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Spielabbruch in Istanbul: Die Ordner kümmern sich um den Mann, der auf den Torraumrichter eingeschlagen hat.

(Foto: imago/Seskim Photo)

Der Ligapokal mit Paris St. Germain sichert Trainer Laurent Blanc seinen Job. Beim FC Bayern sorgen sie sich um Matthias Sammer, Günter Netzer streitet nicht mehr mit Theo Zwanziger. Und in der türkischen Süper Lig kommt es zu einem brutalen Eklat.

Zuschauer schlägt auf Torraumrichter ein

In der türkischen Süper Lig zwischen Trabzonspor und Fenerbahce Istanbul ist es kurz vor Spielende zu einem Eklat gekommen. In den Schlussminuten der Partie begannen Trabzonspor-Anhänger beim Stand von 4:0 für die Gäste aus Istanbul zu randalieren. Hinter dem Tor von Fenerbahce-Schlussmann Volkan Demirel durchbrachen Zuschauer zunächst eine Absperrung. Danach flogen abgerissene Stadionsitze und Böller auf den Platz, woraufhin Schiedsrichter Bülent Yildirim die Partie kurzzeitig unterbrach und sich Polizeikräfte zwischen dem Block und dem Rasen aufbauten. Als das Spiel weiterlief, rannte ein Zuschauer auf den Platz. Der Mann schlug und trat auf den Torraumrichter Volkan Bayarslan ein. Dann konnte der Randalierer von Ordnern überwältigt werden. Danach verließen die Spieler und die Schiedsrichter den Platz. Die Partie wurde nicht wieder angepfiffen. Etwa eine halbe Stunde nach der Unterbrechung hieß es beim übertragenden Sender "Lig TV", das Spiel sei offiziell abgebrochen worden. Der angegriffene Schiedsrichter sei behandelt worden und ihm gehe es den Umständen entsprechend gut. (cro)

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Sammer hat "Durchblutungsstörung" im Hirn

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Matthias Sammer geht es laut Angaben des FC Bayern schon wieder gut.

(Foto: imago/MIS)

Bayern Münchens Sportvorstand Matthias Sammer war in den vergangenen Wochen durch eine "winzige Durchblutungsstörung des Gehirns" gehandicapt. Der deutsche Fußball-Rekordmeister teilte mit, dass der 48-Jährige wegen dieser Beschwerden, die nach Angaben von Klubarzt Prof. Dr. Roland Schmidt "komplett und folgenlos ausheilen" werden, bei den Spielen gegen Werder Bremen im DFB-Pokal (2:0) und bei Hertha BSC (2:0) am Samstag in Berlin nicht wie gewohnt auf der Bayern-Bank gesessen hatte. Sammer geht es nach Klub-Angaben inzwischen wieder gut. "Es gibt keine Einschränkungen für mich, und die Ärzte haben versichert, dass ich vollständig auskuriert und wieder hergestellt werde," sagte er am Sonntag: "Ich werde mir aber die nötige Zeit zum Regenerieren geben, um für die Mannschaft und den FC Bayern danach wieder mit voller Kraft zur Verfügung zu stehen." (cwo)

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Netzer unterlässt Prozess gegen Zwanziger

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Alles bleibt in der Fußballfamilie: Auch ohne Unterlassungserklärung will Theo Zwanziger die Aussage unterlassen, Günter Netzer habe einen Stimmenkauf vor der WM-Vergabe 2006 angedeutet.

(Foto: picture alliance / dpa)

Drei Tage vor einem Gerichtstermin haben der frühere Fußball-Nationalspieler Günter Netzer und der ehemalige DFB-Chef Theo Zwanziger ihren Streit beigelegt. Einer gemeinsamen Mitteilung zufolge wollen beide ihre "Anwälte beauftragen, den Rechtsstreit vor dem Landgericht Köln in der Hauptsache für erledigt zu erklären". Vorausgegangen war demnach ein klärendes Vier-Augen-Gespräch zwischen Netzer und Zwanziger. Netzer hatte dem ehemaligen Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes falsche Äußerungen im Zusammenhang mit der Affäre um die Vergabe der Weltmeisterschaft 2006 vorgeworfen. Zwanziger hatte behauptet, Netzer habe bei einem Treffen 2012 in Zürich einen Stimmenkauf von vier asiatischen Fifa-Funktionären im Vorfeld der WM-Vergabe an Deutschland bestätigt. In der Mitteilung der Anwälte betonten beide Seiten, sich "nicht in allen Punkten" übereinstimmend an das Gespräch aus dem Jahr 2012 zu erinnern. Netzer bekräftigte, er habe die von Zwanziger getroffene Aussage zu einem Stimmenkauf nicht getroffen. Zwanziger seinerseits erklärte sich bereit, nach der Vorlage des Freshfields-Berichts zu den internen Ermittlungen beim DFB in der WM-Affäre seine Aussage nicht mehr zu wiederholen. (dpa)

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Podolski trifft doppelt bei Gala-Erfolg

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Lukas Podolski erzielte bei Galatasarays 4:1 gegen Kasimpasa seine Saisontreffer Nr. 11 und 12.

(Foto: dpa)

Fußball-Weltmeister Lukas Podolski hat mit Galatasaray Istanbul die Talfahrt in der türkischen Süper Lig gestoppt. Nicht zuletzt dank der Saisontreffer elf und zwölf von  Podolski gewann der türkische Rekordmeister am 30. Spieltag 4:1 (1:1) gegen Kasimpasa SK und feierte nach zuvor sieben Spielen ohne Sieg mal wieder einen Dreier. Unabhängig von der Sperre durch die Europäische Fußball-Union (Uefa) muss sich Galatasaray, das sich auf  Platz sechs verbesserte, aber auf eine Saison ohne Europacup-Teilnahme einstellen. (cwo)

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Abstiegskandidat Sunderland ärgert Arsenal

Die Weltmeister Mesut Özil und Per Mertesacker haben in der Premier League im Kampf um die direkte Champions-League-Qualifikation Punkte liegen gelassen. Beim Abstiegskandidaten FC Sunderland kamen die Gunners am Sonntag nicht über ein 0:0 hinaus. Bei noch drei ausstehenden Spielen ist Arsenal mit 64 Zählern Vierter hinter dem punktgleichen Dritten Manchester City. Die Citizens hatten sich am Samstag 4:0 gegen Stoke City durchgesetzt. Özil wurde in Sunderland in der Schlussphase ausgewechselt, Mertesacker spielte durch. (cwo)

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Dresden-Fan verstirbt nach Herzstillstand

Der 4:0-Heimsieg von Zweitliga-Aufsteiger SG Dynamo Dresden ist am Samstag von einem Todesfall überschattet worden. In der zweiten Halbzeit des Fußball-Drittligaduells gegen den SV Wehen Wiesbaden erlitt ein 57 Jahre alter Dynamo-Fan einen Herzstillstand. Trotz sofortiger Reanimation im DVV-Stadion starb der Mann am Samstagabend im Krankenhaus, wie Dynamo bestätigte. "Dieses tragische Ereignis tut einfach nur weh und stellt alles andere in den Hintergrund", sagte Dresdens Sportdirektor Ralf Minge am Sonntag in einer Vereinsmitteilung: "Als uns die Nachricht übermittelt wurde, waren wir schockiert und zutiefst betroffen. Unser tiefstes Beileid gilt den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen." Dresden wird beim Deutschen Fußball-Bund neben einer Schweigeminute beantragen, dass die Drittliga-Profis zum kommenden Heimspiel gegen den FC Erzgebirge Aue Trauerflor tragen dürfen. (cwo)

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Atléticos Bank sorgt für unsportlichen Eklat

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Vier Tage vor dem Halbfinal-Hinspiel gegen den FC Bayern kam es bei Atlético Madrid zum Eklat. Die grobe Unsportlichkeit überschattete Atléticos 1:0 (0:0)-Erfolg gegen den FC Málaga, dank dem das Rennen um den Titel spannend blieb. Bei einem Gäste-Konter flog aus Richtung der Atlético-Bank plötzlich ein zweiter Ball auf das Spielfeld im Estadio Vicente Calderón und ließ den Angriff der irritierten Andalusier verpuffen. Eine Minute später war die erste Halbzeit beendet - und Simeones Arbeitstag an der Seitenlinie ebenfalls. Da der Urheber der groben Unsportlichkeit nicht zweifelsfrei identifiziert werden konnte, musste Simeone als Verantwortlicher die Konsequenzen tragen und wurde auf die Tribüne verwiesen. Dort durfte er zumindest Angel Correas Siegtreffer (62.) bejubeln.

"Der Schiedsrichter hat richtig gehandelt und sich an die Vorschriften gehalten", sagte Simeone und beschuldigte einen Balljungen. TV-Bilder scheinen den Argentinier zu entlasten, der skandalbehaftete 45-Jährige warf wohl tatsächlich nicht selbst. Allerdings spekulieren spanische Medien, Simeone hätte den Balljungen zur Unfairness angestiftet. Unabhängig davon drohen dem Starcoach eine Geldstrafe sowie eine Sperre von drei Spielen. Im Kampf um die Meisterschaft könnte dies ein entscheidender Nachteil sein.
Das Video finden Sie hier.(jgu)

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Laurent Blanc bekommt Jobgarantie

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Seit Laurent Blanc in der CHampions League gescheitert ist, gab es Gerüchte über eine mögliche Ablöse auf der Trainerbank.

(Foto: REUTERS)

Präsident Nasser Al-Khelaifi vom französischen Fußball-Serienmeister Paris St. Germain hat seinem öffentlich umstrittenen Trainer Laurent Blanc nach dem Gewinn des Ligapokals am Samstag (2:1 gegen OSC Lille) eine Jobgarantie ausgesprochen. "Wir haben seinen Vertrag um zwei Jahre bis 2018 verlängert. Er wird bei uns auch im nächsten Jahr sein", sagte der Katarer. Seit dem Viertelfinal-Aus in der Champions League gegen Manchester City bläst Blanc in der französischen Hauptstadt ein scharfer Wind ins Gesicht. Zuletzt hatte es Medienberichte gegeben, wonach sich PSG um Star-Coach José Mourinho bemüht. Blanc, Weltmeister von 1998 und frühere französische Nationaltrainer, gewann mit Paris seit seinem Amtsantritt 2013 zehn nationale Titel, verfehlte den angestrebten Gewinn der Königsklasse mit dem Star-Ensemble um Zlatan Ibrahimovic aber dreimal klar.(jgu)

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Köln-Fan stürzt 25 Meter in die Tiefe

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Gegen Darmstadt sichern sich die Kölner den Klassenerhalt.

(Foto: imago/Eduard Bopp)

Ein Fan des 1. FC Köln ist bei den spontanen Feierlichkeiten zum Klassenerhalt seines Vereins in der Fußball-Bundesliga mehrere Meter in die Tiefe gestürzt. Der Mann fiel vom Zaun in der Südkurve und knallte auf den Asphalt. Er wurde umgehend ins Krankenhaus gebracht, nach Informationen der Bild-Zeitung befindet er sich nicht in Lebensgefahr. Köln hatte durch einen 4:1-Sieg gegen Darmstadt 98 den Klassenerhalt gesichert.(jgu)

Den Fußballticker von Samstag, den 23. April, finden Sie hier

Quelle: n-tv.de