Kleines, kostenloses ToolWenn die KI stört - "Just the Browser" schaltet sie ab

Wer genervt ist von immer mehr Extras im Browser oder sogar findet, dass sie den Bedienkomfort einschränken, für den gibt es ein neues Tool. Damit lässt sich der ganze Ballast einfach abschalten. Und es ist sogar kostenlos.
Der Browser soll einfach nur ein Browser sein und einfach nur Webseiten anzeigen? Moderne Browser sind das oft nicht, sondern machen Dinge, die viele User von ihnen gar nicht erwarten - oder wollen, etwa:
Shoppingangebote,
unpassende Vorschläge,
KI-Assistenten überall,
fehlerhafte KI-Suchergebnisse,
in den USA sogar schon Kreditvermittlung.
Das muss nicht sein - hat sich auch der US-Journalist und -Programmierer Corbin Davenport gedacht und das kleine, kostenlose Tool "Just the Browser" entwickelt. Es sammelt für etliche Browser von Chrome oder Firefox bis hin zu Edge sowie für die Betriebssysteme Linux, Windows und macOS Einstellungen in einem kleinen Konfigurationsdokument.
Saubere Sache: Ein Befehl genügt
Nach Eingabe eines entsprechenden Befehls in der Windows-Kommandozeile (Windowstaste + R) oder im Terminal von macOS oder Linux (In den Dienstprogrammen zu finden) entfernt das "Just the Browser"-Skript:
die meisten KI-Features
Shoppingfunktionen wie Preismonitoring oder Coupon Codes
Sponsoreninhalte oder Drittanbieterinhalten
Programmabfragen (zum Beispiel, ob ein Browser der Standardbrowser sein darf)
Willkommensabfragen zum Datenimport
Telemetriedatenerfassung
Ungefragter Autostart des Browsers beim Starten des Computers
Im GitHub-Repository von "Just the Browser" sind außerdem alle weiteren Funktionen gelistet, sowie eine ausführliche Anleitung und Tipps, wie man auch bei Updates informiert wird - das alles aber nur in englischer Sprache.
Alles kann restlos entfernt werden
Und wenn man es sich anders überlegt? Dann können die Einstellungen von "Just the Browser" können rückstandslos entfernt und auf Standard zurückgesetzt werden. Auch das wird in den Anleitungen anschaulich erklärt.
Bislang funktioniert die KI-Diät nur für die Webbrowser Google Chrome, Mozilla Firefox und Microsoft Edge unter Windows, macOS und Linux. Support für Mobilplattformen wie Android und iOS gibt es nicht. Entwickler Davenport weist auch darauf hin, dass es sich nicht um einen Adblocker handelt.
Browser-Alternativen gehen auch - aber nicht immer
Und warum nicht einfach einen anderen Browser wie Vivaldi, LibreWolf, Waterfox oder Seamonkey wählen? Kann man machen, schreibt Davenport in einem Blog-Eintrag zur Veröffentlichung. Diese kostenlosen Alternativen funktionieren in der Regel genauso gut wie die großen Browser und stammen von etablierten Entwicklergemeinschaften.
Sie sind aber nicht immer für alle Plattformen verfügbar oder können nicht von allen installiert werden. Etwa auf Dienstrechnern. Gelegentlich, so Davenport, hängen die Alternativen bei Sicherheits- und Funktionsupdates auch etwas hinterher.
"Just the Browser" soll helfen, Mainstream-Browser von unerwünschten und überflüssigen Features zu befreien - ohne dabei auf ihre existierenden Vorteile zu verzichten.