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Was passiert mit meinen Bildern? Google speichert Fotos nicht mehr gratis

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Künftig muss man die automatische Sicherung in Google Fotos deaktivieren oder Speicher kaufen, wenn 15 GB gefüllt sind.

(Foto: imago images/Westend61)

Weil es wohl zu teuer wird, kündigt Google an, im kommenden Jahr die kostenlose Sicherung von Fotos und Videos zu beenden. Ab dem 1. Juni werden neue Bilder auf den Gratis-Speicherplatz angerechnet. Wer mehr benötigt, muss zahlen oder eine andere Lösung finden. Und es gibt eine Ausnahme.

Vor rund fünf Jahren hat Google einen Service eingerichtet, der viele Nutzer davor bewahrt hat, wertvolle Erinnerungen für immer zu verlieren: die kostenlose Cloud-Sicherung von Fotos und Videos. Das ist jetzt bald vorbei, denn Google hat angekündigt, dieses Angebot zum 1. Juni 2021 zu beenden. Ab diesem Termin werden alle neuen Fotos dem 15 Gigabyte (GB) großen Gratis-Speicher angerechnet.

Obwohl der Mutterkonzern Alphabet zu den fünf wertvollsten Unternehmen der Welt gehört, wird ihm der Service offenbar zu teuer. "Heute enthält Google Fotos mehr als 4 Billionen Bilder und Videos und jede Woche werden unglaubliche 28 Milliarden neue Fotos und Videos hochgeladen", heißt es in der offiziellen Erklärung. Aber das Unternehmen will wahrscheinlich nicht nur Geld sparen, sondern auch die Einnahmen durch seine kostenpflichtigen Cloud-Angebote ankurbeln.

Ausnahme für Pixel-Besitzer

Ausgenommen von der Regelung sind Googles eigene Pixel-Smartphones. Besitzer eines älteren Geräts können sogar noch für eine gewisse Zeit Aufnahmen in Originalgröße speichern. Für Nutzer der ersten Pixel-Generation gilt das unbegrenzt, beim Pixel 2 bis zum 16. Januar 2021, für die 3er-Geräte bis zum 31. Januar 2022.

Immerhin macht Google keinen knallharten Schnitt wie beispielsweise Flickr, das den Speicherplatz von unbegrenzt auf 1000 Fotos senkte. Alle Aufnahmen, die Nutzer bisher gesichert haben und bis zum 1. Juni 2021 hochladen, werden nicht angerechnet, nichts muss gelöscht werden. Es gilt bis zum Stichtag lediglich wie bisher, dass Google die Aufnahmen nicht als Original, sondern in "hoher Qualität" komprimiert sichert.

Nutzer können sich vorbereiten

Damit Nutzer am 1. Juni keine böse Überraschung erleben, hat das Unternehmen eine personalisierte Schätzung eingerichtet, wo sie sehen können, ob und wie lange sie mit den kostenlosen 15 GB voraussichtlich noch auskommen. Außerdem warnt Google Nutzer, wenn sie sich ihrem Speicherlimit nähern.

Wer auch nach dem Stichtag mit dem 15 GB großen Gratis-Speicher auskommen möchte, sieht dann ein neues Werkzeug, mit dem man dunkle, verschwommene und andere unerwünschte Fotos finden und löschen kann. Wer bis dahin schon aufräumen möchte, nutzt dafür am besten den Speichermanager.

Speicher kaufen

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Sind 15 GB nicht genug, kann man ein Angebot von Google One annehmen. 50 GB monatlich gibt's hier für 2 Euro, 200 GB kosten 3 Euro, volle 2 Terabyte (TB) bekommt man für 10 Euro im Monat. Jahresabos sind 16 beziehungsweise 17 Prozent günstiger.

Man muss sich aber nicht in die Abhängigkeit eines Cloud-Anbieters geben, wenn man in eine eigene Infrastruktur investiert und sich zu Hause eine Cloud einrichtet, indem man einen Netzwerkspeicher kauft. Besonders günstig und einfach ist es beispielsweise eine Fritzbox zum Netzlaufwerk zu machen.

Quelle: ntv.de, kwe