfiff, dann die nächste bittere Niederlage. Der VfL Bochum jubelt dagegen spät und springt auf die Aufstiegsplätze, während Heidenheim den 1. FC Nürnberg ernüchtert.

1. FC Heidenheim - 1. FC Nürnberg 2:0 (1:0)

Der 1. FC Nürnberg hat zum Jahresstart im Verfolgerduell der 2. Fußball-Bundesliga einen Dämpfer hinnehmen müssen. Am 14. Spieltag unterlag der Club beim 1. FC Heidenheim 0:2 (0:1) und musste mit weiter 19 Zählern den Tabellennachbarn (22 Punkte) vorbeiziehen lassen. In einer intensiven Begegnung traf Denis Thomalla (45.+1) kurz vor der Halbzeit nach feinem Heber-Zuspiel von Dzenis Burnic zur Führung für die Gastgeber, die seit 15 Monaten kein Heimspiel mehr verloren haben.

Doch der FCN steckte nach dem Rückstand nicht auf und startete druckvoll in die zweite Hälfte. Enrico Valentini (47.) und der eingewechselte Ex-Heidenheimer Nikola Dovedan (48.) vergaben jedoch gute Gelegenheiten für die Franken. Doch die Heidenheimer fingen sich und agierten nach der wackligen Anfangsphase wieder konzentrierter. Dann stellte das Team von Trainer Frank Schmidt erneut seine gnadenlose Effizienz unter Beweis: Nach einer Ecke von Kevin Sessa köpfte Innenverteidiger Patrick Mainka (76.) ins lange Eck ein.

In der 90. Minute sah FCN-Trainer Robert Klauß die Rote Karte, nachdem er aus Frust über eine Schiedsrichter-Entscheidung eine Wasserflasche weggetreten hatte. Kurz zuvor war der vermeintliche Anschlusstreffer von Adam Zrelak (88.) wegen einer Abseitsstellung von Manuel Schäffler nicht gegeben worden.

VfL Bochum - SV Darmstadt 98 2:1 (0:0)

Der VfL Bochum ist nach einem Doppelschlag in der Schlussphase zumindest vorübergehend auf Platz zwei gesprungen. Das Team von Trainer Thomas Reis gewann nach Rückstand gegen den SV Darmstadt 98 noch 2:1 (0:0) und zog mit 26 Zählern erst einmal am punktgleichen Hamburger SV vorbei. Die Gäste aus Hessen bleiben mit 18 Zählern im Tabellenmittelfeld. Zunächst hatte Tobias Kempe (80.) Darmstadt mit einem sehenswerten Freistoß in Führung gebracht. Doch dann traf Kempe ins eigene Netz (82.), ehe Milos Pantovic (83.) für den umjubelten Sieg sorgte. Im Stadion an der Castroper Straße entwickelte sich ein abwechslungsreiches Spiel, in dem aber Chancen vor beiden Toren über weite Strecken Mangelware blieben.

Der Bochumer Danny Blum hatte in der achten Minute die beste Chance der ersten Halbzeit, doch nach einer missglückten Abwehraktion traf er den Ball nicht richtig und verfehlte das Tor klar. Nach der Pause tauchten dann die Gäste aber gleich gefährlich vor dem VfL-Tor auf - und jubelten zu früh. Nach einer Großchance von Kempe, traf beim anschließenden Eckball Serdar Dursun ins Netz, stand dabei aber im Abseits. Es blieb ein Spiel auf Augenhöhe - bis sich in der Schlussphase die Ereignisse überschlugen.

Würzburger Kickers - Karlsruher SC 2:4 (1:3)

Das abgeschlagene Schlusslicht Würzburger Kickers steckt weiter in der Krise, der Karlsruher SC hingegen beendete seine Negativserie trotz zweier Eigentore. Die Würzburger Mannschaft von Trainer Bernhard Trares verlor gegen den KSC 2:4 (1:3) und ist seit nun fünf Spielen ohne Punktgewinn. Benjamin Goller (12.) brachte die Gäste einen Tag nach seinem Geburtstag nach vorn, dann gelang Marvin Wanitzek ein spezieller "Hattrick": Zunächst baute der KSC-Profi die Führung aus (28.), anschließend fälschte er auf der Gegenseite eine Hereingabe ins eigene Tor ab (32.), und dann stellte er mit einem wunderbaren Distanzschuss den alten Vorsprung wieder her (44.).

KSC-Kapitän Jerome Gondorf (48.) baute das Ergebnis weiter aus, sein Teamkollege Dirk Carlson sah noch Gelb-Rot (58.). Auch ein weiteres KSC-Eigentor von Christoph Kobald (67.) verhalf den Würzburgern in Überzahl nicht zur Aufholjagd. Der KSC, der nach zuletzt drei Niederlagen wieder punktete, rangiert mit nun 19 Zählern im Tabellenmittelfeld. Für die Kickers (4) ist der Relegationsplatz bereits sieben Punkte entfernt - am Sonntag könnte der Rückstand weiter anwachsen.

Am Samstagvormittag war ein positiver Corona-Test eines Würzburger Spielers bekannt geworden. Da alle anderen Profis jedoch einen negativen Befund vorweisen konnten, fand die Partie gegen den KSC statt. In diesem machten sich die Karlsruher das Leben durch den Platzverweis sowie die Eigentore nur selbst schwer. Die Kickers sind bereits am kommenden Mittwoch (18.30 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) im Nachholspiel gegen den FC St. Pauli wieder im Einsatz. Die ursprünglich für den 16. Dezember geplante Partie gegen die Hamburger war wegen einer coronabedingten Quarantänemaßnahme bei den Würzburgern verlegt worden.

Quelle: ntv.de, tsi/sid

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