Kurznachrichten

Zweijähriges Besetzungsverfahren beendet Klaus Kandt wird Berlins neuer Polizeipräsident

Fast zwei Jahre wurde in Berlin nach einem neuen Polizeipräsident gesucht, nun soll der bisherige Leiter der Bundespolizeidirektion Berlin, Klaus Kandt, die größte Landespolizei in Deutschland führen.

Das geht aus einem Beschluss des rot-schwarzen Senates auf Vorschlag von Innensenator Frank Henkel (CDU) hervor, wie die Deutsche Presse-Agentur dpa aus Regierungskreisen erfuhr. Kandt konnte sich damit gegen die übrig gebliebenen vier von einst 18 Kandidaten durchsetzen. Unter den Mitbewerbern befand sich auch Polizeivizechefin Margarete Koppers (51), die die Behörde seit Juni 2011 kommissarisch geführt hat.

Kandt war schon zum Jahreswechsel 2011/2012 als Favorit seines Parteifreundes Henkel gehandelt worden. Der 52-Jährige gilt als erfahrener Behördenleiter und wird von Mitarbeitern als kompetent, freundlich und verbindlich im Umgang beschrieben.

Henkel hatte die Stelle im April neu ausgeschrieben, nachdem das vorherige Besetzungsverfahren vor Gericht zweimal gescheitert war. Geklagt hatte der Chef der Berliner Polizeidirektion 1, Klaus Keese. Auch jetzt will der 61-Jährige rechtliche Schritte prüfen. Unterlegene Kandidaten haben 14 Tage Zeit, die Entscheidung anzufechten. Danach könnte Kandt seine Ernennungsurkunde erhalten.

SPD-Vertreter, Grüne und Linke drückten ihr Bedauern aus, dass Koppers den Posten nicht bekommen habe. «Es wäre gesellschaftspolitisch ein Zeichen gewesen, eine Frau an die Spitze der größten Landespolizei zu setzen», sagte Kleineidam.

Quelle: ntv.de, dpa

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