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Besser surfen und Daten sparen Vier gute Browser fürs Smartphone

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Smartphone-Nutzer müssen nicht am Haus-Browser festhalten.

jwa

Bei Smartphones und Tablets gibt es für alles eine App, ein Browser ist vorinstalliert. Trotzdem lohnt sich ein Blick auf alternative Surf-Angebote, denn die können oft viel mehr als die Bord-Browser.

Mal schnell nach dem Wetter sehen, Mails checken oder einen Videoclip anschauen - auf dem Smartphone oder Tablet nutzen die meisten hierfür eine App. Und wer doch einmal einem Link zu einer externen Website folgt, bleibt immer häufiger trotzdem in der App - Twitter, Facebook und Co. haben längst eigene Browser eingebaut. Braucht man da überhaupt noch eine eigene, externe Surf-App?

Vorinstallierte Browser

Bei iOS-Smartphones und -Tablets ist Apples Safari vorinstalliert, bei Android-Geräten Googles Chrome und manchmal noch ein eigener Browser vom Hersteller. Wer andere Angebote nutzen will, muss bei Apple mit Einschränkungen rechnen. "Für iOS gibt es zwar alternative Browser, die verwenden zur Darstellung von Webseiten aber alle Safari", sagt Kim Rixecker vom Digitalmagazin "t3n". "Safari-Alternativen für das iPhone unterscheiden sich nur durch ihr Nutzer-Interface und einige Komfortfunktionen". Das heißt: Der Unterbau und damit die Darstellung der Webseiten bleibt gleich, nur die Einstellungsmöglichkeiten sind anders. Als Grund für diese Einschränkung für Fremdsoftware führt Apple Sicherheitsbedenken an. Android ist in dieser Hinsicht ein bisschen offener.

Chrome

Googles Marktführer ist auf allen Android-Geräten vorinstalliert, er gehört zu Googles App-Paket. Und er punktet mit guter Leistung. "Chrome ist so beliebt, weil er auf allen gängigen Plattformen funktioniert", sagt Christian van de Sand von der Stiftung Warentest. Wer über sein Google-Konto eingeloggt ist, kann zum Beispiel seine Lesezeichen oder aktuell geöffnete Seiten auf verschiedenen Geräten und Betriebssystemen synchronisieren. Das macht Chrome auch für Apple-Kunden interessant. Allerdings ist Chrome nicht unbedingt schneller als Safari. Die Geschwindigkeit allein kann für iOS-Nutzer also eher kein Argument sein, um sich nach Alternativen umzusehen. ( Android/ iOS)

Firefox

Auf dem Desktop lange Zeit die Alternative zu gängigen Browsern, spielt die Software der Entwicklergemeinde Mozilla Foundation mobil keine große Rolle. "Firefox für Android hat im Gegensatz zu Chrome für Android den Vorteil, dass der Browser auch Erweiterungen unterstützt", nennt Rixecker einen Pluspunkt. So haben Nutzer zum Beispiel die Möglichkeit, einen Ad-Blocker zu installieren und über Werbung verbreitete Schadsoftware auszusperren. Auch die Synchronisation über verschiedene Geräte hinweg ist möglich. "Wer Firefox auf dem Desktop nutzt, könnte davon profitieren", sagt Rixecker. Hierfür braucht es allerdings, genau wie bei Chrome, ein Nutzerkonto bei Mozilla. ( Android/ iOS)

Dolphin

Die Software des US-amerikanischen Unternehmens Mobotap setzt auf Gestensteuerung. Nutzer können hier selbst festlegen, mit welchem Befehl sie welche Funktion aufrufen wollen. So kann man zum Beispiel eine Seite öffnen oder nach oben und unten scrollen, indem man ein Herz oder einen Pfeil auf das Display zeichnet. Auch Sprachbefehle sind möglich. "Der Dolphin-Browser erlaubt über Desktop-Erweiterungen sogar die Synchronisation mit Chrome, Firefox und Safari", erläutert Rixecker. Wer auch andere Browser auf verschiedenen Geräten benutzt, hat so zum Beispiel die Lesezeichen beisammen. ( Android/ iOS)

Opera

Der norwegische Browser hat eine praktische Funktion für exzessive Surfer: Er hilft beim Datensparen. "Opera ist interessant, weil man die Möglichkeit hat, Datenvolumen zu reduzieren", sagt Warentester van de Sand. "Dabei werden Websites und Videos auf den Servern von Opera komprimiert", erklärt t3n-Mitarbeiter Rixecker. Die Daten lagern dann auf einem eigenen Server im Cache zwischen und die Seite wird mit etwas geringerer Auflösung angezeigt. Das schont das Surfvolumen und damit im Zweifel den Geldbeutel. ( Android/ iOS)

Quelle: n-tv.de, jwa/dpa

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