Kurznachrichten
Freitag, 03. Januar 2014

Nach Neujahrsansprache Kim Jong Uns: Südkorea weist Versöhnungsgeste zurück

Südkorea hat eine Versöhnungsgeste von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zurückgewiesen. "Frieden und Versöhnung können nicht allein durch Worte erreicht werden", erklärte die Regierung in Seoul.

Um die Beziehungen zwischen beiden Ländern zu verbessern, müsse die Regierung in Pjöngjang mit "Ernsthaftigkeit" am Aufbau von Vertrauen arbeiten und sich aufrichtig um eine Entnuklearisierung des Landes bemühen.

Kim hatte sich in seiner Neujahrsansprache am Mittwoch für ein "günstiges Klima" in den Beziehungen zum Erzfeind Südkorea ausgesprochen. Es sei "höchste Zeit" für beide Länder, alles zu unterlassen, was die nationale Einheit und die Versöhnung gefährde, sagte Kim in der Rede, in der er auch die Hinrichtung seines Onkels Jang Song Thaek verteidigte. Pjöngjang werde jedem die Hand reichen, der sich wahrhaftig für die Wiedervereinigung einsetze.

Südkorea und Nordkorea befinden sich offiziell noch immer Kriegszustand und Pjöngjang provoziert immer wieder mit Atomtests und Kriegsdrohungen. Die südkoreanischen Regierung verwies darauf, dass sich Kim Jong Un schon in seiner Neujahrsansprache 2013 versöhnlich gezeigt habe, doch sich der Konflikt kurz darauf stark zugespitzt habe. Nordkorea unternahm damals einen dritten Atomtest, drohte Südkorea und den USA mit Atomangriffen und schloss für mehrere Monate die gemeinsam mit dem Süden betriebene Sonderwirtschaftszone Kaesong.

Quelle: n-tv.de

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