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Donnerstag, 14. Juni 2018

WM in Russland eröffnet: Putin beschwört die Liebe zum Fußball

Anpfiff zur 21. Fußball-Weltmeisterschaft: Ein Popstar und eine Opernsängerin sind das Kulturprogramm bei der Eröffnungsfeier in Moskau. Mit einer Minute Verspätung rollt dann der Ball. Deutschland greift am Sonntag erstmals in das Geschehen ein.

Mit einem farbenfrohen Fest ist in Moskau die 21. Fußball-Weltmeisterschaft eröffnet worden. Als Show-Acts traten der britische Popstar Robbie Williams und die russische Opernsängerin Aida Garifullina auf. Der russische Staatschef Wladimir Putin sprach vor dem Auftaktspiel der Gastgeber gegen Saudi-Arabien im Luschniki-Stadion von einem Feiertag für den Weltsport: "Die Liebe zum Fußball verbindet uns alle zu einer Mannschaft."

Die Show war geprägt von tänzerischen und  musikalischen Elementen. Mehrere russische Künstler, darunter Garifullina auf einem mystischen Feuervogel, zelebrierten klassische Musik - unter anderem vom russischen Komponisten Peter Tschaikowsky. Im Duett gaben Williams und Garifullina den Williams-Klassiker "Angels" zum Besten. Auch der frühere brasilianische Superstar Ronaldo hatte seinen Auftritt, als der WM-Ball ins aufwendig renovierte Stadion gebracht wurde.

"Unser Herz schlägt sehr hoch für diesen Sport. Wir sind ein offenes, gastfreundliches Land, in dem unsere Gäste viele Freunde finden werden", sagte Putin während seiner Rede: "Wir alle sind vereint in der Liebe zum Fußball. Hier gibt es keine Unterschiede in der Sprache und im Glauben. Das ist die Kraft des Fußballs. Unsere Aufgabe besteht darin, diese Kraft für die nächsten Generationen zu bewahren. Ich wünsche allen Mannschaften Erfolg und allen Fans einzigartige Erlebnisse. Willkommen in Russland."

81.000 Zuschauer im Stadion

Fifa-Präsident Gianni Infantino lobte in einer knappen, teilweise in Russisch gehaltenen Ansprache den Gastgeber. Um 18.01 Uhr Ortszeit pfiff Schiedsrichter Nestor Pitana aus Argentinien die Partie der Gruppe A an. In der Arena in der russischen Hauptstadt findet am 15. Juli auch das Finale statt.

Auf der Tribüne nahmen neben Putin zahlreiche Staatschefs Platz. Westeuropäische Spitzenpolitiker blieben der Eröffnung demonstrativ fern. Sie protestieren damit unter anderem gegen die schlechte Lage der Menschenrechte im größten Land der Erde. Kritiker der WM prangern zudem die überhöhten Kosten des Turniers an.

Russland ist erstmals Gastgeber einer Fußball-WM. Das Turnier in vier Zeitzonen und in elf Städten des Landes dauert bis zum 15. Juli und gilt als Prestigeprojekt von Putin. Titelverteidiger Deutschland bestreitet sein erstes Spiel am Sonntag gegen Mexiko. Drei Tage vor dem ersten deutschen WM-Spiel an gleicher Stelle konnten Sami Khedira und Julian Draxler wieder ohne Einschränkungen am Teamtraining teilnehmen. Beide hatten tags zuvor wegen kleinerer Blessuren zumindest teilweise aussetzen müssen. Für die 20 Feldspieler im Kader von Bundestrainer Joachim Löw standen auf dem Trainingsgelände von ZSKA Moskau in Watutinki Sprint- und Tempoübungen auf dem Programm.

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Quelle: n-tv.de