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600-Euro-Flachmann Das LG Velvet ist schöne 5G-Mittelklasse

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Das LG Velvet hat seinen Namen von der seidig glänzenden Rückseite.

(Foto: kwe)

Das LG Velvet ist ein ausgesprochen gut aussehender Vertreter der neuen 5G-Mittelklasse. Was das Smartphone sonst zu bieten hat und ob ihm im Highspeed-Netz schnell die Puste ausgeht, hat ntv.de ausprobiert.

Allmählich kommt der 5G-Ausbau in Deutschland in Schwung, vor allem die Telekom hat schon ein recht großes Netz gespannt. Passend dazu gibt es auch immer mehr Mittelklasse-Smartphones, die den neuen Highspeed-Standard beherrschen, ohne beim Kauf allzu große Löcher ins Portemonnaie zu reißen. Zu ihnen gehört das LG Velvet, das für rund 600 Euro zu haben ist. ntv.de hat ausprobiert, ob sich die Investition lohnt.

Attraktiv und wasserdicht

Das LG Velvet ist ein hübsches Smartphone mit einer samtig schimmernden Rückseite und seitlich zum glänzenden Stahlrahmen gebogenen Glasflächen. Es hat einen 6,8 Zoll mächtigen Bildschirm, ist aber mit 5,9 Millimeter extrem flach und mit 180 Gramm ziemlich leicht. So liegt das Schmuckstück trotz seiner Größe sehr angenehm in der Hand und ist nach IP68 staub- und wasserdicht.

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Ganz schön riesig: Das Display ist 6,8 Zoll groß.

(Foto: kwe)

Das OLED-Display macht mit kräftigen Kontrasten und natürlichen Farben einen prima Eindruck. Obwohl es nur in Full-HD+ auflöst, ist es mit der Pixeldichte von 395 ppi noch scharf genug, um auch Feinheiten sauber darzustellen. Dass das Display keine höhere Bildwiederholfrequenz als 60 Hertz bietet, ist in der Preisklasse nicht unbedingt zu erwarten und wird die wenigsten Nutzer stören. Der integrierte Fingerabdrucksensor reagiert flott.

Durchschnittliche Kamera

Auf der Rückseite sitzt eine typische Mittelklasse-Kamera mit Weitwinkel- und Superweitwinkel-Objektiv. Die dritte Kamera dient zur Tiefenmessung. Die 48-Megapixel-Hauptkamera liefert bei Tageslicht sehr schöne Resultate, kann aber bei schwachem Licht nicht mit der Oberklasse mithalten. Das Gleiche gilt für die 8-Megapixel-Superweitwinkel-Knipse. Die Aufnahmen sind absolut okay, mehr aber nicht.

LG hat der Kamera-App allerdings ein paar interessante Spielereien mitgegeben. So kann man Fotos mit einem je nach Motiv mal mehr oder weniger gut gelungenem 3D-Effekt machen. Bei Videos hat man die Möglichkeit, die Tonaufnahme auf Stimmen zu fokussieren und Umgebungsgeräusche zu unterdrücken. Halten sich diese in Grenzen, funktioniert der Effekt recht gut.

Effizienter 5G-Chip

Angetrieben wird das LG Velvet von Qualcomms Snapdragon 765, der auf 6 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher zugreifen kann. Dabei handelt es sich um einen Chip der gehobenen Mittelklasse mit integriertem 5G-Modem. Das bedeutet für den Smartphone-Alltag, dass die Leistung völlig ausreicht, der Stromverbrauch sich aber in Grenzen hält. Das gilt vor allem auch in 5G-Netzen, wo Chips mit ausgelagertem Modem Akkus rasant leersaugen können.

Im Test hielt das LG Velvet so auch bei dauerhafter 5G-Verbindung fast genauso lange durch wie im LTE-Netz. Die Akku-Kapazität von 4300 Milliamperestunden bringt das Gerät gut über den Tag, im Notfall ist es mit seinem 12,6-Watt-Netzteil schnell wieder geladen.

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Auch sonst ist das Gerät mit Bluetooth 5.1, WLAN ac, USB 3.1 und Klinkenbuchse modern und vollständig ausgerüstet. Mit 128 GB ist der Flash-Speicher üppig bemessen. Wer mehr braucht, kann ihn mit microSD-Karten erweitern.

Mit 5G-Netz ein gutes Angebot

Das LG Velvet ist ein attraktives und gutes Smartphone der gehobenen Mittelklasse. Wer ein modernes 5G-Gerät mit guter Ausdauer sucht, findet aktuell kaum ebenbürtige Konkurrenten. Solange man aber kein 5G-Netz hat oder nicht benötigt, bekommt man für weniger als 600 Euro ähnlich oder auch besser ausgestattete Geräte. Vielleicht wartet man noch ein bisschen, denn der schöne 5G-Flachmann dürfte schon bald für 550 Euro oder weniger zu haben sein.

Quelle: ntv.de