Kurznachrichten

BBC-Studie Deutsche halten Gesellschaft für zunehmend gespalten - Migration größtes Konfliktpotenzial

Menschen in Deutschland und anderen europäischen Ländern sehen einer Studie zufolge ein stärkeres Auseinanderdriften der Gesellschaft ihres Landes. 81 Prozent der Befragten in Deutschland halten die Gesellschaft demnach für gespalten.

Außerdem gaben 73 Prozent an, diese Spaltung heute stärker zu empfinden als noch vor zehn Jahren. Diese Einschätzung teilten die befragten Deutschen mit Menschen in Schweden, Italien und Großbritannien. 

Viele Europäer sind zudem der Ansicht, dass die Migration das größte Konfliktpotenzial darstellt. In Deutschland sagen dies 46 Prozent. Ähnliche Werte weisen andere große europäische Länder auf. In Italien war der Wert mit 61 Prozent etwas. In Russland und China sahen die Befragten die größten Konflikte hingegen eher zwischen Arm und Reich.

Trotz der empfundenen Spaltung der Gesellschaft sehen dennoch viele Deutsche Gemeinsamkeiten: 61 Prozent der deutschen Befragten gaben an, dass Menschen weltweit mehr Dinge gemeinsam haben als Dinge, die sie unterscheiden. Über alle befragten Länder hinweg lag die Zustimmung hierzu bei 65 Prozent.

Für die Studie im Auftrag des britischen Fernsehsenders BBC befragte das Meinungsforschungsinstitut Ipsos über 19 000 Menschen in 27 Ländern.

Quelle: n-tv.de, dpa