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Erstmals seit 32 Jahren Einwohnerzahl in Seoul unter zehn Millionen gesunken

Die Einwohnerzahl in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul ist im vergangenen Jahr erstmals seit 32 Jahren unter zehn Millionen gefallen. Bis Ende 2020 lebten in Seoul etwa 9,91 Millionen Menschen, darunter mehr als 242 000 Ausländer, teilte die Stadtverwaltung am Mittwoch mit. Die Zahl der registrierten Einwohner verringerte sich demnach im Vergleich zu 2019 um knapp 100 000.

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(Foto: AP)

Unter anderem wirkt sich die Corona-Pandemie wirkte sich den Angaben zufolge auf die Bevölkerungsentwicklung aus. Die Zahl der Ausländer sei um 13,9 Prozent zurückgegangen. Unter den knapp 40 000 Ausländern, die die Metropole verlassen hätten, seien 32 000 Chinesen und Koreaner chinesischer Abstammung gewesen.

Der Trend zeigt zudem Zeichen einer zunehmenden Alterung. Die Zahl der Kinder von 0 bis 4 Jahren fiel um 10,3 Prozent, während die Zahl der Senioren zwischen 85 und 89 Jahren um 11,4 Prozent stieg. Das «deutet eine extrem geringe Fruchtbarkeitsrate und eine alternde Bevölkerung Seouls an», hieß es.

Südkorea kämpft seit Jahren gegen eine stark sinkende Geburtenrate. Im vergangenen Jahr verzeichnete das Land erstmals einen natürlichen Bevölkerungsrückgang, als es mehr Todesfälle als Geburten gab. Die Bevölkerungszahl lag 2020 Daten der UN zufolge bei 51,3 Millionen.

Quelle: ntv.de, dpa

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