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Microsoft beendet Support Die Zeit für Windows 7 läuft endgültig ab

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Ab dem 14. Januar 2020 gibt es für Windows 7 keine Sicherheitsupdates mehr.

(Foto: imago/Manngold)

In einem Jahr beendet Microsoft die Unterstützung von Windows 7. Das bedeutet, dass es keine Sicherheitsupdate mehr gibt und die Nutzung des Betriebssystems immer riskanter wird. Ein Upgrade auf Windows 10 ist die einfachste Lösung - und muss auch nicht unbedingt etwas kosten.

Im Dezember 2018 war Windows 7 laut Statcounter in Deutschland noch auf 29 Prozent aller Desktop-Rechner installiert, weltweit beträgt der Marktanteil des inzwischen über neun Jahre alte Betriebssystems sogar noch fast 36 Prozent. Das ist bedenklich, denn Microsoft hat angekündigt, ab dem 14. Januar 2020 Windows 7 für Privatanwender nicht mehr zu unterstützen.

Das Support-Ende bedeutet zwar nicht, dass der Computer dann nicht mehr funktionieren wird. Allerdings stopft Microsoft ab diesem Datum nicht mehr regelmäßig Sicherheitslücken. Das heißt, nach dem 14. Januar 2020 wird es immer riskanter, mit Windows 7 online zu gehen. Antivirus-Programme von Drittherstellern werden dann zwar immer noch aktualisiert, doch auch sie können das löchrige Betriebssystem nach dem Support-Ende nicht mehr zuverlässig schützen.

Auch wenn es durchaus möglich ist, dass Microsoft bei besonders krassen Schwachstellen wie bei Windows XP auch nach Ablauf der Unterstützung vereinzelt noch Updates zur Verfügung stellt, müssen Nutzer in den kommenden Monaten aktiv werden. Grundsätzlich haben sie drei Möglichkeiten: Sie kaufen sich einen ganz neuen Rechner, machen ein Upgrade auf Windows 10 oder steigen auf Linux um.

Gratis-Upgrade wohl noch möglich

Wenn die Hardware noch stark genug ist, ist ein Upgrade auf Windows 10 sicher der einfachste Weg. Offiziell muss man seit Februar 2018 dafür zwar bezahlen. Doch Microsoft hat Hintertüren offen gelassen, durch die man das Betriebssystem immer noch kostenlos auf den neuesten Stand bringen kann.

Das Unternehmen tut dies wohl ganz bewusst. Denn offenbar ist nach wie vor die Installation mit Microsofts Media Creation Tool möglich, das man auf einer Support-Seite herunterladen kann. Die einzige Bedingung dafür ist, dass man einen gültigen Lizenz-Schlüssel für Windows 7 hat, den man während des Upgrades eingeben muss. Man findet ihn beispielsweise auf der Hülle der Installations-DVDs, in einer E-Mail zu einem Software-Download oder auf einem Aufkleber auf der Rückseite des Notebooks. Er ist aber auch im System selbst hinterlegt. Um ihn auszulesen, kann man in Microsofts App-Store ShowKeyPlus herunterladen und ausführen.

Hat man den Lizenz-Schlüssel, bietet das Media Creation Tool zwei Möglichkeiten an: Man kann Windows 7 aktualisieren oder neuinstallieren. Egal, für welchen Weg man sich entscheidet, sollte man auf jeden Fall vorher ein Backup machen, um keine Daten zu verlieren. Wie lange Microsoft das inoffizielle kostenlose Upgrade noch gestattet, ist völlig offen. Nutzer sollten also besser schnell loslegen.

Quelle: n-tv.de

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