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"Orban ist ein lieber Freund" Wahl in Italien: Berlusconi-Bündnis liegt vorn

Der rechtsnationale ungarische Ministerpräsident Viktor Orban ist im italienischen Wahlkampf zum Vorbild des Mitte-Rechts-Bündnisses avanciert. "Orban ist ein lieber Freund, er macht es sehr gut", sagte der Chef der konservativen Forza Italia, Silvio Berlusconi, am Donnerstag in einer TV-Show.

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(Foto: REUTERS)

Auch der Spitzenkandidat der ausländerfeindlichen Partei Lega, Matteo Salvini, schaut zum ungarischen Regierungschef auf. "Orban verteidigt die Grenzen, verteidigt die Banken, verteidigt das Geld und blockiert die Einwanderung", hatte Salvini gesagt. "Wenn ich ein gut regiertes Land aussuchen müsste, würde ich dieses (Ungarn) nehmen."

Am Sonntag wählt Italien ein neues Parlament. Das Mitte-Rechts-Bündnis des früheren Regierungschefs Berlusconi liegt derzeit in Umfragen vorne, ohne jedoch auf eine Regierungsmehrheit zu kommen.

Die Chefin der mit Berlusconi verbündeten rechten Partei Fratelli d'Italia (Brüder Italiens), Giorgia Meloni, war am Mittwoch zu einem Treffen mit Orban in Budapest. "Mit patriotischen Europäern versteht man sich sofort bestens", twitterte sie. Wenn das Rechtsbündnis in Italien gewinne, werde Italien mehr Kontakt mit den Visegrad-Staaten Polen, Ungarn, Tschechien und Slowakei aufnehmen, die sich gegen die Aufnahme von Migranten wehren, kündigte sie an.

Orban ist in der Europäischen Union wegen seines harten Vorgehens gegen Flüchtlinge sehr umstritten. An der Grenze zu Serbien und Kroatien hatte er einen Zaun gegen Migranten errichten lassen.

Quelle: n-tv.de, dpa

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