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ReLIVE: Handball-WM Frankreichs Sekunden-Wahnwitz bricht das DHB-Herz

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Patrick Groetzki und Co. schmeckt auch die bronzene WM-Ananas.

(Foto: imago/Contrast)

Letzter WM-Akt für die deutschen Handballer. Im dänischen Herning geht es ins kleine Finale gegen Rekord-Weltmeister Frankreich. Die erste Halbzeit läuft prächtig, doch dann zerbröseln die Franzosen die DHB-Abwehrmauer. Am Ende wird es verrückt - und richtig "brutal".

Fazit (III): "Verrückt" nennt Kapitän Gensheimer die Schlussphase, in der er mit zwei Minuten rausmusste. Bundestrainer Prokop lobt sein Team dafür, nie aufgegeben zu haben. Den Schlusspunkt in der letzten Sekunde nennt er "brutal". Er attestiert den Franzosen aber auch fair, "das clevere Team" gewesen zu sein. Wie sperren hier die Liveticker-Tür zu und wünschen einen schönen Abend - und viel Spaß beim WM-Finalkracher zwischen Dänemark und Norwegen ab 17.30 Uhr.

Hier gibt's den Spielbericht zum Bronze-Drama ohne Happy End.

Fazit (II): Glasige Augen bei DHB-Keeper Andreas Wolff im ZDF-Interview - der einen Harakiri-Pass in der Schlussphase beklagt, aber auch einen ausgebliebenen Siebenmeterpfiff. "Wir haben insgesamt sehr gut gespielt und haben uns dann mit ein paar Dummheiten um die Bronzemedaille gebracht", so sein Spielfazit. Sein Turnierfazit fällt trotzdem positiv aus, "wir haben eine tolle Weltmeisterschaft" gespielt - Er erinnert zurecht daran, dass man ja nicht gegen "irgendwelche zweitklassige" Gegner verloren habe. Als solche kann man Vize-Weltmeister Norwegen und Rekordchampion Frankreich tatsächlich nicht bezeichnen.

Fazit (I): Wie in der Gruppenphase trifft Frankreich gegen Deutschland in der letzten Sekunde, diesmal nicht zum Ausgleich, sondern zum Siegtreffer. Damit rettet der entthronte Weltmeister zumindest die Bronzemedaille und verpasst dem deutschen Turnier statt eines Bronze- einen Trauerrand. Nach ungeschlagener Gruppenphase und Hauptrunde ging dem DHB-Team in den beiden K.-o.-Spielen die Luft aus. Besonders bitter: Gegen die Franzosen sah es zur Pause beim Stand von 13:9 richtig gut aus, ehe die starke deutsche Abwehrmauer doch noch wegbröckelte. In der Crunchtime setzte Superstar Karabatic dann den Lucky Punch.

60. Minute, 25:26: WM-Wahnwitz in Herning. Bei 26 Sekunden auf der Uhr pariert Heinevetter erst bärenstark und eröffnet dem DHB-Team die Chance auf den Siegtreffer. Das hätte Zeit für einen Angriff, vergibt aber überhastet - und zwar so unglücklich, dass die Franzosen mit fünf Sekunden auf der Uhr noch einmal kontern können. Bei drei gegen eins landet der Ball bei Nikola Karabatic und in der letzten Sekunde im Tor. Es gibt zwar Videobeweis, aber der Treffer zählt - und Deutschland verpasst in einem Handball-Drama die Bronzemedaille. Bitter.

59. Minute, 25:25: Siebenmeter für Deutschland, Fäth zieht ihn gegen Luka Karabatic. Weil Gensheimer draußen ist, muss Matthias Musche ran - und zeigt keine Nerven. Wow.

58. Minute, 24:25: Deutschland gegen Frankreich, das bedeutet Handball-Drama. Auch für Uwe Gensheimer persönlich. Gegen Frankreichs Notabschluss durch Abalo verteidigt er im Kreis und verursacht einen Siebenmeter. Das ist vertretbar - dass Gensheimer aber außerdem zwei Minuten kassiert, ist hart. Zumal Mahe lässig trifft.

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Tankt sich immer wieder durch: Deutschlands Kreisläufer Jannik Kohlbacher.

(Foto: imago/Ritzau Scanpix)

57. Minute, 24:24: Deutscher Torwartwechsel, Silvio Heinevetter darf mal ran. Und sieht, wie Kohlbacher vorn ausgleicht.

56. Minute, 23:24: Weinhold wirft. Ausgleich, Ekstase - und Ernüchterung, als Fabregas die Franzosen wieder in Front bringt. Das DHB-Team läuft konstant hinterher, lässt sich aber nicht abschütteln. Noch vier Minuten.

55. Minute, 22:23: Frankreich sucht die Lücke, findet sie aber nicht. Die Schiedsrichter zeigen Zeitspiel an und in der Not improvisiert Dika Mem einen Abschluss. Der landet im Tor.

54. Minute, 22:22: Deutschland ist da - und macht durch Gensheimer wieder den Ausgleich. Nach einem Gegenstoß zeigt er, warum er als der Mann mit dem Gummi-Handgelenk gilt und dreht den Ball in den französischen Kasten.

53. Minute, 21:22: Dika Mem sorgt für den französischen Tempotorhöchstwert des Abends. Mit 107 km/h schlägt der Ball im Tor von Andreas Wolff ein. Bumm.

52. Minute, 21:21: Wiede kann nicht nur wunderbar passen, sondern auch wunderbar werfen. Macht er mal - und trifft zum Ausgleich. Vorher hatte Mahe am Kreis für die Franzosen wieder vorgelegt.

51. Minute, 20:20: Wiede passt, Kohlbacher schlenzt, Deutschland bejubelt den Ausgleich. Es geht gerade hübsch hin und her in Herning.

50. Minute, 19:20: Luc Abalo, eigentlich Außenspieler, zieht überraschend aus dem linken Rückraum ab. Zu überraschend für Wolff, der nix machen kann.

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Stark: Andreas Wolff.

(Foto: imago/Bildbyran)

49. Minute, 19:19: Nikola Karabatic zieht und bekommt ein Stürmerfoul zugeschrieben. Während Frankreich noch lamentiert, leitet Wiede den Gegenstoß ein. Diesmal zeigt Gensheimer keine Nerven und überwindet Gerard. Ausgleich - und neuer Höchstwert auf dem Drama-Meter dieses kleinen WM-Finals.

48. Minute, 19:19: ... und zieht durch Fabian Böhm einen Siebenmeter. Klare Sache für Uwe Gensheimer, denkt der n-tv.de Liveticker und wohl auch die Halle in Herning. Die raunt dann ganz laut, als Gerard mit dem Fuß gegen den DHB-Kapitän pariert.

47. Minute, 18:19: Nächste Parade von Wolff, der einen Lagarde-Kracher entschärft - und seinem Team die Chance auf den Ausgleich verschafft. Das lässt sich bei seinem Angriff Zeit ...

46. Minute, 18:19: Erst kreiselt Frankreich die deutsche Abwehr schwindlig, was Mahe zum Tor nutzt. Dann kommt Groetzki zum Abschluss - und trifft endlich mal. Geht doch!

45. Minute, 17:18: Prokop bringt den angeschlagenen Steffen Weinhold und zieht damit seinen letzten Joker - der sofort sticht. Tipp-Pass auf Kohlbacher, Kohlbacher ins Tor. Nur noch eins.

44. Minute,  16:18: Eine Viertelstunde ist rum im zweiten Durchgang, und Deutschland hat erst drei Törchen erzielt. Das zeigt, wo es im deutschen Spiel hakt.

44. Minute, 16:18: Zwei-Tore-Rückstand für Deutschland, das noch nicht in der zweiten Halbzeit angekommen ist. Nach Gegenstoßtor von Abalo legt Kentin Mahe vom linken Flügel nach. Deutschland braucht dringend einen Impuls, die Auszeit von Bundestrainer Prokop ist folgerichtig.

42. Minute, 16:16: Air Frankreich hebt ab - doch Wolff sorgt mit starkem Reflex für eine tortechnische Bruchlandung von Frankreichs Flugwunder Luc Abalo. Der DHB-Keeper steht bei 48 Prozent gehaltener Bälle, ein weltmeisterlicher Wert.

41. Minute, 16:16: Schon ist die personelle Überzahl fürs DHB-Team wieder dahin. Gensheimer benutzt absichtlich den Fuß zur Abwehr, und weil wir hier schließlich Handball spielen, muss der DHB-Kapitän runter.

40. Minute, 16:16: Remili klebt an Drux, foult ihn regelwidrig, kassiert dafür zwei Minuten. Gut für Deutschland, zumal Drux trotzdem erfolgreich abschließen kann.

40. Minute, 15:16: Wahnsinn vor dem DHB-Tor. Erst pariert Wolff grandios einen Siebenmeter von Frankreichs Richardson, den Böhm verursacht hatte. Dann hext Wolff auch den Nachwurf von Luc Abalo weg. Der kann aber erneut nachsetzen und überwindet Wolff schließlich doch.

39. Minute, 15:15: Kohlbacher zieht einen Siebenmeter, Gensheimer verwandelt ihn. Diese Kombination kann es gern öfter geben.

38. Minute, 14:15: Bitter (I): Patrick Wiencek, zuvor in der Abwehr und im Angriff bärenstark, kassiert seine dritte Zeitstrafe - und damit die Rote Karte. Bitter (II): Remili nagelt den Ball ins DHB-Tor und bringt den Rekord-Weltmeister wieder in Führung. Unnötig.

37. Minute, 14:14: Monsterblocks gibt's nicht nur im Basketball, Finn Lemke beherrscht sie auch. N'Guessan ist der Leidtragende.

37. Minute, 14:14: Wieder Groetzki von rechts, wieder kein Tor. Gerard fischt den Abschluss aus dem linken Toreck.

37. Minute, 14:14: Binnen 16 Sekunden schenkt Timothey N'Guessan dem deutschen Team zwei Tore ein, erst per 102-km/h-Kracher und dann nach einem Gegenstoß. Alles wieder offen - und die deutsche Abwehrstärke plötzlich verflogen.

36. Minute, 14:12: Fabian Böhm bricht am Kreis durch und trifft. Wichtig.

35. Minute, 13:12: Die Franzosen kreuzen vor dem deutschen Tor und vergessen dabei den Ball. Kann Deutschland aber nicht nutzen, was Mahe schließlich bestraft. Damit hat Frankreich den Torrückstand fast weggeknabbert.

35. Minute, 13:11: Kai Häfner zieht aus dem Rückraum ab - und sieht, wie Gerard pariert. Im Moment ist im deutschen Angriff wieder der Wurm drin. Es bleibt ein seltsames Spiel in Herning.

34. Minute, 13:11: Groetzki mit einem unkonzentrierten Tipp-Pass zu Frankreichs Luka Karabatic, der zu Fabregas - und der ins wegen Unterzahl verwaiste deutsche Tor. Zu einfach, und zwar zum vierten Mal schon.

33. Minute, 13:10: Am Kreis ist Ludovic Fabregas durch - und sein Team jetzt zweistellig, was Tore angeht.

32. Minute, 13:9: Wiencek herzhaft gegen N'Guessan. Zwei Minuten sind folgerichtig.

32. Minute, 13:9: Herning sieht eine WM-Rarität - einen Fehlwurf von Jannik Kohlbacher. Vom Kreis vergibt er.

31. Minute, 13:9:  Nächste Parade von Wolff, diesmal gegen Kentin Mahe. Dessen Abschluss aus dem Rückraum ist aber allenfalls ein Abschlüsschen.

31. Minute: Frankreich eröffnet die zweite Halbzeit. Und DHB-Abwehrriese Finn Lemke startet im deutschen Abwehrblock für Hendrik Pekeler.

Fazit (III): Die Jungs decken hervorragend, richtig gute Abwehrleistung, Wolff im Tor ganz stark. Vorne kann das Team aber noch etwas ruhiger und konzentrierter sein, bilanziert DHB-Teammanager Roggisch die erste Halbzeit im Blitztempo. Er wirkt zufrieden und kann es auch sein. Nur neun Tore für Frankreich sind überragend gut aus deutscher Abwehrsicht, zumal drei der Treffer bei leerem deutschen Tor fielen.

Fazit (II): Die Quote von Andreas Wolff zur Pause: 54 Prozent gehaltene Bälle. Was die Frage aufwirft: Was ist die Steigerung von titanesk?

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Fazit (I): Mit Deutschland liegt zur Halbzeit in Herning das bessere Handballteam vorn. Die Vier-Tore-Führung ist deutlich, aber nicht unverdient. Und Ausweis deutscher Nervenstärke, nachdem zwischenzeitlich in zehn torlosen DHB-Minuten ein Drei-Tore-Vorsprung verschenkt worden war. Nach einem starken Schlussspurt in den letzten fünf Minuten vor der Pause und Paraden in Serie von Torwart-Titan Andreas Wolff sieht es aber richtig gut aus beim Projekt WM-Bronzerand.

30. Minute, 13:9: Den letzten Abschluss der ersten Halbzeit hat Frankreich. Mems Freiwurf landet jedoch im Block von 2,15-Meter-Riese Finn Lemke. Halbzeitsirene in Herning, Vier-Tore-Führung für Deutschland. So kann es weitergehen.

30. Minute, 13:9: So schön das Anspiel von Fabian Wiede auf Wiencek eben auch war - der deutsche Kreisläufer trifft auch auf Vorlage von Fabian Böhm. Dank feiner Körperbeherrschung schließt er konzentriert ab, viertes Tor in Folge fürs DHB-Team.

29. Minute, 12:9: Höchste Zeit, unseren Lieblingsspruch der EM 2016 auszupacken, nämlich: Und, Herr Wolff, was halten Sie so von Frankreich? Antwort: Inzwischen fast alles! Gegen Richardson ist er erneut zur Stelle. Danach verzieht Dika Mem mal wieder.

28. Minute, 12:9: Plötzlich liegt Deutschland wieder mit drei Toren vorn, wie schon vor der Zehn-Minuten-Torschusspanik. Nach genialischem Anspiel von Wiede macht Drux keine Gefangenen.

27. Minute, 11:9: Hinten schraubt Wolff seine Quote auf starke 50 Prozent gehaltene Bälle, er pariert gegen Dika Mem. Vorne schließt Gensheimer ins leere Tor ab. Plötzlich ist wieder Schwung im deutschen Angriffsspiel.

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Kann zufrieden sein: DHB-Coach Christian Prokop. Hochzufrieden sogar!

(Foto: imago/Bildbyran)

26. Minute, 10:9: Halleluja, nach zehn Minuten fällt wieder ein deutsches Tor. Nachdem Paul Drux aus dem Rückraum noch scheitert, tankt sich Wiencezk am Kreis durch und hämmert den Ball mit 109 km/h in den Kasten.

26. Minute, 9:9: Karabatic muss mit zwei Minuten runter - allerdings Luka, nicht Nikola. Unnötiges Foul des Franzosen und die Chance für Deutschland, den Torbann zu brechen.

25. Minute, 9:9: Auf Wolff ist Verlass, fünfte Parade, mal wieder gegen N'Guessan. Vielleicht sollte er mal abschließen?

25. Minute, 9:9: Klare Ansage von Prokop: "Mutige Teams gewinnen Spiele." Er fordert mehr Biss und Bewegung, tatsächlich waren die deutschen Angriffsbemühungen in den letzten Minuten zu versagt.

24. Minute, 9:9: Youngster Tim Suton nimmt sich ein Herz, aber nicht genau genug Maß. Gerard kann seinen Abschluss aus dem Rückraum wegfischen. Auszeit Frankreich.

23. Minute, 9:9: Auch ein Wolff kann nicht alles wegtitanisieren. N'Guessan mit einem 104-km/h-Kracher mit dem Ausgleich. Deutschland mittlerweile seit acht Minuten ohne Treffer.

22. Minute, 9:8: Wenn drei Minuten lang kein Tor fällt, spricht das nicht für die Angriffsreihen beider Teams - oder für die starken Leistungen von Abwehr und Torhüter. Wie zum Beispiel die von Andreas Wolff, der gegen N'Guessan bereits seine vierte Parade auspackt und immer besser ins Spiel findet. Pech: Wiede scheitert kurz darauf am Pfosten, bereits der dritte Wurfs ans Gebälk fürs DHB-Team.

19. Minute, 9:8: Und schon liegt Deutschland nur noch mit einem Tor vorn. Nach Groetzkis Fehlwurf wurschtelt erst Valentin Porte den Ball vom Kreis ins DHB-Tor, ehe Mahe nach Ballverlust von Fabian Wiede mal wieder ins leere Tor trifft. Auszeit Deutschland und klare Instruktionen von Prokop, um die anstehende Unterzahl unbeschadet zu überstehen.

18. Minute, 9:6: WAS FÜR EINE CHANCE auf das zehnte deutsche Tor. Patrick Groetzki hat sie nach feinem Gegenstoß, er überwindet auch Gerard im Tor. Sein Wurf klatscht jedoch ans Gebälk.

18. Minute, 9:6: Zeitstrafe für Paul Drux. Kann man geben.

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Fliegen und treffen, das sind zwei Spezialitäten von DHB-Kapitän Uwe Gensheimer.

(Foto: dpa)

17. Minute, 9:6: Und schon ist die deutsche Tor-Durststrecke vorbei. Der Dank dafür gebührt Fabian Wiede und seinem 23. WM-Tor. Danach gibt es deutsche Weltklasse zu bestaunen. Gensheimer schließt einen Gegenstoß aus unmöglicher Position virtuos ab und zieht außerdem noch zwei Minuten gegen Remili. Bislang die Szene des Spiels!

15. Minute, 7:6: Jubel in Herning - und die Andreas-Wolff-Faust. Der hält mit beiden Händen gegen einen Rückraumkracher von Remili, auch das Publikum ist angemessen euphorisiert. Wermutströpfchen: Im deutschen Angriff hakt es in den letzten Minuten, genauer gesagt seit der 11. Minute.

13. Minute, 7:6: Nach fünf Minuten ohne französisches Tör(s)chen klappt es mal wieder für den Rekord-Weltmeister. Nedim Remili sorgt für Tor-Remmidemmi.

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Bitter: Frankreichs Keeper Cyril Dumoulin musste früh raus.

(Foto: imago/Bildbyran)

12. Minute, 7:5: Bitter für Frankreich: Keeper Dumoulin scheint sich verletzt zu haben und muss runter. Gut für Frankreich: Vincent Gerard ist auch kein Schlechter - und eigentlich auch der etatmäßige Stammkeeper im französischen Kasten.

11. Minute, 7:5: Nach französischem Ballverlust tanzt Paul Drux am Kreis so elegant durch die gegnerische Abwehr wie Skistar Marcel Hirscher um Slalomstangen. Auch der Abschluss des Berliners sitzt, Deutschland wieder zwei Tore vorn.

10. Minute, 6:5: Erste Parade für DHB-Keeper Wolff, gegen Ludovic Fabregas macht er sich ganz breit und pariert lässig. Kurz darauf ist sein Team erstmals in Überzahl, Frankreichs Valentin Porte muss mit zwei Minuten runter. Uwe Gensheimer sagt "Merci!". Er zwirbelt den Ball auf Vorlage von Fäth von links zur deutschen Führung in den Kasten.

9. Minute, 5:5: Der nächste Rückraumkracher von Fäth bringt wieder den Ausgleich.

8. Minute, 4:5: Wieder Mahe, wieder ins leere deutsche Tor. Zu einfach.

7. Minute, 4:4: Ausgleich durch Frankreichs besten WM-Torschützen Kentin Mahe. Der trifft ins leere Tor, nachdem Deutschland in der Offensive keine Lücke gegen Frankreichs Deckung gefunden hatte. Wegen der Unterzahl hatte Prokop seinen Keeper Andreas Wolff rausgenommen.

5. Minute, 4:3: Karabatic kämpft - den Ball ins deutsche Tor und Patrick Wiencek auf die Strafbank. Die ersten zwei Minuten des Spiels. Harte Entscheidung der Referee.

5. Minute, 4:2: Mit Glück und Gensheimer baut das DHB-Team seine Führung aus und liegt erstmals mit zwei Treffern vorn. Der DHB-Kapitän trifft vom linken Flügel durch die Hände von Dumoulin.

4. Minute, 3:2: Und schon liegt Deutschland wieder vorn, Paul Drux trifft cool. Zuvor hatte Nikola Karabatic auf der Gegenseite verworfen. Der nachgerückte Superstar ist noch nicht wirklich im WM-Turnier angekommen. Seine Bilanz vor dem kleinen Finale: fünf Spiele, zwei Tore. Mager.

4. Minute, 2:2: Aus dem Rückraum müsste Steffen Fäth werfen. Macht er auch - und trifft links unten. Wichtig fürs Ergebnis und für Fäths Kopf.

3. Minute, 1:2: Von rechts fliegt Patrick Groetzki in den französischen Kreis, doch Starkeeper Cyril Dumoulin pariert seinen Abschluss. Auf der Gegenseite geht Pekeler gegen Frankreichs Superstar Nikola Karabatic zu rustikal zu Werke. Wieder Siebenmeter, wieder Richardson, wieder drin. Wo ist Wolff?

2. Minute, 1:1: Nach Abwehr im Kreis durch Wiede gibt es Siebenmeter für Frankreich - den Melvyn Richardson links unten versenkt. Andreas Wolff ist chancenlos.

1. Minute, 1:0: Wir halten fest: Die Achse Fabian Wiede - Hendrik Pekeler funktioniert. Erster Abschluss, erstes Tor, erste Führung.

1. Minute: Auf geht's in Herning - und Deutschland hat den Ball.

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14.27 Uhr: In Herning wird es hymnisch, im Liveticker gibt es die deutsche Startformation. Bitteschön! Wir halten fest: Prokop vertraut gegen den Rekord-Weltmeister auf seine Stammformation - und verzichtet auf Personalexperimente.

14.23 Uhr: Vor dem Turnier hätte WM-Bronze als Riesenerfolg gegolten - und wäre von Bundestrainer Prokop und seinem Team mit Kusshand angenommen worden. Deshalb, betont Prokop vor dem kleinen Finale im ZDF: "Wir freuen uns drauf." Am Samstag habe man die herbe Pleite gegen Norwegen verarbeitet, einen neuen Ansatz gesucht - und gefunden. Sicher ist: Nach zuvor neun knochenharten WM-Spielen in 16 Tagen wird es gegen Frankreich diesmal auch ein Kampf gegen den eigenen Körper - für die Franzosen allerdings auch.

14.20 Uhr: Das letzte Duell beider Teams liegt keine 14 Tage zurück, in der WM-Gruppenphase lieferten sich Deutsche und Franzosen in Berlin einen Handball-Krimi – mit Last-Second-Happy-End für die Franzosen, die mit der letzten Aktion des Spiels noch zum 25:25 ausglichen. Das Spiel war ähnlich dramatisch wie das Olympia-Halbfinale von Rio, in dem das DHB-Team in der Schlussminute mit 28:29 verloren hatte – nachdem es einen zwischenzeitlichen Sieben-Tore-Rückstand noch aufgeholt hatte.

14.10 Uhr: Herzlich willkommen zum letzten Handball-Liveticker von der WM 2019! Den ersehnten Goldrand können die deutschen Handballer ihrem Heimturnier nicht mehr verpassen, dafür war Norwegen bei der bitteren und verdienten Halbfinal-Pleite in Hamburg einfach zu eiskalt. Eine Medaille soll es als krönender Abschluss aber schon werden. Abschenken ist im kleinen Finale ab 14.30 Uhr gegen Rekord-Weltmeister Frankreich jedenfalls verboten, stellten Spieler, Bundestrainer Christian Prokop und auch DHB-Teammanager Oliver Roggisch klar.

"Wir haben eine Riesenverantwortung. Die Mannschaft ist bereit, noch einmal 60 Minuten alles reinzulegen, um eine Medaille nach Deutschland zu holen", gab Roggisch vor. Gegen die im Halbfinale von Dänemark mit 30:38 gedemütigten Weltmeister Frankreich gehe es auch darum, "Vorbild zu sein für die Kinder, die jetzt mit dem Handball anfangen. Wir wollen ihnen zeigen, dass man Niederlagen schnell verarbeiten kann." Ein Bronzerand sähe auf jeden Fall hübscher aus als ein WM-Trauerrand.

Quelle: n-tv.de

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