Technik
Apples Software-Chef Craig Federighi will iOS wieder stabiler, sicherer und schneller machen.
Apples Software-Chef Craig Federighi will iOS wieder stabiler, sicherer und schneller machen.(Foto: REUTERS)
Mittwoch, 31. Januar 2018

Apple verschiebt neue Funktionen: iOS 12 soll wieder zuverlässiger sein

Apple verschiebt angeblich neue Funktionen und konzentriert sich bei iOS 12 auf Stabilität und Leistungsfähigkeit. Das hat gute Gründe und Nutzer sollten davon profitieren.

Besitzer von iPhones und iPads mussten in den vergangenen Monaten häufiger Updates installieren, als ihnen lieb war. Der Grund waren größere und kleinere Fehler in der Software, die Apple beheben musste. Beispielsweise folgten der Veröffentlichung von iOS 11 in kurzen Abständen drei Aktualisierungen mit Problembeseitigungen.

Der Höhepunkt war ein Update, das Geräte mit gealtertem Akku automatisch drosselt, um plötzliche Abschaltungen zu vermeiden. Nutzer erfuhren davon erst, als das "dynamische Strom-Management" durch Benchmark-Tests ans Licht kam. Apple erklärte schließlich nach einigem Zögern die Maßnahme und kündigte an, mit dem Update auf iOS 11.3 die Drosselung zu lösen und Nutzern Infos zum Akku-Zustand zu liefern.

Mail bleibt so

Apple hat offenbar erkannt, dass es so nicht weitergehen kann. "Axios" und "Bloomberg" berichten, Software-Chef Craig Federighi habe in einem Gespräch mit Mitarbeitern einen Strategiewechsel angekündigt. Demnach sollen für iOS 12 geplante Neuerungen wie ein überarbeiteter Homescreen oder verbesserte Mail- und Foto-Apps verschoben werden. Stattdessen werde Apple sich jetzt auf Stabilität, Sicherheit und Leistungsfähigkeit der Software konzentrieren, so die Quelle der beiden Websites.

Trotzdem sollen mit iOS 12 einige kleinere Neuerungen kommen. Dazu sollen weitere Verbesserungen bei Augmented Reality, Gesundheits-Funktionen oder dem Kinderschutz gehören.

Ähnliche Pläne habe Apple für macOS, wenngleich weniger drastisch, schreibt "Bloomberg" Auch bei seiner Software für Desktop-Computer bekleckerte sich das Unternehmen in jüngster Zeit nicht mit Ruhm. Besonders peinlich war ein Bug, der es Angreifern leicht machte, ein System zu übernehmen.

Quelle: n-tv.de