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"Ab durch die Dritte" RB Leipzig träumt vom Aufstieg

RasenBallsport Leipzig kann am Samstag den Aufstieg in die 2. Liga perfekt machen. Mindestens 40.000 Menschen werden sich auf den Weg machen, um dem umstrittenen Fußball-Drittligisten RB Leipzig beim Verwandeln seines Aufstiegsmatchball zu helfen.

Das millionenschwere Projekt eines österreichischen Getränkeherstellers ist trotz aller anfänglichen Vorbehalte angekommen, die sächsische Stadt lechzt 16 Jahre nach dem Abstieg des VfB Leipzig aus der 2. Liga wieder nach höherklassigem Fußball. "Die Zuschauerzahl spricht für sich. Das ist neben der sportlichen Entwicklung der Mannschaft die eigentliche Sensation", sagte Sportdirektor Ralf Rangnick vor der womöglich entscheidenden Begegnung am Samstag (13.30 Uhr/MDR) gegen den bereits als Absteiger feststehenden 1. FC Saarbrücken. Dabei dürfte das Leipziger Stadion mit rund 45.000 Zuschauern aller Voraussicht nach sogar ausverkauft  sein.

Seitdem der ehemalige Bundesligacoach Rangnick den Sportdirektor-Posten übernahm und Alexander Zorniger als Trainer installierte, läuft es bei den Leipzigern. Der zweite Aufstieg in Serie ist dem Klub nur noch theoretisch zu nehmen, die Ausgangslage ist klar: Zwei Spieltage vor Schluss hat der Klub vier Punkte Vorsprung auf Darmstadt 98, mit einem Sieg gegen Saarbrücken hätte RB den Durchmarsch schon perfekt gemacht. Es wäre das erste Mal seit Einführung der eingleisigen 3. Liga,  dass einem Verein dies gelänge - passend zum vor der Saison ausgegeben Leipziger Motto: "Ab durch die Dritte".

"Mehr Erfolg als in den letzten zwei Jahren geht nicht. Aber es war ein harter Weg", sagte Rangnick. "Das ist die intensivste Phase meines Lebens. Alle tun alles für den Verein", ergänzte Zorniger. Spannender als die sportliche Situation ist derzeit das Thema Lizenzerteilung durch die Deutschen Fußball-Liga (DFL) für die kommende Saison. Die wurde zwar erteilt, doch unter Auflagen. Nach  einem Bericht des Fachmagazins kickers muss RB im Falle des Aufstiegs gleich drei Bedingungen erfüllen. Angeblich hat der Klub  aber bereits Einspruch dagegen eingelegt, eine Entscheidung fällt spätestens am 28. Mai.

So muss der Klub offenbar sein Vereinslogo ändern, das derzeit noch große Ähnlichkeit mit dem Firmenlogo von Geldgeber Red Bull  hat. Außerdem muss die Möglichkeit einer Mitgliedschaft im Klub deutlich vereinfacht werden. Auf der Entscheidungsebene müssten die  Besetzungen der Führungsgremien geändert werden, weil sie zum Teil dem Grundgedanken der "50+1"-Regelung widersprechen.

"Wenn die DFL will, dass wir das Logo ändern, dann werden wir das tun. Es ist nicht wichtig, was auf dem Trikot steht, sondern was drin ist", sagte Rangnick und zeigte sich kompromissbereit.

Quelle: ntv.de, sid, Dominik Kortus

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