"Neues Zeitalter" mit RTX SparkNvidia und Microsoft stellen "Super-PCs" für KI-Agenten vor

Da läuft die PR-Maschine heiß: Microsoft und Nvidia präsentieren "die weltweit leistungsstärksten und effizientesten, dünnen und leichten Windows-PCs aller Zeiten". Angetrieben werden sie von Nvidias "Superchip" RTX Spark. Erster Repräsentant des "neuen PC-Zeitalters" ist das Surface Laptop Ultra.
Lange Zeit hinkten Windows-PCs Apples Mac-Computern in vielen Bereichen hinterher, weil deren hauseigene M-Chips den Konkurrenten bei der Kombination von Leistungsfähigkeit und Effizienz eine Nasenlänge voraus waren. Das soll sich jetzt mit Nvidias neuem ARM-Chip RTX Spark ändern, der speziell für persönliche KI-Agenten entwickelt wurde.
"Der PC wird neu erfunden", sagt Nvidia-Chef Jensen Huang. "40 Jahre lang haben wir Apps gestartet: klicken, tippen, arbeiten. Mit RTX Spark und Microsoft Windows stellen Sie einfach eine Frage – und der PC übernimmt den Rest."
Stark genug für die Macher
Im Herbst sollen laut Nvidia erste Geräte mit dem neuen Chip von ASUS, Dell, HP, Lenovo und MSI angeboten werden. Microsoft hat bereits ein konkretes RTX-Spark-Notebook angekündigt. Das Surface Laptop Ultra ist für "Aufgaben konzipiert, die mit einem Standard-Laptop nicht bewältigt werden können". Es soll speziell für "Kreative, Entwickler und KI-Experten" das perfekte Werkzeug sein, "gemacht für die Macher".
Laut Nvidia soll man mit dem Chip unter anderem KI-Videos mit 4K-Auflösung generieren, professionelle 12-K-Videos bearbeiten, ultragroße 3D-Szenen mit über 90 Gigabyte (GB) rendern, besonders leistungsfähige große Sprachmodelle (LLMs) lokal ausführen oder AAA-Spiele in 1440p und mit über 100 Bildern pro Sekunde spielen können.
KI-Agenten arbeiten lokal
Ein Schwerpunkt ist der Einsatz von lokal auf den PCs der neuen PC-Generation ausgeführten KI-Agenten. Dass mit den RTX-Spark-Computern keine Cloud-Verbindung mehr nötig ist, soll die Akzeptanz der Technologie deutlich erhöhen. Die Agenten arbeiten Nvidia zufolge "sicher und unter voller Kontrolle des Benutzers". Auch dafür kooperiert das Unternehmen mit Microsoft.
Windows-Grundfunktionen sollen Identitätsmanagement, Eindämmung, Richtlinienverwaltung und durchgängige Sicherheit für die native Entwicklung und Ausführung von Agenten gewährleisten. Nvidia stellt mit der Laufzeitumgebung OpenShell zusätzliche Richtlinienfunktionen bereit, mit denen Benutzer festlegen können sollen, was Agenten tun dürfen und was nicht.
Dass die KI lokal ausgeführt werden kann, bedeutet nicht, dass grundsätzlich kein Cloud-Zugriff möglich ist. Anfragen sollen aber basierend auf den Datenschutzrichtlinien des Benutzers sowie mit verschleierten personenbezogenen Daten weitergeleitet werden.
Surface Laptop Ultra schlank und leicht
Trotz der hohen Leistungsfähigkeit verspricht Nvidia "hocheffiziente Laptops mit ganztägiger Laufzeit". Dick und schwer sind die Geräte deswegen nicht. Laut Microsoft ist das Surface Laptop Ultra dünner als 18 Millimeter und wiegt weniger als zwei Kilogramm. Auch ein starkes Kühlsystem hat Microsoft untergebracht. Um dauerhaft die Leistung des Nvidia RTX Spark halten zu können, soll es bis zu 2,5 Mal mehr Wärme ableiten können als das System eines Surface Laptop 7.
Der Bildschirm im 3:2-Format ist 15 Zoll groß und nutzt Mini-LEDs. Er bietet 262 Pixel pro Zoll (ppi) und eine Spitzenhelligkeit von 200 Nits. Obwohl das Gerät einen Touchscreen besitzt, hat das Surface Laptop Ultra ein um 30 Prozent größeres Touchpad als ein Surface Laptop 7. Neue EU-Richtlinien befolgend, ist das Notebook laut Microsoft dank präziser Anleitungen und "Wegweiser" im Inneren leicht zu reparieren. Austauschbar ist aber offenbar nur die SSD.
Microsoft betont außerdem, dass keine Dongles erforderlich seien. Das Surface Laptop Ultra ist nach veröffentlichten Bildern mit mindestens drei USB-C-Anschlüssen, einem USB-A-Eingang, SD-Kartenleser, HDMI-Anschluss und Kopfhörerbuchse ausgestattet.