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Das bringt der Olympia-Samstag Pechstein-Adieu und Snowboard-Hoffnung

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Ein letztes Hallo? Für Claudia Pechstein könnte der Massenstart den Abschied von der Olympiabühne bedeuten.

(Foto: dpa)

Höchstwahrscheinlich endet eine große olympische Karriere: die von Claudia Pechstein. Mit 46 Jahren will sie im Massenstart aber kein Schaulaufen veranstalten, sonder ranklotzen. Gleiches plant Ramona Hofmeister, die im Parallel-Riesenslalom als Mitfavoritin antritt.

Snowboard: Die Frauen um Olympiasiegerin Anna Gasser aus Österreich haben vorgelegt, nun erleben auch die Männer beim Big Air ihre Premiere. Ab 2 Uhr fahren sie auf eine megamäßige Rampe zu, die sie gefühlt Hunderte Meter durch die Luft katapultiert. Deutsche sind nicht am Start, die Favoriten kommen aus Nordamerika und Neuseeland und heißen Max Parrot (Kanada), Chris Corning (USA) und Carlos Garcia Knight (Neuseeland).

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Ramona Hofmeister fällt auf - durch ihr Halstuch.

(Foto: imago/GEPA pictures)

Ebenfalls auf dem Snowboard wird der Parallel-Riesenslalom ausgetragen. Bei den Frauen gehört in dieser Disziplin die Deutsche Ramona Hofmeister zu den Goldfavoritinnen. Die Frau mit dem Leopardenhalstuch bekommt dabei aber teaminterne Konkurrenz: Auch Selina Jörg könnten gute Läufe ganz nach vorn katapultieren. Außerdem sind auch noch Carolin Langhorst und Anke Wöhrer dabei, wenn es ab 5.30 Uhr um die Medaillen geht. Größte Konkurrentin ist die Tschechin Ester Ledecka, die bereits den Ski-Alpin-Zirkus mit ihrem Olympiasieg kräftig durcheinander gewirbelt hat. Auch die Sotschi-Olympiasiegerin Julia Dujmovits aus Österreich ist wieder am Start.

Nur 15 Minuten später starten die Männer in ihren Wettbewerb (5.45 Uhr). Die deutschen Männer - Stefan Baumeister, Alexander Bergmann und Patrick Bussler - haben ungleich schlechtere Karten im Medaillenkampf. Die Favoriten kommen hier aus den Nachbarländern: Nevin Galmarini ist Schweizer, Alexander Payer Österreicher. Auch der Sotschi-Olympiasieger Victor Wild, der für das Team Olympische Athleten aus Russland startet, ist im Feld dabei.

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Lena Dürr darf sich im Team-Wettbewerb beweisen.

(Foto: imago/AFLOSPORT)

Ski Alpin: So schnell wird aus eingefleischten Einzelsportlern ein Team: Der Mixed-Wettbewerb ist erstmals im olympischen Programm dabei. Für zwei Frauen und zwei Männer geht es im Slalom darum, gemeinsam schneller zu sein als der jeweilige Laufgegner. Das Spektakel im Parallel-Wettbewerb startet um 3 Uhr - Deutschland muss in der ersten Runde gegen die Slowakei bestehen. Für Deutschland am Start: Marina Wallner, Lena Dürr, Linus Straßer und Alexander Schmid. Fritz Dopfer muss sich den Wettbewerb als Ersatzmann höchstwahrscheinlich anschauen. Die Favoriten kommen - wie so oft im Alpinen - aus Schweden, Frankreich und der Schweiz.

Ski nordisch: Diese Männer müssen einen ganz langen Atem haben: Martin Johnsrüd Sundby aus Norwegen, Alex Harvey aus Kanada sowie der Schweizer Dario Cologna. Sie gelten als die Kandidaten auf Edelmetall beim Massenstart 50 Kilometer (ab 6 Uhr). Der Sotschi-Olympiasieger Alexander Legkow ist in Pyeongchang nicht am Start, ihn traf der Bann der russischen Athleten. Deutsche dagegen dürfen mitmischen, werden aber gehörigen Abstand nach ganz vorn haben. Für Jonas Dobler, Thomas Bing, Andreas Katz und Lucas Bögl heißt es vor allem: Durchhalten.

Curling: Ein letztes Mal Schach auf Eis. Die Norweger um ihren Superathleten Thomas Ulsrud haben es leider nicht ins Finale geschafft - sie beendeten den Wettbewerb auf Platz sechs. Um Gold wischen ab 7.35 Uhr die Teams aus Schweden und den USA. Olympiasieger Kanada traf es ebenfalls hart - im kleinen Finale verloren sie gegen die Schweizer und müssen sich mit Blech begnügen.  

Eisschnelllauf: Es ist die letzte Chance auf Edelmetall für Claudia Pechstein. Mittlerweile 46 Jahre - herzlichen Glückwunsch nachträglich -, geht sie im Massenstart wohl zum letzten Mal bei Olympischen Spielen an den Start (ab 12 Uhr). Wobei, sage niemals nie, die Berlinerin bekanntermaßen den Alterungsprozess auf Eis legt - vielleicht ist sie mit jungen 50 Jahren auch in Peking nochmal dabei. Der Massenstart ist - wie so viele Entscheidungen an diesem Samstag - erstmals olympisch, die Siegerin geht in jedem Fall in die Geschichtsbücher ein. Favorisiert ist eine Italienerin mit großem Namen: Francesca Lollobrigida. Konkurrenz bekommt sie von Ivanie Blondin, die in dieser unübersichtlichen Disziplin 2016 WM-Gold gewann, sowie von Irene Schouten aus den Niederlanden, die den WM-Titel ein Jahr vorher einheimste.

45 Minuten später gehen dann die Männer für dieses Spektakel aufs Eis (ab 12.45 Uhr). Es dürfte laut werden in der Ice Arena, schließlich kommt mit Lee Seung Hoon einer der Favoriten aus Südkorea. Den Titel streitig machen könnte ihm der bereits mit Pyeongchang-Silber dekorierte Jorrit Bergsma aus den Niederlanden oder der Belgier Bart Swings.

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Quelle: n-tv.de, ara

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