Kurznachrichten

Dringender Appell an Politik RKI-Präsident Wieler: Deutliche Kontaktreduzierungen notwendig

Das Robert Koch-Institut hat Bund und Länder eindringlich aufgefordert, die dritte Welle der Corona-Pandemie so schnell wie möglich zu brechen. Es sei naiv zu glauben, das Virus wegtesten zu können. "Das funktioniert nicht", sagte Institutsleiter Lothar Wieler am Donnerstag.

Ein Test habe eine Gültigkeit von etwa 24 Stunden, ein "Freitesten" sei nicht möglich. "Wir müssen die Zahlen runterbringen." Dazu seien Verordnungen, wirksame Strategien und deren sofortige Umsetzung nötig.

Die Lage in den Krankenhäusern spitze sich teilweise dramatisch zu. Sie werde "uns auch noch härter treffen als in der zweiten Welle".  Er riet allen Kliniken, den Regelbetrieb einzuschränken. Es gebe jetzt schon in einigen Städten und Ballungsgebieten auf den Intensivstationen keine freien Betten mehr. Kranke mit stabilem Gesundheitszustand sollten rechtzeitig in weniger betroffene Regionen verlegt werden.

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(Foto: picture alliance / Flashpic)

"Ich appelliere noch einmal an alle Entscheidungsträger", sagte Wieler. Es würden erneut deutliche Kontaktreduzierungen benötigt. Die Lage in den Krankenhäusern spitze sich teilweise dramatisch zu. Sie werde "uns auch noch härter treffen als in der zweiten Welle".Er fügte hinzu: "Jetzt die dritte Welle brechen, und dann mit kontrollierten Konzepten parallel, partiell öffnen."

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) aktuell 29 426 Corona-Neuinfektionen und 294 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich - doch die Tendenz ist deutlich: Der starke Anstieg der Fallzahlen setzt sich fort. Möglicherweise noch diese Woche wird es einen Rekord seit Beginn der Pandemie geben.

Quelle: ntv.de, dpa, AFP

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